09.11.2018

Mode-Aufklärung! Drei Gründe, warum Sie keine UGG-Boots kaufen sollten

UGG-Boots sind zwar voll im Trend, aber es gibt gleich drei gute Gründe, die kuscheligen Stiefel nicht zu kaufen.

Foto: iStock/Bajneva

UGG-Boots sind zwar voll im Trend, aber es gibt gleich drei gute Gründe, die kuscheligen Stiefel nicht zu kaufen.

UGG-Boots sind bequeme und kuschelige Stiefel, in die hierzulande während der kalten Jahreszeit gerne geschlüpft wird. Aber: Die Trend-Stiefel sind gleich aus mehreren Gründen nicht gut. Lesen Sie hier, warum Sie auf keinen Fall UGG-Boots kaufen sollten.

UGG-Boots spalten die Menschheit. Einige schwören auf die kuscheligen Boots andere würden nie mit ihnen an den Füßen vor die Tür treten. Interessanterweise werden UGGs in ihrem Herkunftsland Australien als Hausschuhe getragen, da es im Winter aufgrund der fehlenden Heizungen ziemlich fußkalt werden kann. Warum also hierzulande UGGs jeden Winter erneut zum Must-Have-Straßenschuh ernannt werden, ist eines der größten Mysterien unserer Mode-Welt.

Für viele ist der Fußheizungs-Faktor der Fellschuhe ausschlaggebend. Träger und Trägerinnen der UGG-Boots schwören darauf, dass sie mit ihren Schuhen auf ihre Gesundheit achten, kalte Füße und somit Schnupfen und Blasenentzündungen keine Chance bekommen.

Drei Gründe: Darum sollten Sie keine UGG-Boots kaufen

Und auch wenn UGG-Boots noch so trendy sind, es gibt gleich drei gute Gründe, warum Sie die Trend-Stiefel nicht kaufen und auch tragen sollten.

1. Grund: Sie schaden Ihren Füßen und Knien!

Orthopäden warnen vor den warmen Boots. Denn UGGs können aufgrund ihres Mangels an Stabilität Knie- und Knorpelschäden hervorrufen! Der britische Orthopäde Ian McDermott erklärt gegenüber der "Daily Mail", dass es den UGG-Boots an einer Abrollstütze fehlt und sie somit keinerlei Halt bieten. Das Knie wird dadurch sehr belastet.

Hinzu kommt das fehlende Fußbett. Dabei ist ein gutes Fußbett ein extrem wichtiger Faktor für die Fußgesundheit. Ein gut gepolstertes Fußbett schützt den Fuß nicht nur, sondern entlastet ihn auch und schont die Gelenke. Es unterstützt das natürliche Abrollen des Fußes und somit auch einer aufrechten und gesunden Körperhaltung. Und wer bei Fußbett lediglich an orthopädische Schuhe denkt: falsch gedacht! Ein gutes Fußbett ist bereits in jungen Jahren extrem wichtig und kann potentielle Fußprobleme sowie Fehlstellungen der Füße und Knie vorbeugen.

Trendy Schuhe mit Fußbett für den Sommer gibt es übrigens auch: Der neue Schuh-Trend Pantolette macht Schlappen modisch

Der essentielle gesunde und entlastender Komfort fehlt bei den UGGs also. Zwar bleiben die Füße warm, beim regelmäßigen Tragen können die Boots aber Fehlbildungen der Gelenke hervorrufen.

2. Grund: Sie töten Tiere!

Wer trotz der gesundheitlichen Risiken nicht auf die Kuschel-Schuhe verzichten will, sollte der Firma UGG trotzdem dem Rücken zuwenden und sich für eine vegane Alternative entscheiden. Denn UGGs sind mit Lammfell gefüttert. Dabei handelt es sich jedoch nicht um geschorene Wolle! Dies ein Trugschluss!

Den Schafen, die in Australien und Neuseeland gezüchtet werden, wird nach der Tötung die Wolle mitsamt der Haut abgezogen und so weiterverarbeitet. Es heißt auch, um originale UGGs von Fälschungen unterscheiden zu können, solle man beim Innenfutter nachsehen, ob das Fell auf ein anderes Textil gewebt wurde oder es fest am Leder – und somit der abgezogenen Haut des Schafes – sitzt. Auch, wenn die Zahl der für die UGG-Herstellung getöteten Tiere schwer zu fassen ist (laut PETA sterben in jedem Frühjahr zehn Millionen Lämmer in Australien für die Mode-Industrie), es ist ein Fakt, dass es sich bei UGGs um Schuhe aus Tierhaut handelt.

Als Schauspielerin und Aktivistin Pamela Anderson übrigens von diesem Blutbad hörte, lehnte sie UGG-Boots sofort ab, obwohl sie zum Teil zu dem großen UGG-Hype in den 1990er Jahren beitrug: "Ich fühle mich so schuldig für diese Welle, die während der Tage von Baywatch ausgelöst wurde – ich trug sie mit meinem roten Badeanzug, um warm zu bleiben – ohne zu merken, dass sie aus HAUT bestehen! Kaufen Sie keine UGGs!" Anderson gründete ihre eigene vegane Schuhkollektion "Pammies".

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3. Grund: Der Umwelt wird geschadet

Kein Scherz! In Neuseeland machen die Methanemissionen aus der enterogenen Fermention, also Emissionen aus der tierischen Verdauung, die hauptsächlich von Schafen kommen, 90 Prozent der Treibhausgasemission aus! Methan gehört neben Kohlendioxid und Lachgas zu den klimaschädlichsten Gasen, auch Treibhausgase genannt.

Massenzüchtung zu Produktionszwecken wirkt sich also aufgrund des Verdauungsprozesses von Lebewesen, negativ auf den Treibhauseffekt aus. Dies ist übrigens bei Rindern und der Rinder-Massenhaltung für unseren extrem hohen Fleisch- und Milchkonsum sowie die Lederindustrie der Fall.

Sie wollen auch keine Boots mehr aus tierischen Produkten kaufen? Dann haben wir folgenden Tipp für Sie:

Die Form der UGGs finden sich in vielen Schuhläden. Achten Sie bei Ihrem Kauf einfach darauf, dass es sich um eine vegane Produktion der Schuhe handelt – die gibt es nämlich auch. Nennenswert sind in diesem Fall auch die Snug Boots vom Label "Vegetarian Shoes" sowie "Reneeze", "Airwalk", "Fourever Funky" und viele weitere. Ihr Fußbett können Sie mit Schuheinlagen stabilisieren. Im Zweifel und sofern Sie bereits Fußprobleme haben, berät Sie da ein Orthopäde.

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