Wenig Platz, riesige Ernte: So einfach baust du einen DIY-Kartoffelturm für Garten oder Balkon
Kaum Platz, aber Lust auf viele Kartoffeln? Ein DIY-Kartoffelturm holt das Maximum aus Garten, Terrasse oder Balkon heraus. Mit diesen Tipps gelingt die Ernte besonders gut.
Doppelte Ernte auf kleinem Raum: So baust du deinen Kartoffelturm
Du möchtest Kartoffeln anbauen, hast aber nicht viel Platz? Dann ist ein Kartoffelturm die perfekte Lösung für dich. So kannst du dich auch auf kleinem Raum über eine reiche Kartoffelernte freuen. Ob im Garten, auf der Terrasse oder sogar auf dem Balkon: Mit einem DIY-Kartoffelturm lässt sich die Anbaufläche in die Höhe erweitern und so optimal nutzen.
Damit dein Kartoffelturm auch wirklich viele Knollen hervorbringt, spielt der richtige Standort eine entscheidende Rolle: Ein sonniger bis halbschattiger Platz mit lockerem, nährstoffreichem Substrat bietet ideale Bedingungen. Wichtig ist außerdem eine gute Drainage, damit sich keine Staunässe bildet.
Du fragst dich, wann der perfekte Zeitpunkt ist, um deinen DIY-Kartoffelturm aufzustellen und zu bepflanzen? Für dein neues Gartenprojekt solltest du den März- oder den Maimonat nutzen. So haben die Pflanzen genügend Zeit, sich zu entwickeln und bis zum Sommer bzw. Frühherbst eine ertragreiche Ernte zu liefern.
Das brauchst du dazu:
- Estrichmatte (ca. 2,00 × 0,60 Meter)
- Stroh
- Mutterboden
- reifer Kompost
- Pflanzenkohle
- torffreie Blumenerde
- Urgesteinsmehl
- Pflanzkartoffeln
- Kabelbinder oder Draht
DIY-Kartoffelturm: Dieser Garten-Trick bringt Mega-Erträge
So einfach geht's:
Schritt 1: Zuerst biegst du dir deine Estrichmatte zu einem Kreis zurecht und stellst sie in deinem Garten auf. Mit Kabelbindern oder Draht kannst du die Enden fixieren.
Schritt 2: Mische für deinen Kartoffelturm Muttererde mit torffreier Blumenerde und reifem Kompost. Ergänze die Mischung mit etwas Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle. So entsteht ein lockeres, nährstoffreiches Substrat, das Wasser gut speichern kann und die Kartoffeln gleichmäßig versorgt. Die Pflanzenkohle verbessert zusätzlich die Bodenstruktur und kann Nährstoffe binden, während Urgesteinsmehl wichtige Mineralstoffe liefert. Trage dabei unbedingt Handschuhe.
Schritt 3: Nun kannst du deinen Kartoffelturm mit Stroh auskleiden. Lege das Stroh dazu an den Rand der Estrichmatte. Das Stroh verhindert, dass die Erde später aus dem Kartoffelturm fällt.
Schritt 4: Nutze eine Gartenschaufel, um deine gemischte Erde etwa 20 Zentimeter hoch in den Kartoffelturm einzufüllen.
Schritt 5: Danach kannst du die erste Kartoffelschicht auf die nährstoffreiche Erde legen. Achte darauf, die Kartoffeln in der Nähe des Rands zu platzieren. Zudem sollten die Knollen einen Abstand von etwa 20 Zentimetern zueinander haben. Sobald die Kartoffeln austreiben, schieben sie ihre Triebe durch das Stroh, da es dort am hellsten ist. Für eine Lage benötigst du ungefähr 5 Kartoffeln.
Schritt 6: Streue noch etwas Urgesteinsmehl auf die Kartoffelknollen, um sie auch vor Pilzen zu schützen.
Schritt 7: Jetzt schaufelst du die nächste Erdschicht auf deine Kartoffelknollen. Sie sollte ungefähr eine Höhe von 20 bis 25 Zentimetern haben.
Schritt 8: Nun kommt die zweite Kartoffellage. Lege wieder fünf Kartoffeln mit einem Abstand von 20 Zentimetern in die Nähe des Randes. Über die Knollen kommt erst etwas Urgesteinsmehl und danach wieder eine Erdschicht von 20 bis 25 Zentimetern.
Schritt 9: Wer mag, legt jetzt noch eine Kartoffelknolle in die Mitte des Kartoffelturms oder setzt alternativ Kohlrabipflanzen ein. Auch hier wird alles mit einer Erdschicht bedeckt, bis der Kartoffelturm vollständig gefüllt ist.
Schritt 10: Gieße deinen Kartoffelturm anschließend mit Wasser.
Schon ist dein DIY-Kartoffelturm fertig. Für eine reiche Kartoffelernte musst du nun darauf achten, dass dein Kartoffelturm schön befeuchtet bleibt. Für dicke Kartoffeln musst du dein Gartenprojekt also regelmäßig gießen.
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