30.09.2019

Kann das gesund sein? Alles nur püriert? So funktioniert die Babybrei-Diät

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Lesen Sie, wie effektiv und vor allem gesund die Babybrei-Diät wirklich ist.

Foto: iStock/279photo

Lesen Sie, wie effektiv und vor allem gesund die Babybrei-Diät wirklich ist.

Ein Löffelchen für Mama, ein Löffelchen für Papa ... Was für die Kleinen gut ist, kann für die Erwachsenen doch nicht schlecht sein. Der neueste Trend heißt: Babybrei-Diät. Lässt die pürierte Kost aber tatsächlich die Pfunde purzeln? Wir verraten es Ihnen.

Pürierte Kost essen ja eigentlich vor allem Babys und Kleinkinder – doch nun auch abnehmwillige Erwachsene! Wie genau die Babybrei-Diät funktioniert und welche Erfolge sie verspricht – das erfahren Sie im Folgenden:

Babybrei-Diät: So funktioniert's

Die Babybrei-Diät hat ihren Ursprung in den USA. Entwickelt wurde sie von der amerikanischen Personal-Trainerin Tracy Anderson, angelehnt an die bereits bekannte Saft-Diät.

Das Versprechen dieser Diät-Form: 3,5 Kilogramm Gewichtsreduktion pro Woche!

Dabei gilt es folgendes zu beachten:

  • täglich nur 1000 kcal, die in Breiform zu sich genommen werden
  • über den Tag werden nur Wasser und ungesüßter Tee getrunken
  • am Abend ist es erlaubt (jedenfalls steht es so auf einigen Diätplänen) mageres Fleisch und gedünstetes Gemüse zu essen.
  • Gewürze, Salz und Öl gehören nicht auf den Teller. Ebenso werden Getreide und Milchprodukte vom Speiseplan gestrichen.

Durch den Verzehr von Brei sollen weniger Verdauungssäfte produziert werden. Wer Babynahrung kauft, der schaut sich am besten die Kalorienangaben auf dem Glas an. 200 Gramm pürierter Kürbis haben etwa 50 Kalorien. Die gleiche Menge Karotten, Kartoffeln und Fleisch etwa 100. Je nachdem, für welche Gläschen Sie sich entscheiden, löffeln Sie also etwa acht bis 14 Portionen pro Tag. Wenn Sie selbst pürieren, müssen Sie die Kalorien pro Portion natürlich selbst berechnen.

Babybrei-Diät Ganz schön extrem

1000 Kalorien am Tag? Klingt eher nach Hungerkur. Natürlich handelt es sich bei der Babybrei-Diät um eine Radikaldiät. Sie eignet sich lediglich, um kurzfristig ein paar Pfunde zu verlieren. Nach ein paar Tagen sollte vom Brei zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gewechselt werden – von der Brei-Diät ist bei langfristigen Abnehmvorhaben definitiv abzuraten! Warum erfahren Sie weiter unten.

Eine Waliserin hat via Radikaldiät 95 Kilo abgenommen. Warum dies so nötig war und wie es ihr heute geht...

Babybrei kaufen oder selber machen?

Während der Babybrei-Diät können alle Lebensmittel gegessen werden, die auf irgendeine Art und Weise zu einer breiigen Masse püriert, zerkleinert, zerstampft oder sonst wie verarbeitet werden können. Dazu zählen alle mögliche Sorten an Obst, Gemüse oder auch Fleisch (gemahlene Fleischzubereitungen gibt es zum Beispiel im Glas zu kaufen). Beliebt sind beispielsweise Bananen, Äpfel, Birnen, Kürbisse, Pfirsiche, Karotten, Bohnen, Erbsen oder Kartoffeln.

Ob Sie sich in die Küche stellen und die Zutaten selbst zu Brei verarbeiten oder aber eine fertige Mischung kaufen, das bleibt Ihnen selbst überlassen. Klar, es ist bequemer die Lieblingsbreisorten einfach im Supermarkt zu kaufen, dieser Komfort ist aber auch etwas teurer. Außerdem haben die gekauften Gläschen mehr Kalorien als die selbstgemachte Variante.

Selbstgemachter Brei schmeckt zudem besonders gut, denn Sie pürieren einfach die Lebensmittel, die Sie am liebsten mögen. Sie kreieren also Ihren ganz persönlichen Brei. Ganz ohne Zusatzstoffe.

Allerdings: Wer glaubt, dass es viel gesünder ist, seine Nahrung für die Babybrei-Diät selbst anzurühren, der irrt. Nahrung für Kinder gehört zu den am besten kontrollierten Nahrungsmitteln und entspricht allerhöchsten Qualitätskriterien. Zudem schmecken sie auch gar nicht mal so schlecht.

Vor- und Nachteile der Brei-Diät

Wer nur Brei zu sich nimmt, führt seinem Körper weniger Kalorien zu als sonst. Da also weniger gegessen wird, wird automatisch das Gewicht reduziert. Logisch. Das ist wohl der einzige Vorteil der Babybrei-Diät. Die Liste der möglichen Nebenwirkungen und Konsequenzen ist da deutlich länger:

  • Der Stoffwechsel wird verlangsamt. Dies bedeutet wiederum, dass die Fettreserven des Körpers nicht abgebaut werden.
  • Je weniger Kalorien dem Körper zugefügt werden – was der Hauptansatz der Brei-Diät ist –, desto schwächer und unausgeglichener wird er.
  • Zudem sollte sich vor dem berühmten Jojo-Effekt in Acht genommen werden: Wer die Babybrei-Diät konsequent durchzieht und anschließend wieder normal isst, der nimmt wieder zu.
  • Darüber hinaus gefährdet der Verzicht auf Milchprodukte den Kalziumhaushalt.
  • Brei wird außerdem nicht gekaut. Der Magen wird also nicht mit festen Inhalten gefüllt. Dies führt dazu, dass sich kein richtiges Sättigungsgefühl einstellt. Das Problem: Man hat ständig Hunger und wartet sehnsüchtig darauf, endlich die nächste Ration Babybrei essen zu dürfen. Nervig! Denn so ist man ständig auf der Suche nach etwas Essbarem.
  • Außerdem: Radikaldiäten verändern das Gehirn. Hier lesen Sie, warum das so ist.

Eine ausgewogene Ernährung sieht anders aus…

Was ist besser: Diät oder Ernährungsumstellung? Erfahren Sie alles zur Vor- und Nachteilen.

Fazit: Zwischendurch löffeln ist in Ordnung!

Mal ein Gläschen Babynahrung zu löffeln – dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Ein Gläschen Babybrei kann eine ideale gesunde Zwischenmahlzeit sein, mit der Sie gleichzeitig Ihren Obst- und Gemüseportion am Tag abdecken. Falls Sie Kleinkinder zu Hause haben, dann sind Sie ja sowieso Expertin in Sachen "pürierte Kost". Aber: Bitte ernähren Sie sich nicht nur von diesen Lebensmitteln. Erstens ist die Babybrei-Diät nicht gesund. Und zweitens haben Sie doch Zähne. Also, essen und kauen Sie lieber etwas Vernünftiges, statt sich schlecht gelaunt den Brei einzuverleiben!

Entdecken Sie auf unserer Themenseite gesunde und ausgewogene Ernährungsweisen sowie verschiedene gesundheitsbewusste Diäten für jeden Typ. Entdecken Sie weitere Ideen, wie Sie Obst zubereiten können.

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