Auf der Roten Liste

Das ist die Blume des Jahres 2026 (selten geworden)

Zarte violette Blüten mit feinen Details blühen inmitten von grünen Gräsern, im Sonnenlicht leuchtet der Hintergrund weich und lebendig.
© Shutterstock/Kylbabka
Die Blume des Jahres 2026

Wenn du dieses Jahr deinen Balkon oder deinen Garten neu bepflanzt, dann entscheide dich am besten für heimische Pflanzen. Denn durch die Kür der Blume des Jahres 2026 wird auf eine von vielen gefährdeten Pflanzen aufmerksam gemacht, die sich mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Pflanzenarten befindet.

Achtung: Diese Stauden sind schön, aber giftig

Die Blume des Jahres 2026

Die Loki Schmidt Stiftung hat den Feldrittersporn (Consolida regalis) zur Blume des Jahres 2026 gekürt. Es handelt sich dabei um eine wilde Form des Rittersporns (Delphinium). Über 300 Unterarten zählen zu dieser farbenprächtigen Staude. Der Feldrittersporn steht tatsächlich auf der Roten Liste der bedrohten Pflanzenarten. Mit der Kür zur Blume des Jahres macht die Stiftung auf die Gefährdung der Pflanze aufmerksam. In Hamburg ist der Feldrittersporn bereits ausgestorben.

Der Feldrittersporn mit charakteristischen blau-violetten Blüten

Der Feldrittersporn zählt zur Familie der Hahnenfußgewächse und zeichnet sich besonders durch seine auffälligen blau-violetten Blüten aus. Diesen lockeren Blütenstand bildet die Blume des Jahres 2026 im oberen Bereich. Hinzukommt ein langer, schmaler Sporn. Die Pflanze blüht von Mai bis September und wächst bevorzugt auf sonnigen, kalkhaltigen Böden. Deshalb findet man den Feldrittersporn an Wegrändern oder beispielsweise auf Getreideäckern. Diese Blume ist einjährig und in allen Pflanzenteilen giftig.

Darum ist der Feldrittersporn gefährdet

Grund für die Gefährdung des Feldrittersporns und anderer Ackerwildkräuter ist die Intensivierung der Landwirtschaft, der Einsatz von Herbiziden und Düngemitteln. Das hat dazu geführt, dass sich viele der zurückgedrängten Pflanzen und Tiere nun auf der Roten Liste befinden.

Um etwas gegen die Verdrängung zu unternehmen, könne auch im eigenen Garten zur Förderung der Artenvielfalt beigetragen werden, indem mehr heimische Pflanzen integriert werden. Die Stiftung macht es vor: Sie hat in zwölf Bundesländern eigene Flächen und Rückzugsorte geschaffen, damit gefährdete Arten überleben können.

Damit dir das gelingt, kannst du dich auf BILD der FRAU über heimische Stauden und naturnahe Gärten informieren. Weitere gekürte Pflanzen und Tipps für deine diesjährige Gartengestaltung findest du hier:

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