Aktualisiert: 24.09.2020 - 20:52

Textilienfresser natürlich bekämpfen Teppichkäfer: Wer diese Spuren zu Hause findet, sollte schnell handeln!

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Ungebetener Gast: So spüren Sie den Teppichkäfer auf – und das sind die besten Hausmittel gegen den gefräßigen Mitbewohner.

Foto: Shutterstock (M)

Ungebetener Gast: So spüren Sie den Teppichkäfer auf – und das sind die besten Hausmittel gegen den gefräßigen Mitbewohner.

Sie werden zur Plage, weil sie sich gut verstecken und schnell vermehren. Daran erkennen Sie den Teppichkäfer-Befall , das können sie dagegen tun und so beugen Sie vor!

Sie sehen vermeintlich harmlos aus, können aber großen Schaden anrichten. Teppichkäfer in der Wohnung werden schnell zur Plage. Das richten sie an, so erkennen Sie einen Befall und das können Sie dagegen tun!

Teppichkäfer: Große Schäden durch dieses Tier

Sie werden schnell zur Plage in den eigenen vier Wänden. Der Grund: Die zahlreichen Larven des Teppichkäfers zerfressen Wolltextilien, Decken, Teppiche und andere Materialien. Leider lässt sich der Befall nicht gänzlich verhindern – man kann aber einiges tun, um vorzubeugen und sich der Plagegeister auch wieder zu entledigen.

So werden Sie den Teppichkäfer los, ganz ohne die Chemiekeule!

So erkennen Sie den Teppichkäfer, so sehen die Larven aus

Diese einheimische Käferart lebt gern in Spatzennestern, hat einen ovalen Körper und ist 3 bis 4 mm lang. Der Teppichkäfer ist schwarz oder dunkelgrau, gemustert und mit einem breiten Streifen mittig auf dem Rücken ausgestattet.

Erwachsene Käfer suchen zur Eiablage Wohnungen und Häuser auf. Im Mai und Juni legt jedes Weibchen ca. 30 Eier, aus denen nach ca. 14 Tagen die gefräßigen Larven schlüpfen. Die Larve trägt braune Streifen am Körper und ist mit einem charakteristischen haarähnlichen Auswuchs an einem ihrer Enden ausgestattet.

Typische Anzeichen: Die Käfer bewegen sich sehr langsam und drehen sich bei Berührung auf den Rücken.

Teppichkäfer: So erkennen Sie einen Befall

Fraßspuren in Wohntextilien wie Teppich und Gardinen zum Beispiel weisen auf einen Befall mit dem Teppichkäfer hin. Viele denken, die Löcher kämen von Motten – wenn die für Motten typischen Gespinste aber nicht zu finden sind, ist davon auszugehen, dass der Teppichkäfer sein gefräßiges Unwesen getrieben hat.

Wie der Name schon sagt, sind die Spuren vor allem in Teppichen zu finden: Besonders lieben Teppichkäfer Bodenbeläge, die im Dunkeln liegen. Sie fressen aber auch alles andere an, zum Beispiel gepolsterte Möbel, aber auch Taschen und weitere Dinge aus Leder und Fell.

Nicht nur an den Löchern erkennen Sie einen Teppichkäfer-Befall. Auch Kotkügelchen und Hautreste von der Verpuppung sind zu finden. Faustregel: Je mehr Kot zu finden, umso näher sind Sie am Käferbefall.

Teppichkäfer verstecken sich gern in Ecken, die beim Staubsaugen oft ausgelassen werden, aber auch unter Polstermöbeln sowie zwischen den Polstern, in Kleiderschränken, Bettkästen und Wäschetruhen. Auch in Schuhen mit Pelzbesatz sowie Handtaschen wurden sie schon gefunden sowie in Vogelkäfigen.

Sind Teppichkäfer gefährlich für die Gesundheit?

Vor allem die Larven des Teppichkäfers können für den Menschen gefährlich werden. Zum einen zerstören Sie Materialien, zum anderen sind die feinen Pfeilhaare für sensible Menschen stark reizend und können bei Allergikern starke Atemprobleme auslösen.

Teppichkäfer: So beseitigen Sie den Befall

Die Beseitigung von Schmutz, Essensvorräten und Tiernahrung gehört zu den ersten Schritten im Kampf gegen den Teppichkäfer. So gehen Sie systematisch vor.

  • Saugen Sie ALLE Teppiche und Polstermöbel gründlich ab – das betrifft nicht nur die Stellen, an denen Sie Spuren oder Tiere gefunden haben.
  • Saugen Sie täglich gründlich, und das mindestens sieben Tage lang.
  • Wischen Sie alle Böden.
  • Entsorgen Sie befallene Kleidung und zerstörte Wohntextilien.
  • Die anderen Kleidungsstücke können Sie heiß waschen (ab 60 Grad) oder für 24 Stunden in den Tiefkühler legen.
  • Da man die Teppiche selbst kaum waschen kann, ist die Nutzung eines Dampfreinigers eine gute Option.

Hausmittel zur Bekämpfung des Teppichkäfers

Setzen Sie auch beim Teppichkäfer lieber auf natürliche Hausmittel, denn wer möchte aus seinen vier Wänden schon ein Chemielabor machen und giftige Dämpfe selbst einatmen müssen oder seinen geliebten Vierbeiner krank machen. So geht es ganz natürlich!

Die ekligen Krabbler mögen keine starken Aromen: So meiden sie u.a. Neemöl, Lavendel, Zedernholz und Teebaumöl. Aber Vorsicht! Teebaumöl ist hochgiftig für Katzen!

Tipp: Hängen Sie doch einfach ein paar dekorative Zweige Lavendel im Raum auf. Dann schlagen Sie gleich zwei "Insekten" mit einer Klappe, denn diese bekannte Pflanze hilft gegen Spinnen in der Wohnung.

Wenn der Befall zu stark ist, empfehlen Experten auch fossiles Plankton. Als Puder direkt auf den Teppich gestreut, wirken sie gegen den Teppichkäfer und seine Larven. Anschließend kann das Präparat einfach weggesaugt werden.

Wie gut wirken Fallen gegen Teppichkäfer?

Eine weitere Möglichkeit zur Bekämpfung der Teppichkäfer sind Fallen, hier gibt es einfache Klebefallen oder Pheromonfallen. Klebefallen dienen eher dazu, die Stärke des Befalls einzuschätzen, da natürlich nicht jedes Tierchen darauf krabbelt. Pheromonfallen locken die Insekten durch Sexuallockstoffe an, hindern die Tiere also an deren Vermehrung.

Finger weg von Insektiziden

Sprays oder Vernebler gehören nur in die Hände von professionellen Schädlingsbekämpfern und sollten ausschließlich das letzte Mittel im Kampf gegen Insekten sein. Sie gefährden sonst die Gesundheit Ihrer Familie.

So beugen Sie einem Teppichkäfer-Befall vor

Damit das ganze Spiel nicht wieder von vorne losgeht bzw. sich erst gar keine Teppichkäfer einnisten können, sollten Sie darauf achten:

  • Saugen Sie regelmäßig und gründlich alle Polstermöbel und Teppiche.
  • Wischen Sie regelmäßig alle Böden regelmäßig.
  • Haustiere: Säubern Sie Käfige, Liegestätten und Futterbereich regelmäßig.
  • Selten genutzte Kleidung sollte frisch gewaschen und luftdicht verschlossen aufbewahrt werden.
  • Sorgen Sie für Licht in Zimmern und Schränken. Der Grund: Teppichkäfer mögen keine Helligkeit.
  • Verteilen Sie prophylaktisch Zedernholz und Lavendel.
  • Setzen Sie Fliegengitter vor Fenster und Türen, um die Plagegeister gar nicht erst einzulassen.
  • Wer dunkle Aufbewahrungsbehältnisse hat, sollte diese regelmäßig öffnen und reinigen.
  • Lebensmittel und Tierfutter müssen stets geschlossen aufbewahrt werden.

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