Revolutioniere Hunger & Blutzucker: Das sind meine besten Fasten-Hacks
Ich faste jedes Jahr fünf bis sieben Tage und verrate dir hier meine besten Fasten-Hacks, die mir geholfen haben, Hunger, Kreislauftiefs und Durchhänger zu überstehen und gleichzeitig das Beste aus dieser intensiven Zeit herauszuholen.
Auch wenn diese Tipps für mich gut funktionieren, solltest du deinen persönlichen Fastenprozess immer ärztlich begleiten lassen und die Anwendungen vorher absprechen! Das gilt im Besonderen, wenn du Vorerkrankungen mitbringst.
Fasten-Hack 1: Gut vorbereitet in die Fastenwoche starten
Ich habe zwar immer noch ein bisschen Respekt vor jeder Fastenkur, denn mit Körper und Seele passiert in dieser Zeit wirklich viel, dennoch mischt sich dazu schon im Vorfeld eine gewisse Vorfreude.
Ich lege meist einen genauen Zeitpunkt für den Start meiner Fastenkur fest und nehme mir ab Tag 3 Urlaub. Zwei Wochen davor beginne ich, auch in meinem direkten Umfeld Ballast abzuwerfen.
Manchmal miste ich meinen Kleiderschrank aus und erledige noch liegengebliebenen Schriftkram. Besonders wichtig ist mir der Vorratsschrank. Der sollte weitestgehend leer sein, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme.
All diese Erledigungen sind eine gute mentale Einstimmung auf den nahenden Verzicht, sodass ich mich während der Fastenkur zurückziehen und wirklich auf mich konzentrieren kann.
Fasten-Hack 2: Bittersalz vs. Glaubersalz
Die größte Hürde ist für mich das Trinken des Abführmittels. Ich bekomme schon einen Würgereiz, wenn ich nur daran denke. Aber es hilft nichts, da muss man durch!
Einen wunderbaren Eye-opening-Moment hatte ich vor zwei Jahren, als ich per Kinesiologie herausfand, dass mir Bittersalz besser bekommt und auch leichter zu schlucken ist als Glaubersalz.
Mein Tipp für dich: Probiere aus, was für dich besser passt. Vielleicht macht der Wechsel ja auch für dich einen Unterschied.
Fasten-Hack 3: Einläufe – ja, nein, vielleicht?
Mir ist bewusst, dass Einläufe (Klistieren) kritisch diskutiert werden und es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass sie notwendig sind oder positiven Effekt haben. Im Gegenteil. Oft wird darauf hingewiesen, dass es dabei auch zu inneren Verletzungen kommen kann.
Ich habe es mit und ohne probiert und erkannt, dass eine Fastenkur ohne für mich nicht so funktioniert. Inzwischen ist der Einlauf für mich fast zu einer Art Fastenritual geworden.
Hintergrund: Durch die ausbleibende Nahrungszufuhr fährt die gesamte Verdauung herunter, sodass Stuhl-Reste im Rektum verbleiben. Bei ausreichender Trinkmenge werden diese in der Regel problemlos ausgeschieden. Dennoch ist mein subjektiver Eindruck, dass es mir damit einfach besser geht und sie dem Körper Entlastung verschaffen.
Auch hier möchte ich dir empfehlen, es einfach auszuprobieren. Falls du dich dafür entscheidest, gehe entweder sehr vorsichtig vor oder lasse das Profis übernehmen, zum Beispiel im Rahmen einer Hydro-Colon-Anwendung.
Fasten-Hack 4: Leberwickel
Eine weitere Routine, die ich beim Fasten nicht mehr missen möchte, sind Leberwickel. Die habe ich beim letzten Mal für mich entdeckt.
Da es bei dieser Kur in erster Linie um das Entgiften geht, ist es sinnvoll, unser Entgiftungsorgan Nummer 1 zu unterstützen: die Leber. Leberwickel sind ein altes Hausmittel, das die Durchblutung der Leber unterstützt. Ich erlebe die Wärme als sehr wohltuend und mache den Leberwickel in der Fastenwoche jeden zweiten Tag.
Fasten-Hack 5: Ändere nichts an deiner Alltagsroutine
Ich bin ein großer Fan davon, meine Gerichte jeden Tag frisch zuzubereiten. Auch, weil ich am Morgen noch nie weiß, worauf ich abends Appetit habe. Nun möchte man denken, dass das Essen beim Fasten wegfällt. Wozu also festen "Essenszeiten".
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir etwas fehlt, wenn ich nicht koche. Also behalte ich meine Routinen bei und zelebriere jede Mahlzeit. Ein positiver Nebeneffekt: Die Zubereitungen strukturieren meinen Tag.
Nach dem Aufstehen gibt es das obligatorische Glas Wasser mit einem Spritzer Zitrone. Nur wenig später gönne ich mir einen schwarzen Kaffee – mein Frühstück. Zum Mittag eine Brühe. Zum Kaffee bzw. Vesper ein Glas Tee (siehe Fasten-Hack 7). Abends wieder eine Brühe und als Nachtisch eine Tasse Tee.
Wichtig ist mir auch, dass ich die Brühe frisch zubereite und nicht etwa vorkoche. Für die Abwechslung trinke ich mittags eine andere Brühe als abends.
Die Kalorien mögen wegfallen, die Mahlzeit aber nicht – also ist der Verzicht nicht ganz so groß.
Fasten-Hack 6: Koch- und Fastenbücher lesen
Jede*r steht beim Fasten vor eigenen Herausforderungen und findet eigene Lösungen. Ich werde niemals meine erste Fastenreise vergessen. Ich hatte mir dafür eine Woche Urlaub genommen und mich tapfer gehalten, weil ich – Überraschung – ununterbrochen Kochbücher gelesen und davon geträumt habe, was ich alles nach dem Fastenbrechen essen würde.
Richtig gehört. Ich beschäftige mich oft beim Fasten sogar noch intensiver mit dem Thema Ernährung. Das hat etwas Tröstliches und es scheint auch gar keine Seltenheit zu sein. Also probiere es aus. Anstatt das Thema mit aller Macht zu umgehen, stelle dich ihm einfach.
Mir hilft es auch immer sehr, die Erfahrungsberichte und Bücher anderer Fastenfans zu lesen. Mich motiviert das, durchzuhalten. Ganz nach dem Motto: Wenn die das schaffen, schaffe ich das auch.
Fasten-Hack 7: Mein absoluter Geheim-Tipp
Zum Schluss möchte ich mit dir meinen Lieblings-Hack teilen.
Ich gehöre eher zu den Menschen, die bei herzhaften Gerichten schwach werden und nicht genug bekommen. Süßem kann ich meist ganz gut widerstehen. Nicht so beim Fasten. Dann erlebe ich zu meiner großen Überraschung immer wieder dasselbe Phänomen: Ich habe unbändige Lust auf etwas Süßes.
Aus evolutionsbiologischer Sicht ergibt das natürlich Sinn, denn süße Nahrungsmittel suggerieren dem Körper wegen des enthaltenen Zuckers, besonders energiereich zu sein – und Nahrungsenergie ist ja genau das, was wir dem Körper beim Fasten vorenthalten.
Meine große Entdeckung war irgendwann Schoko-Tee. Den trinke ich sehr selten im Alltag, aber mindestens zweimal am Tag während des Fastens und stille damit meinen Hunger auf Süßes. Ohne Schoko-Tee wäre ich bestimmt schon oft schwach geworden und hätte die Fastenzeit nicht durchgehalten.
Probiere ihn gern aus. Vielleicht ersetzt er ja nach der Fastenzeit das ein oder andere Dessert und hilft dir so beim nachhaltigen, gesunden Abnehmen.
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