26.05.2020 - 20:47

Kratzer-Alarm! Diese Flächen sollten Sie niemals mit einem Mikrofasertuch reinigen

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Achtung: Zerkratz-Alarm bei Mikrofasertüchern!

Achtung: Zerkratz-Alarm bei Mikrofasertüchern!

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Vor allem weiche und empfindliche Kunststoffoberflächen sowie geöltes Holz sollten nie mit der modernen Kunstfaser gereinigt werden. Das sind die Gründe!

Sie sind superpraktisch und nehmen Schmutz sehr gut auf. Allerdings gibt es bei der Reinigung einiges zu beachten, denn einige Oberflächen sollten Sie niemals mit einem Mikrofasertuch reinigen – sie könnten stumpf werden und zerkraten.

Kratzer-Gefahr: Diese Flächen nicht mit Mikrofasertuch reinigen

Mikrofasertücher bestehen aus Polyester oder Polyamid, das zu Multifilament-Garn verarbeitet wird. Das ist nur halb so dick wie das Garn aus Baumwolle – ca. fünf Mikrometer, dashalb auch der Name. Die Lappen entfernen Schmutz streifenfrei, auch ohne Reinigungsmittel, sowohl trocken als auch in Wasser getaucht (nebelfeucht). Außerdem wird der Schmutz im Mikrofasertuch festgehalten und nicht weiter auf der Oberfläche verteilt. Ein weiterer Vorteil der Mikrofasertücher: Sie sind robuster als Baumwoll- oder Vliesstoffe, außerdem formbeständig, fussel- und flusenfrei.

Das Geheimnis: Warum reinigen Mikrofasertücher so gut?

Diese Tücher sind engmaschig gewebt und das Garn ist sehr dünn, so gibt es viele Berührungspunkte zwischen der zu reinigenden Oberfläche und dem Tuch, außerdem bleiben in den zahlreichen Zwischenräumen kleinste Schmutzpartikel hängen.

Darum kann ein Mikrofasertuch Schaden anrichten

Sie haben nur das Mikrofasertuch und etwas Wasser verwendet? Dennoch können bei bestimmten Materialien durch die Verwendung der Lappen irreparable Schäden auftreten. Denn Mikrofasertücher wirken auf einigen Oberflächen abrasiv, d.h. schleifend – vor allem auf Materialien mit einem geringen Härtegrad,.

Weiche und empfindliche Kunststoffoberflächen, Brillen mit Kunststoffgläsern, mit Klarlack versehene Oberflächen und Hochglanzfronten, aber auch Spiegel sowie Oberflächen aus Edelmetall wie Silber oder Kupfer sollten nicht mit einem Mikrofasertuch gereinigt werden. Das gilt auch für geölte Holzoberflächen, da die Tücher das Öl und somit die Schutzschicht entfernen.

Die Mikro-Schleifpartikel des Lappenmaterials führen zu irreparablen Kratzern, und das macht die Oberflächen stumpf. Auch Schmutzpartikel im Mikrofasertuch erhöhen den Abriebeffekt.

Das dürfen Sie mit Mikrofasertüchern putzen

Mikrofasertücher sind dennoch dankbare Putzutensilien. Sie nehmen sowohl wasserlöslichen als auch fetthaltigen Schmutz gut auf und halten ihn sogar fest. In der Regel wird deshalb auch kein zusätzliches Reinigungsmittel benötigt. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Mikrofasertücher sind ideal zum Staubwischen und zum Säubern von unempfindlichen Böden und Keramikoberflächen. Auch beim Fensterputzen leisten sie gute Dienste. Ihre hohe Aufnahmefähigkeit macht sie auch zu einem günstigen Ersatz für Küchenpapier, da die Getränke- und Essensflecken vom trockenen Material aufgenommen und festgehalten werden. Das spart wieder und kommt dem Geldbeutel genauso wie der Umwelt zugute.

So verwenden Sie die Mikrofasertücher

Ein Mikrofasertuch sollte nur nebelfeucht verwendet werden. Der Grund: Ist es nass, kann weniger Schmutz aufgenommen wird, da sich in den Zwischenräumen bereits das Wasser angesammelt hat.

Wussten Sie, dass man Mikrofasertücher auch zur Gesichtsreinigung einsetzen kann? Denn wie auf anderen Oberflächen auch, befinden sich im Gesicht Schmutz, Schminkreste, Hautschuppen und Talgreste, und diese können durch das tolle Material optimal aufgenommen werden – das alles sogar pH-neutral. Anwendung: Fahren Sie mir einem nebelfeuchten Tuch in kreisenden Bewegungen sanft über die Haut, einen extra Make-up-Entferner benötigen Sie nicht.

  • Tipp: Da Mikrofasertücher natürlich auch Fett mit aufnehmen, sollten Sie bei normaler Haut auf eine ausreichende Pflege nach der Reinigung achten. Für empfindliche Haut ist eine Gesichtsreinigung mit den Mikrofaserlappen nicht geeignet.

So werden die Tücher gewaschen

Mikrofasertücher können in der Waschmaschine gereinigt werden, und zwar bei 40 Grad. Stark verschmutzte Lappen dürfen ausnahmsweise auch bei 60 Grad in die Trommel. Kochwäsche dagegen ist keine gute Idee, da sie aus Kunststoff bestehen und ihre Struktur beschädigt werden könnte. Verwenden Sie nur wenig Waschmittel, wenn überhaupt. Zum Teil ist es ausreichend die Mikrofasertücher mit etwas Gallseife von Hand auszuwaschen. Finger weg vom Weichspüler, denn der verklebt das Garn und die Zwischenräume, in denen der Schmutz hängen bleiben soll. Das zerstört die Reinigungswirkung der Tücher. Mikrofasertücher gehören auch nicht in den Wäschetrockner.

Wie häufig kann ich ein Mikrofasertuch verwenden?

Mikrofasertücher müssen nicht nach jedem Gebrauch gewaschen werden. Erst wenn ihre Schmutzaufnahme merklich nachlässt, sollten Sie es gegen ein Neues austauschen. Auch wenn der Lappen sich nicht mehr richtig waschen lässt, er also noch verschmutzt aus der Maschine kommt, ist es Zeit, sich von ihm zu trennen. Der Grund: Der Schmutz setzt sich im Laufe der Zeit so stark in den Zwischenräumen fest, dass der Waschvorgang nichts mehr ausrichten kann.

Darf ich meine Brille mit dem Mikrofasertuch putzen?

Hier sollten Sie vorsichtig sein. Sie dürfen zur Reinigung von Brillen zwar ein Mikrofasertuch nehmen, aber nur das dafür vorgesehene, das die meisten Hersteller auch dazu anbieten. Hier genügt es, die Gläser vorher mit etwas Spülmittel unter fließend lauwarmem Wasser abzuspülen. Wer dagegen zu einem handelsüblichen Putz-Mikrofasertuch greift, riskiert, die empfindlichen Kunststoffgläser zu zerkratzen und unbrauchbar zu machen.

Der Hintergrund: Die speziell zur Reinigung von Brillengläsern, Monitoren und anderen empfindlichen Oberflächen hergestellten Mikrofasertücher sind aus viel zarteren Fäden hergestellt, die kleinere Hohlräume haben. Sie funktionieren genauso wie die Klassiker für den Hausgebrauch, sind aber wesentlich feiner und schonen die empfindlichen Oberflächen. Generell sollten Sie aber nie zu stark mit dem Tuch auf den Gläsern reiben.

Quelle: t-online.de

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