Die besten Tipps

Zu viel Reibung: Das können Sie bei durchgescheuerten Jeans tun

Eine Jeans von hinten, die am Gesäß gerissen ist
© Getty Images / micheldenijs
Oh neiiin – ausgerechnet die Lieblings-Jeans ist am Gesäß gerissen. Lässt sich das überhaupt noch retten? Schon – und vorbeugen können Sie auch!

Die Lieblings-Jeans ist durchgescheuert? Das gute Stück unbrauchbar geworden, weil es Löcher am Gesäß hat? Wie Sie Ihr Kleidungsstück retten können – und was sich im Vorfeld schon tun lässt.

Löcher in Klamotten können ja durchaus gewollt und auch sexy sein: Nicht umsonst hatte sich der Cut-out-Trend in der letzten Saison durchgesetzt – und kommt auch immer wieder, gerade in Form von Rissen in Jeans. Es gibt allerdings Stellen, an denen sich Löcher so gar nicht gut machen und wo sie in der Regel unfreiwillig auftreten: in der Gesäßgegend. Was Sie dann tun und wie Sie vorbeugen können, lesen Sie hier.

Durchgescheuerte Jeans: Das können Sie gegen Reibungslöcher tun

Vor allem Fahrradfahrer*innen kennen das Problem: Der Stoff der Jeans, wenngleich an sich schon sehr robust, reißt gerne einmal am Gesäß, weil zu viel Reibung erzeugt und er nach und nach durchgescheuert wurde. Dass die Jeans im wahrsten Sinne des Wortes aber irgendwann schlicht und einfach durchgesessen ist, ist auch eine ganz normale Abnutzungserscheinung, die früher oder später oft auftritt oder vielmehr aufreißt. Das passiert schon alleine dadurch, dass die Schenkel aneinanderreiben. Wer jetzt sofort an Übergewicht denkt: Unsinn, das hat nichts damit zu tun, sondern ist auch bei schlanken Menschen der Fall.

Was dann: Ist die Hose nicht mehr tragbar? Doch, wenn Sie ein klein wenig Geschick mitbringen – wir haben ein paar Tipps für Sie, mit denen Sie Ihre Lieblings-Jeans auch weiterhin tragen können.

Reibungsstellen verstärken

Auf zwei zusammengelegten Jeans liegt Nähzeug | © iStock.com/NATALIA KHIMICH
Foto: iStock.com/NATALIA KHIMICH
Her mit Bügeleisen oder Nadel und Faden!

Um ausgedünnte Stellen und Reibungslöcher in der Lieblingsjeans zu beheben, gibt es einen einfachen Trick: Vliesbügeleinlagen, auch Vlieseline genannt. Es handelt sich um einen reißfesten, dünnen Stoff, der ganz einfach in die Hose eingearbeitet werden kann.

Dafür sollte ein Stück, das etwa ein bis zwei Zentimeter größer als das Loch ist, zurechtgeschnitten und anschließend auf die betroffene Stelle in der Innenseite der Jeans aufgebügelt werden. Durch die Hitze des Bügeleisens klebt sich der Vliesstoff an die Jeans. Das Eisen sollte auf der richtigen Stufe (Baumwolle) eingestellt sein, sodass die Vlieseline garantiert auf der Hose haften bleibt. Den über das Loch hinausragenden Vliesstoff nicht abschneiden!

Für einen noch besseren Halt kann die Einlage auch an den Außenseiten eingenäht werden. Gerade im Oberschenkelbereich fallen die Nähte nicht auf und sorgen für ein bombensicheres Ergebnis.

Spray verwenden

Manche Menschen schwören auf Kleiderschutzsprays, die eigentlich dazu verwendet werden, Flecken zu entfernen, Feuchtigkeit zu verhindern, indem sie Textilien imprägnieren: Auf die entsprechenden Stellen der Jeans aufgesprüht, sollen sie auch deren Lebensdauer verlängern. Das soll der unsichtbare Film möglich machen, der sich auf den Stoff legt und ihn wie eine weitere Schicht schützt und haltbarer macht.

Nur mit Fahrradhosen aufs Fahrrad steigen

Auch wenn Ihr Arbeits- oder Einkaufsweg per Fahrrad nicht allzu lang sein sollte: Wenn Sie häufig mit Ihrer Lieblings-Jeans in die Pedale treten, macht die das auf Dauer nicht mit. Kein Wunder: Durch den Reibungsdruck des Sattels auf Gesäß und Oberschenkel wird der Stoff deutlich schneller fadenscheinig und reißt. Am besten, Sie ziehen auf dem Fahrrad grundsätzlich fürs Fahrrad geeignete Hosen an – die erste Wahl wären Sporthosen. Alternativ sollte zumindest eine nicht eng sitzende und möglichst elastische Hose gewählt werden.

Die richtige Pflege: bitte nicht in den Trockner

Jeans, die Elasthan enthalten, sind häufig wegen eines Pflegefehlers schnell zerschlissen. Denn: Jeanshosen mit Stretch-Anteil dürfen nicht in den Trockner! Die Hitze lässt das Elastan nachgeben, es wird weniger fest und reißt so schnell. Betroffen sind vor allem Hosen, bei denen das Stoffgewebe ohnehin schon gelitten hat. Jeans sind im nassen Zustand ohnehin nicht so strapazierfähig, wie Sie vielleicht denken. Die Hosen vor dem Waschen deshalb immer auf die linke Seite drehen und die Reißverschlüsse schließen, damit sie nirgends Löcher in den Stoff reißen.

Schnelle Hilfe: Tape

Was ist zu tun, wenn die Hose mal unterwegs reißen sollte? Eine Frau teilt auf gutefrage.net ihren Tipp: "Ich habe per Zufall entdeckt, dass Kinesiologie-Tape eine gute temporäre Lösung ist (...). Es ist elastisch und der Kleber am Tape hält sehr gut am Stoff." Von innen an die gerissene Stelle geklebt, lasse sich so locker ein Abend überbrücken – seitdem hat die Userin immer eine Rolle in ihrer Handtasche dabei. Ein sehr guter Tipp – schließlich kann gut klebendes Tape auch noch bei manch anderen Pannen sehr hilfreich sein. Auch Panzerband oder Gaffa-Tape bieten sich als Alternative an.

Alleskönner im Kleiderschrank: Weiße Jeans sind jetzt im Trend
Quellen:
textilwaren24.eu, gq-magazin.de, gutefrage.net, aol.de, wochenblatt-dlv.de
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