Rund um guten Sex

Stellung, Dauer, Lust: Was Männer sich im Bett wünschen

Zwei Hände, die sich fest auf einer blauen Bettdecke halten, wobei eine Person im Hintergrund undeutlich zu sehen ist, was Intimität und Nähe suggeriert.
© iStock / Napadon Srisawang
Wissen Sie, was sich Ihr*e Partner*in im Bett und in der Beziehung wünscht?

Toll, wenn Sie genau wissen, worauf Ihr Schatz beim Liebesspiel wirklich steht! Aber falls nicht: Lesen Sie hier Umfrage-Ergebnisse und Anregungen, was Männer sich im Bett wirklich wünschen.

Eine Beziehung ohne Sex: Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Und wie etliche andere Dinge, die Paare eigentlich verbinden, bleibt er manchmal auf der Strecke – auch, weil viele gar nicht (mehr) wissen, was sie oder er eigentlich mag... Hier soll es jetzt um das gehen, worauf Männer stehen.

 

Frauen fragen sich immer (mal) wieder: Ist ihm unser Sexleben zu langweilig? Mache ich irgendetwas falsch? Fehlt ihm etwas in unserem Liebesspiel? Wir haben uns näher mit den männlichen Sehnsüchten beschäftigt und suchen im Folgenden Antworten auf die Frage, was Männer sich wünschen – in Bezug auf ein erfülltes, liebevolles Sexleben.

DAS wollen Männer wirklich im Bett

Sex in der Beziehung: Was Männer sich wünschen

Zunächst einmal gilt natürlich: Jeder Mann ist ein Individuum. Sprich: Wie es Ihr eigener Mann am liebsten im Bett mag, wissen Sie letztlich selbst am besten. Denn bei Männern wie Frauen ist das, was sie im Einzelnen erregt, eine ganz persönliche Angelegenheit. Und somit höchst unterschiedlich. Dennoch stechen in Studien, die sich mit den männlichen Sehnsüchten beschäftigen, immer wieder bestimmte Praktiken und Umstände besonders hervor.

Jetzt aber zur ersten, vielleicht anders erwarteten Tatsache: Im Zuge einer Studie der Online-Partnervermittlung Elitepartner zum Thema "was guten Sex ausmacht" wurde nämlich das Klischee widerlegt, alle Männer wollen beim Sex vor allem eines: kommen! Auf Platz eins landete tatsächlich für 57,6 der befragten Männer der Punkt "viel Vertrautheit und Nähe". Der Fakt, zum Orgasmus zu kommen, schnitt bei den Männern mit 48 Prozent zwar auch nicht gerade schlecht ab, aber immerhin: Das Wichtigste war der Höhepunkt beim Sex nicht!

Oralverkehr als liebevolles Lippenbekenntnis

In einer Forsa-Umfrage gaben zwei Drittel der Männer an, dass sie sich mehr Oralsex wünschen. Auch eine Umfrage der Singlebörse "lovepoint.de" ergab, dass für 60 Prozent der männlichen Befragten Oralsex zum gutem Sex gehört (dem stimmen im Übrigen 51 Prozent der Frauen zu).

Der Oralsex kann dabei Vorspiel, das Finale oder eine befriedigende Zwischenstation während des Geschlechtsverkehrs sein. Oralsex hat für Männer einen verehrenden Charakter, da viele den Penis mit ihrer Männlichkeit verbinden. Gleichzeitig stellt ein (umgangssprachlicher) Blowjob einen Liebesbeweis an den Mann dar, da es bei diesem Lippen- und Zungenspiel nur um ihn geht.

Männern gefallen übrigens beide Formen von Oralsex: Cunnilingus (die Stimulation der Vulva mit der Zunge) und Fellatio (die Stimulation des Penis durch Lippen, Zunge und Rachen). Davon abgesehen tun es die Männer aber durchaus auch gern mal andersherum. Auch hier sollte Gleichberechtigung herrschen.

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Foto: Getty Images / Jacobs Stock Photography Ltd

Es muss auch noch eine weitere sexuelle Spielart ergänzt werden, die bei Männern oft gefragt ist, die uns Frauen aber nicht immer geheuer erscheint: der Analverkehr (Anilingus). Laut Umfragen gehört Analverkehr zu den häufigsten Sex-Praktiken, die sich Männer wünschen, fast jeder dritte Mann träumt davon. Ob Sie Ihrem Partner diesen Wunsch erfüllen, müssen Sie ganz allein entscheiden. Auch hier sind die Empfindungen sehr unterschiedlich. Für die eine ist Analverkehr ebenso luststeigernd wie für ihn – für die andere einfach nur unangenehm. Drängen lassen sollten Sie sich allerdings zu gar nichts.

Es darf gern hinausgezögert werden

Die "lovepoint.de"-Umfrage zeigte zudem auf, dass für 67 Prozent der Männer der Sex zeitintensiv sein kann. Nur 37 Prozent würden einen Quickie als guten Sex sehen. Klar, dass während des Sex dann auch mal der Höhepunkt bewusst hinausgezögert wird, aber dadurch kann der Partner auf verschiedene Weisen befriedigt und auch ein wenig geneckt werden. Dadurch wird die Lust auf den Partner definitiv gesteigert.

Das bestätigt auch die Elitepartner-Umfrage, bei der herauskam: Auf kurzen und intensiven Sex stehen 22,4 Prozent der befragten Männer, ein langes Vorspiel hingegen präferieren 30,9 Prozent von ihnen – und ganz allgemein wollen 37,1 Prozent lieber langen und ausdauernden Sex.

Die bereits rezipierten Ergebnisse der "Simplified Sex"-Studie der Expertinnen-Initiative "female affairs" aus dem Jahre 2008 zeigten auf, dass zwei Drittel Männer Angst davor haben, zu früh zu kommen – ein Faktor, der auf die erlebte partnerschaftliche Sexualität hinweist.

Die Lust der Frau bringt Lust für den Mann

68 Prozent der befragten Männer eben jener Singlebörsen-Umfrage gab an, dass die Zufriedenheit der Frau wichtig für guten Sex ist. Der Paartherapeut Roland Kopp-Wichmann erklärte gegenüber "T-Online", dass  Männer mit Sex Status verbinden, "(sie) machen eine Leistung daraus und wollen natürlich in der Hierarchie ganz oben stehen". Auch die Studie von "female affairs" ergab, dass sich 72 Prozent der Männer für die sexuelle Befriedigung der Partnerin verantwortlich fühlen und die Lust der Partnerin bei etwa zwei Drittel zentral für die eigene Befriedigung ist.

Männer mögen es, wenn sie die Lust ihrer Partnerin auch merken und hören können – ob durch den Gesichtsausdruck, die Körpersprache, Stöhnen oder Festhalten –, weil es ihnen wichtig ist, dass es auch ihr Spaß macht und Befriedigung bringt. Darum halten Sie sich nicht zwanghaft zurück, wenn Ihnen nicht danach zumute ist. Denn: Nur wenn Sie sich auch wirklich wohlfühlen, kann sich Ihr Partner auch selbst entspannen. Aber bleiben Sie Sie selbst: Gespielte Lust findet nämlich kaum jemand attraktiv.

Analog dazu passt auch das "Simplified Sex"-Studienergebnis, dass bei 38 Prozent der Männer durch sexuelle Unlust der Partnerin die eigene sexuelle Zufriedenheit abnimmt. Das bedeutet natürlich nicht, dass sich Frauen dazu zwingen sollen, Sex zu haben, denn die weibliche Lust ist weitaus komplizierter. Trotzdem kann gesagt werden, dass die Lust unterstreichenden Reaktionen etwas sind, was sich Männer wünschen.

Dessous machen Lust

Die meisten Männer schätzen es übrigens auch, sich von aufregenden Dessous betören zu lassen. Manchmal geht das sogar so weit, dass ein gut verpackter Busen beim Sex mehr erregt als die pure Blöße. Kurz gesagt: Behalten Sie den neuen BH doch einfach mal an. Männer törnt es an, wenn nicht alles ausgepackt ist. Mehr ist manchmal durchaus mehr.

Wer Spaß daran hat, kann’s auch gern mal wieder mit besonders erotischen Dessous probieren, die sich von Ihrer "normalen" Alltagsunterwäsche unterscheiden und ihm zeigen, dass Sie sich FÜR IHN extra hergerichtet haben. Das zeigt ihm, dass Sie sich auf ihn und seine Lust vorbereitet haben und ihm gefallen wollen.

Schweigen ist Gold

Was Männer dagegen gar nicht so gern mögen, ist das Gespräch im Bett. Laut einer Umfrage des Männermagazins "GQ" nervt es ganze 40 Prozent der Herren, wenn die Liebste beim Sex zu viel redet oder gar kichert. Das verunsichert die Herren der Schöpfung eher und sie denken, dass sie nicht wirklich bei der Sache ist. Lesen Sie mehr über Lustkiller, die Männer im Bett gar nicht mögen.

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