Wer keine Lust hat, ständig zu gießen, sollte unbedingt diese Stauden im Garten pflanzen. Ein Experte hat mir 10 trockenverträgliche Pflanzen verraten.
Wenn meine Mutter ihren Garten gießt, dauert das eine ganze Stunde. Im Sommer muss sie jeden Tag ran. Darauf hab‘ ich weder Lust, noch hab ich dafür Zeit. In meinen Garten müssen Pflanzen, die auch mal Trockenheit abkönnen, ohne beleidigt zu sein.
Also auf in meine liebste Stauden-Gärtnerei (die Alexianer Klostergärtnerei in Köln) und nachgefragt, welche Stauden selten gegossen werden müssen. Hier kommt die Empfehlungsliste direkt vom Stauden-Profi!
1. Mädchenauge
Das Mädchenauge (Coreopsis), auch Schöngesicht genannt, ist wegen ihrer bunten Blütenpracht eine beliebte Sommer-Staude.
Die Pflanze ist aber nicht nur ein Hingucker, sondern laut Stauden-Gärtner auch wahnsinnig robust: Sie kann Trockenheit sehr gut ab und bevorzugt sonnige Standorte im Garten. Zudem ist der Dauerblüher winterhart und kaum anfällig für Schädlinge oder Krankheiten.
2. Mohn
Der wunderschöne, rote Klatschmohn (der seinen Namen von den dünnen Blüten hat, die bei Wind klatschend aneinanderschlagen), ist nicht nur in Europa, sondern auch Nordafrika heimisch.
Kein Wunder also, dass die Blume (wissenschaftlicher Name: Papaver), die ein toller Farbtupfer im Garten bildet, auch längere Trockenperiode ohne Probleme überlebt.
3. Fetthenne
Die Fetthenne (Sedum) besitzt fleischige, rundliche Blätter, die sie als Wasserspeicher nutzt. Dadurch übersteht die pflegeleichte Pflanze problemlos lange Trockenperioden, ohne einzugehen.
Tipp vom Profi: In der Anfangszeit nach dem Einpflanzen muss sie regelmäßig gegossen werden. Dann empfiehlt es sich außerdem, die Fetthenne zu düngen. Tust du ihr den Gefallen, dankt es dir die Sonnen-Staude mit zahllosen kleinen Blüten, die übrigens echte Schmetterlingsmagnete sind!
4. Rosmarin
Auch Rosmarin (Salvia rosmarinus) könnt ihr zunächst im Garten genießen und danach in der Küche einsetzen. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und mag es deswegen gerne warm und lieber zu trocken als zu feucht. Sie kommt zwar mit sehr wenig Wasser aus, länger als eine Woche sollte die Pflanze jedoch nicht trocken stehen.
Schon gewusst? Im Frühling bekommt der immergrüne Strauch kleine Blüten, die zahlreiche Insekten anziehen.
5. Salbei
Aus der Kategorie „mehr als nur dekorativ“ kommt der genügsame Salbei (Salvia). Der ist mit seinen violetten, rosafarbene oder weißen Blüten nämlich nicht nur eine Bereicherung für jeden Garten, sondern schmeckt auch als Tee richtig lecker.
Staunässe verträgt die Pflanze nicht, dafür kommt sie aber auch im Hochsommer lange Zeit ohne Wasser aus. Gönnt der Pflanze am besten ein Plätzchen in praller Sonne.
Unter den Bestsellern in der Stauden-Gärtnerei rangiert der hochaufragende lila Steppensalbei. Er setzt tolle Akzente im Beet und ist ein Bienenmagnet.
6. Königskerze
Die Königskerze (Verbascum) ist mit seiner imposanten Höhe von bis zu zwei Metern ein echter Hingucker im Garten. Da die vor allem in trockenen Berghängen heimisch ist, hat sie Pflanze mit den wunderschönen Blütenknospen kein Problem mit trockenen Sommermonaten.
Nur bei sehr lange andauernder Hitze, sollte sie gelegentlich gegossen werden. Ein weiterer Vorteil der robusten Pflanze: Wegen ihrer behaarten Blätter fällt sie lästigen Schnecken nur selten zum Fraß.
7. Mauerpfeffer
Diese Staude mag es gerne heiß und trocken: Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) ist die ideale Bepflanzung für sonnige Gärten mit sandigen, nährstoffarmen Böden – und darüber hinaus absolut pflegeleicht.
Die Pflanze mit den kleinen gelben Blüten muss weder regelmäßig gegossen noch gedüngt werden und ist zudem auch noch bis zu –20 Grad Celsius winterhart.
8. Polsterthymian
Der wunderschöne Polsterthymian (Thymus serpyllum) ist perfekt für heiße, trockene Plätze und wächst flach wie ein dichter Teppich. Er duftet intensiv, zieht Bienen an und eignet sich hervorragend als Bodendecker oder zur Wegeinfassung. Einmal angewachsen, kommt er fast komplett ohne Wasser aus. Dazu sieht er auch noch wunderschön aus.
9. Katzenminze
Katzenminze (Nepeta faassenii) ist ein Dauerblüher, der mit Trockenheit erstaunlich gut zurechtkommt. Sie bildet üppige Polster mit kleinen, duftenden Blüten und lockt jede Menge Bienen und Schmetterlinge an. Ihre robuste Art macht sie ideal für trockene, sonnige Standorte. Dazu ist sie absolut pflegeleicht.
10. Eisenkraut
Eisenkraut (Verbena bonariensis) ist der Star für alle, die luftige Blüten lieben. Ihre zarten, violetten Blüten schweben auf langen, stabilen Stielen und kommen mit Trockenheit wunderbar klar. Die Pflanze ist extrem robust und blüht unermüdlich bis zum ersten Frost. Ein echter Geheimtipp für pflegearme Gärten.
11. Wollziest
Wollziest gehört zu meinen Entdeckungen im letzten Jahr. Mit seinen silbrig-grünen flauschigen Blättern setzt die Bodendecker-Staude nicht nur moderne Akzente im Beet, die Pflanze ist auch ein echter Überlebenskünstler. Pralle Sonne? Oh ja! Wenig Regen oder Gießwasser? Gar kein Problem!
Wollziest gehört zu den Stauden, die so gut wir gar nicht gegossen werden müssen. Möglich macht das ihre besondere, haarige Blattoberfläche, die die Pflanze vor Verdunstung schützt. Wenn du einen sehr trockenen, kargen und vollsonnigen Platz im Garten zu vergeben hast, dann sollte Wollziest bei dir einziehen!
Mein Tipp zum Schluss: Achte beim Pflanzen auf den richtigen Standort, dann danken es dir diese Überlebenskünstler mit langer Blüte und minimalem Wasserbedarf. Und wer will nicht einen Garten, der einfach wie von selbst läuft? Ich jedenfalls bin Team „Wenig gießen, viel genießen“!
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Wer hat schon Zeit, stundenlang zu gießen? Wenn du dir eine Blütenpracht ohne Schlauchakrobatik wünschst, dann pflanz diese Sonnen-Stauden.