14.03.2019

Rot oder weiß? Tigerbalsam: Bei diesen 8 Beschwerden kann er helfen

Minzöl und Menthol im weißen Tigerbalsam können Spannungskopfschmerzen ganz schnell vertreiben.

Foto: iStock/YakobchukOlena

Minzöl und Menthol im weißen Tigerbalsam können Spannungskopfschmerzen ganz schnell vertreiben.

Tigerbalsam gibt es in Rot und Weiß. Je nach Farbe lindert das chinesische Allheilmittel Verspannungen, Kopfschmerzen und Erkältung. Das sollten Sie wissen!

Keine Sorge, vom Tiger steckt, trotz seines Namens, nichts im Tigerbalsam! Erfunden wurde er im ausgehenden 19. Jahrhundert von einem chinesischen Drogisten, der das Arzneimittel nach einem seiner Söhne benannte. Tigerbalsam ist demnach Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM.

Tigerbalsam gilt für viele als Wundermittel. Ein Grund mehr, Sie über die verschiedenen Vorteile der Creme aufzuklären.

Richtige Anwendung: Weißer Tigerbalsam für die Atemwege, roter gegen Rückenschmerzen

Die Rezeptur der roten oder weißen Vaseline-Creme blieb seit Jahrzehnten nahezu unverändert. Hinein kommen unter anderem Kampfer und Menthol, dazu ätherische Öle wie Cajeput-, Nelken- und Minzöl.

Im roten Tigerbalsam steckt darüber hinaus chinesisches Zimtöl, das für seine wärmende Wirkung etwa bei Muskelverspannungen bekannt ist.

Je nach Farbe findet Tiger Balm, so der englische Name für das Produkt, bei verschiedensten Beschwerden Anwendung. Die weiße, kühlende Creme kann bei folgenden Problemen helfen:

Roter Tigerbalsam fördert durch seine wärmende Komponente die Durchblutung, was bei diesen Beschwerden von Vorteil ist:

  • Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen durch Verspannungen
  • Bauchschmerzen wie Magenkrämpfe oder Regelbeschwerden
  • Gelenkschmerzen, die Wärme verlangen

Wirkung von Tigerbalsam

Seine Wirkung entfaltet Tigerbalsam am besten direkt an dem Ort, wo Sie die Schmerzen oder Beschwerden verspüren – ob als Einreibung auf der Brust gegen Erkältung oder auf dem Bauch gegen Menstruationsschmerzen. Bei Kopfschmerzen und Verspannungen hat es sich bewährt, die Schläfen, Schultern und den Nacken mit kreisenden Bewegungen sanft zu massieren.

Gerade bei Kopf- und Gelenkschmerzen gilt: Erlaubt ist, was gut tut! Ob Sie zu rotem oder weißem Tigerbalsam greifen, bleibt letztlich Ihnen überlassen. Beides kann die Probleme lösen.

Wichtig aber: Tigerbalsam wird nur äußerlich angewendet, niemals aber eingenommen. Kaufen können Sie das traditionelle chinesische Heilmittel in Drogerien, Apotheken oder im Online-Versandhandel. Hier erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten, die TCM Ihnen bietet!

Nebenwirkungen: Ist Tigerbalsam in der Schwangerschaft erlaubt?

Da es sich bei Tigerbalsam um ein Naturheilmittel handelt, kommt es nur selten zu Nebenwirkungen. Die ätherischen Öle reizen allerdings die Schleimhäute, weshalb Sie einen gewissen Abstand zu Nase und Augen wahren sollten. Das Gefühl von Wärme oder Kälte beim Einreiben ist ganz normal und für die Wirkung des Balsams nötig.

Eine Gegenanzeige gibt es jedoch: Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Tigerbalsam lieber nicht verwendet werden, weil bestimmte Inhaltsstoffe die Wehen fördern sowie Atemwegskrämpfe begünstigen könnten. Auch Babys und Kleinkinder sollten Sie nicht mit der Salbe behandeln, gerade bei unter Zweijährigen besteht sonst die Gefahr eines Kehlkopfkrampfes.

Darüberhinaus tut Tigerbalm zwar gut, wenn Sie eine Erkältung haben, allerdings sollte Sie dringend davon absehen, wenn Sie unter Bronchialasthma oder anderen Atemwegserkrankungen leiden.

Bei welchen Erkältungsanzeichen Sie lieber einen Arzt aufsuchen sollten, können Sie hier nachlesen. Mehr Artikel zum grippalen Infekt finden Sie auf unserer Themenseite rund um Erkältung.

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