Schlupfschal stricken für Anfänger*innen: Der Scandi-Trend, der Hals und Ohren warm hält!
Nach Sophie Scarf und Sophie Hood kommt der Schlupfschal: ein minimalistischer Stricktrend im Scandi-Style, der warm hält und auch für Anfänger*innen perfekt geeignet ist. Neugierig geworden? Dann findest du hier die Strickanleitung!
Schlupfschal stricken: Deshalb ist der Trend im Scandi-Style nicht nur schön, sondern auch praktisch
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich scheitere– im Winter oft an den Klassikern. Ein normaler Schal sitzt nie da, wo er soll, und eine Mütze brauche ich nicht immer, vor allem dann nicht, wenn ich nur kurz rausgehe oder mich drinnen aufhalte. Trotzdem ist mir ständig kalt im Nacken – und wenn ich mich mit der Temperatur verschätzt habe, fehlt mir die Mütze dann doch plötzlich. Genau deshalb hat mich der Schlupfschal sofort abgeholt.
Der Schlupfschal kombiniert beides. Er liegt eng am Hals an, schützt den Nacken vollständig vor Kälte und kann optional über den Kopf gezogen werden. Besonders praktisch: Er bleibt dort, wo er soll – und das ganz ohne Nachjustieren. Gerade bei eisigen Temperaturen, Wind oder auf dem Weg zur Arbeit macht das einen spürbaren Unterschied.
Es gibt viele Strickanleitungen für den Schlupfschal, aber die Anleitung von "Marens Atelier" ist die für mich schönste Variante.
Schlupfschal stricken: Das perfekte Accessoire für den Winter
Was ich am Schlupfschal besonders schätze: Er funktioniert vor allem dort, wo klassische Schals oft versagen, nämlich bei Mänteln mit größerem Ausschnitt. Gerade bei Wollmänteln, Oversize-Coats oder Modellen mit Revers bleibt der Halsbereich häufig offen. Genau hier schließt der Schlupfschal die Lücke, ohne den Look zu zerstören.
Wie beim Sophie Scarf kann der Schlupfschal je nach Garnfarbe ganz unterschiedlich wirken. In neutralen Tönen wie Grau, Beige oder Schwarz fügt er sich fast unauffällig in das Outfit ein und wirkt wie ein Teil des Mantels. In kräftigen Farben wird er dagegen schnell zum Statement-Piece, das selbst schlichte Winter-Looks aufwertet.
Ganz ehrlich: Er hat auch etwas von einer Balaklava, ist aber alltagstauglicher. Der Kopf kann, muss aber nicht bedeckt werden. Das macht ihn so flexibel und weniger "verkleidet" als klassische Sturmhauben, die zwar warm sind, aber im Alltag oft zu viel wirken und auch modisch nicht allen gefallen.
Auch spannend: Hier findest du eine Strick-Anleitung zum beliebten Sophie Hood!
Schlupfschal stricken: Auch für Anfänger*innen geeignet
Ich weiß, wie abschreckend manche Strickanleitungen wirken können. Hier ist das anders. Die Konstruktion ist logisch, die Techniken sind überschaubar und wiederholen sich. Viel Bündchen, viel glatt rechts, keine komplizierten Muster. Wenn du rechte und linke Maschen kannst, kommst du hier gut durch.
So strickst du den Schlupfschal Schritt für Schritt
Das brauchst du
Du benötigst 100 Gramm Wolle mit einer Lauflänge von mindestens 260 Metern, um sicher zu sein lieber 300 Meter. Der fertige Schlupfschal wird quadratisch und sollte mindestens 55 × 55 Zentimeter groß sein. Gestrickt wird mit einer Rundnadel in Stärke 4,5 sowie mit Maschenmarkierern.
Schlupfschal stricken: So funktioniert es Schritt für Schritt
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Der Anfang: Bündchen und Runden
Schlage 112 Maschen an und nimm sie auf eine Rundnadel auf. Achte darauf, dass sich nichts verdreht, und schließe die Arbeit zur Runde. Gestrickt wird zunächst ein Bündchen im Muster zwei Maschen rechts, zwei Maschen links. Dieses Bündchen strickst du komplett in Runden und baust damit den oberen Teil des Schlupfschals auf. -
Stricke das Bündchen weiter, bis dein Schal etwa 35 Zentimeter hoch ist. Bis hierhin ist es ein sehr gleichmäßiger, ruhiger Strickprozess. Perfekt, um abends nebenbei zu arbeiten.
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Jetzt entsteht der Schlupf:
Ab dieser Höhe wird die Arbeit geteilt. Du strickst nun nicht mehr in Runden, sondern in Hin- und Rückreihen. Die Hinreihen strickst du rechts, für die Rückreihen drehst du die Strickrichtung und strickst links zurück. So entsteht ganz automatisch die Öffnung, durch die der Schal später geschoben wird. -
Diesen glatten Abschnitt strickst du weiter, bis dein Schal insgesamt etwa 50 Zentimeter Höhe erreicht hat. Die entstehende Lücke ist genau richtig so, sie ist später das funktionale Herzstück des Schals.
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Das untere Bündchen – hier wird’s ein bisschen technischer:
Nun nimmst du entlang der offenen Kante neue Maschen auf, um das untere Bündchen direkt anzustricken. Mit Maschenmarkierern behältst du gut den Überblick. An den Knickstellen der offenen Naht stichst du senkrecht in die Maschen, damit die Ecken sauber werden. Danach arbeitest du dich Masche für Masche bis zur anderen Seite vor. -
Bündchen mit schönen Ecken stricken:
Jetzt beginnt das Bündchenmuster mit gezielten Zunahmen. Mit sogenannten Kfb-Zunahmen entstehen saubere Ecken, sodass das Bündchen später über Eck ineinanderläuft. Die neu aufgenommenen Maschen kannst du zunächst verschränkt stricken. Das sorgt für ein besonders ordentliches Maschenbild. -
Locker abketten:
Zum Schluss kettest du alle Maschen locker ab, am besten im Bündchenmuster. Wenn du dazu neigst, fest zu stricken, nimm ruhig eine größere Nadel. So bleibt der Schal elastisch und sitzt später angenehm.
Die Anleitung, mit der du den Schlupfschal garantiert nachstricken kannst, findest du hier:
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