Forsythien im Garten? Diese Sträucher sind die beste Alternative (insektenfreundlich und farbenfroh)
Leuchtend gelb und überall im Garten. Doch Forsythien lassen Bienen, Hummeln und andere Bestäuber ohne lebenswichtige Nahrung zurück. Warum der beliebte Strauch für Insekten kaum Nutzen hat und welche Alternative deutlich besser ist, erfährst du hier.
Forsythie im Garten? Darum freuen sich Bienen darüber kein bisschen
Traurig, aber wahr. Die meistgehasste Pflanze im Frühjahr ist die Forsythie. Aber warum eigentlich? Schließlich steht der Strauch mit den leuchtend gelben Blüten bei vielen Hobbygärtnern im Garten. Auch für mich war die Forsythie ein klassischer Frühlingsbote. Sobald ich ihre wunderschönen Blüten sehe, ist der Winter für mich vorbei und alle Zeichen stehen auf Frühling.
Aber nicht nur bei den Menschen, sondern auch bei den Pflanzen gilt: Schönheit ist nicht alles. Die meisten Forsythien-Sorten sehen zwar wunderschön aus, versorgen Insekten aber nicht mit Nahrung. Die traumhaft gelben Blüten sind in der Regel steril und produzieren weder Nektar noch Pollen. Für Bienen, Hummeln und andere Bestäuber ist die Forsythie also nichts weiter als ein kurzer Flirt. Denn sie finden bei diesem Strauch keine lebenswichtige Nahrung. Genau das ist aber nach einem langen Winter wichtig. Nach der Winterruhe sind viele Insekten dringend auf erste Blüten angewiesen, um Energie zu sammeln. Und genau das sorgt dafür, dass Insekten kein Herzklopfen kriegen, wenn sie die Sträucher in Gärten sehen. Vielen Hobbygärtnern geht es deshalb inzwischen genauso.
Gut, dass es jede Menge farbenfrohe Forsythien-Alternativen gibt, die genauso früh blühen und genauso schön aussehen. Der einzige Unterschied: Sie unterstützen Bienen und andere Insekten bei der Nahrungsaufnahme. Welche Pflanzen du unbedingt in deinen Garten pflanzen solltest, erkläre ich dir gern.
Bienenfreundlich und wunderschön: Diese Forsythien-Alternative musst du kennen
Du liebst die gelben Blüten der Forsythie? Dann ist die heimische Kornelkirsche (Cornus mas) genau das Richtige für dich und deinen Garten. Beide Sträucher erkennt man im Frühling an der leuchtend gelben Farbe. Im Gegensatz zur Forsythie hat aber nicht nur dein Auge etwas von der Pflanze, sondern auch die Wildbienen, Hummeln und andere Bestäuber. Die Kornelkirsche (Cornus mas) blüht von Februar bis April und somit einen Tick früher als die Forsythie und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten.
Die Kornelkirsche: Gelbe Blüten im Frühling – und im Herbst sogar leckere Früchte
Auch im Herbst bleibt die Kornelkirsche (Cornus mas) ein echter Hingucker, da sie buntes Laub und knallrote, ovale Früchte bildet. Diese Früchte können nicht nur Hobbygärtner zu Marmelade, Kompott oder Gelee verarbeiten, sondern auch viele Vogelarten freuen sich über diesen vitaminreichen Snack.
Das sind aber nicht die einzigen Vorteile. Die Kornelkirsche (Cornus mas) liebt die Sonne und kommt auch mit etwas Trockenheit gut zurecht. Du kannst sie aber auch in den Halbschatten pflanzen. Obwohl der Strauch langsamer wächst, kann er im Laufe der Zeit eine Höhe von fünf bis sieben Metern erreichen.
Vergiss gewöhnliche Forsythien: Diese Sorte ist ein Paradies für Bienen
Eine weitere wunderbare Alternative für deinen Garten ist die Forsythie "Beatrix Farrand". Sie ist im Frühling quasi der gelbe Superstar im Garten. Ab April zeigen sich die knallgelben Blüten, die für echte Farbakzente in deinem Außenbereich sorgen. Und jetzt kommt der Clou: Während viele andere Forsythien-Sorten nur wunderschön aussehen, aber nicht als Nahrungsquelle für Insekten dienen, hat diese besondere Sorte tatsächlich Pollen. Das bedeutet für Bienen, Hummeln und andere Bestäuber: Hier darf nicht nur geguckt, sondern auch genascht werden.
Mit ihrem kräftigen, aufrechten Wuchs und den späteren leicht bogenförmig überhängenden Zweigen macht sie sowohl alleine im Garten als auch in einer Blütenhecke eine ziemlich gute Figur.
Die Forsythie "Beatrix Farrand" kann bis zu drei bis vier Meter hoch und etwa zwei bis drei Meter breit werden. Dir ist das zu groß? Dann greif einfach zur Heckenschere. Die Forsythie "Beatrix Farrand" lässt sich problemlos zurückschneiden und wächst dann schön kompakt in deinem Garten.
Wer sie einpflanzen möchte, sollte auf einen sonnigen, nährstoffreichen Boden achten. Denn Staunässe oder knochentrockene Plätze sind ein absolutes No-Go für diese wunderschöne Pflanze.
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