20.02.2019

Schluss mit Muffelalarm Das hilft, wenn frisch gewaschene Wäsche stinkt

Frisch aus der Maschine und trotzdem stinkt die Wäsche? Dagegen können Sie einiges unternehmen.

Foto: iStock/RapidEye

Frisch aus der Maschine und trotzdem stinkt die Wäsche? Dagegen können Sie einiges unternehmen.

Frisch gewaschene, aber trotzdem muffige Wäsche. Ursachen gibt es viele, doch Sie können auch einiges dagegen tun – die besten Tipps!

Kennen Sie das? Sie wollen in ein frischgewaschenes Kleidungsstück schlüpfen, doch stellen mit Erschrecken fest: Es riecht noch schlimmer als vor dem Waschen! Erfahren Sie hier, warum Wäsche nach dem Waschen stinkt und was Sie dagegen tun können.

Die häufigsten Ursachen für stinkende Wäsche

  • Wäsche bleibt zu lange in der Waschmaschine
    Der naheliegendste Grund für stinkige Wäsche ist, dass die feuchten Textilien nach dem Waschen zu lange in der Trommel bleiben. Feuchte Wäsche ist optimaler Nährboden für Bakterien. Bleiben die feuchten Textilien zu lange in der Waschmaschine, vermehren sich auch die geruchsbildenden Bakterien schlagartig.
  • Feuchte Kleidung in den Schrank räumen
    Werden Kleidungsstücke, Bettwäsche und Co. nach dem Waschen nicht vollständig getrocknet, sondern noch leicht feucht zusammengelegt und in den Schrank geräumt, werden Sie spätestens bei der nächsten Verwendung feststellen, dass ihnen ein muffiger Geruch anhaftet. Vorm Wegräumen sollten Sie unbedingt prüfen, ob die Wäsche noch klamm ist und sie im Zweifel weiter trocknen lassen.
  • Bakterien in den Klamotten
    Bereits vor dem Waschen können sich hartnäckige Bakterien an die Kleidung haften. Maschinenwäsche bei niedriger Temperatur entfernt diese Keime nicht vollständig. So können sie sich vermehren und verursachen schließlich unangenehme Gerüche. Die Mikroorganismen werden nämlich erst ab einer Temperatur von 60 Grad wirksam abgetötet. Wer viel nur bei 40 Grad oder kälter wäscht, läuft also eher Gefahr, muffige Wäsche aus der Maschine zu ziehen.
  • Zu wenig Waschmittel verwendet
    Wenn zu wenig Waschmittel benutzt wird, können Bakterien – auch trotz angemessener Waschtemperatur – in den Fasern verbleiben und sich noch während, aber auch direkt nach dem Waschgang in der feuchten Kleidung weiter vermehren. So bleibt der unangenehme Geruch bestehen. Die richtige Dosierung des Waschmittels hängt von der Wäschemenge, dem Verschmutzungs- sowie dem Härtegrad des Wassers ab. Je härter das Wasser und je schmutziger die Wäsche ist, desto mehr Waschmittel wird auch gebraucht. Viele Waschmittel haben auf der Verpackung inzwischen sogar Tabellen aufgedruckt, die genau das berücksichtigen. Ein Blick darauf lohnt sich in jedem Fall.

Das hilft bei muffiger Wäsche

  • Muffige Wäsche erneut waschen – und zwar richtig
    Damit darin befindliche Bakterien keine Chance zur Vermehrung haben, sollten Sie die muffige Wäsche am besten erneut in die Waschmaschine stecken und dabei möglichst hohe Temperaturen wählen – so heiß es die Textilien vertragen. Viel Wäsche wird heutzutage nur noch mit 30 Grad gewaschen. Das bedeutet geringeren Energieverbrauch und ist gut für die Umwelt, aber viele Bakterien und Keime überleben das leider problemlos.
  • Mehr Wasser verwenden
    Moderne Waschmaschine arbeiten sehr ökologisch und kommen mit erstaunlich wenig Wasser aus. Wenn Ihre Kleidung allerdings nach dem Waschgang müffelt, kann es auch daran liegen, dass die Wäsche nicht ausreichend durchgespült wird. Per Wasser-Plus-Taste lässt sich dies bei den meisten Geräten regeln. Falls es diesen nicht gibt, kann auch der Feinwaschgang weiterhelfen. Dabei wird deutlich mehr Wasser verwendet als beim normalen Waschgang.
  • Auf Schnellwaschgänge verzichten
    Nur mit einer ausreichend langen Waschzeit wird die Wäsche richtig sauber. Wer Probleme mit schlecht riechenden Textilien hat, sollte deshalb auf Kurzwaschprogramme ganz verzichten.
  • Bewährte Hausmittel bei stinkender Wäsche
    Bei muffiger Wäsche kann auch Zitronensäure helfen. Vermischen Sie dazu einfach 7-8 Esslöffel Zitronensaft mit Wasser und geben das Gemisch vor dem Waschgang direkt in die Trommel. Das kann wahre Wunder bewirken, genauso wie farbloser Essig – diesen füllen Sie in das Weichspülmittelfach. Beide Säuren wirken desinfizierend und bekämpfen schlechte Gerüche und können vor allem bei stinkenden Kleidungsstücken helfen, die keine hohen Temperaturen vertragen. Aber: Vorsicht bei der Dosierung – besonders bei Essig. Denn der wirkt aggressiver als Zitronensäure und kann Schläuche und Dichtungen der Waschmaschine angreifen.
    Auch Backpulver beziehungsweise Natron bindet und neutralisiert Gerüche. Geben Sie einfach einen Esslöffel Backpulver zu Ihrer Wäsche. Wichtig dabei: Zum Waschpulver (oder Flüssigwaschmittel) hinzugeben und nicht einfach mit der Wäsche in die Trommel schütten.
  • Wäsche von der Sonne trocknen lassen
    Trockner erleichtern zwar den Alltag und beschleunigen den Trocknungsprozess enorm. Aber wenn die Kleidung riecht, sollten Sie Ihre Wäsche viel lieber draußen an der frischen Luft trocknen lassen. Am besten scheint auch noch die Sonne, denn auch das UV-Licht hat eine desinfizierende Wirkung. Vorsicht: Empfindliche Textilien können durch starke Sonneneinstrahlung ausbleichen.
  • Waschmaschine bei 90 Grad durchlaufen lassen
    Wenn frische Wäsche stark modrig mieft, könnte die Waschmaschine schmutzig oder sogar von Schimmel befallen sein. Lassen Sie vor dem nächsten Einsatz die leere Maschine bei 90 Grad einmal durchlaufen. Die hohe Temperatur tötet Bakterien ab und schwemmt festgesetzte Waschmittelreste heraus. Diese Maßnahme können Sie alle 2-4 Wochen wiederholen, um Bakterien- und Schimmelbildung – und damit auch unangenehme Gerüche – in der Waschmaschine zu vermeiden.

Apropos Waschmaschine: Warum für duftende Wäsche das regelmäßige Reinigen der Waschmaschine ganz wichtig ist und Sie von sogenannten Hygiene-Spülern besser die Finger lassen sollten!

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