Vorsicht!

Diese 7 Lebensmittel fördern eine Fettleber

Pommes, Burger, Gummitierchen und Kuchen liegen auf einem Tisch. Diese Lebensmittel fördern eine Fettleber.
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Auch Salz sollten Sie bei einer Fettleber meiden.

Unsere Leber kann verfetten und zwar nicht nur durch Alkohol. Wir stellen Ihnen 7 Nahrungsmittel vor, die eine Fettleber begünstigen können.

Unser Körper legt Fettreserven an, das ist völlig normal. Lästig wird es, wenn sich die Fettpölsterchen rund um Hüfte, Bauch und Oberschenkel mehren. Gefährlich wird es außerdem, wenn sich auch rund um die Organe immer mehr Fett bildet und sie regelrecht verfetten, wie das bei der Leber geschehen kann. 

Die Fettleber zählt hierzulande zu den häufigsten Volkskrankheiten. Doch nicht nur Alkohol verfettet die Leber, sondern auch andere Nahrungsmittel, die bei vielen Menschen tagtäglich auf den Tisch kommen. Wir nennen Ihnen 7 Lebensmittel, die eine Fettleber fördern und daher möglichst reduziert werden sollten.  

Fettleber (Steatosis hepatis): Beschwerden, Ursachen & was tun?

Besser meiden: Diese 7 Lebensmittel fördern eine Fettleber

 1. Alkohol

Natürlich stellt Alkohol eine besonders große Belastung für unsere Leber dar, denn das Organ ist für dessen Abbau zuständig. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 90 Prozent der Alkoholiker unter einer Fettleber leiden. Doch auch schon geringere Mengen Alkohol können eine Verfettung der Leber vorantreiben. 

Um das Risiko einer Fettleber zu reduzieren, sollten es bei Frauen nicht mehr als ein Glas Wein, Sekt oder kleines Bier am Tag sein. Ist eine Fettleber bereits diagnostiziert sollte gänzlich auf Alkohol verzichtet werden. 

2. Zucker, Süßigkeiten, Soft Drinks

Nicht nur Alkohol verfettet die Leber. Tatsächlich soll die die nicht-alkoholische Fettleber (NAFL) weltweit die häufigste Form der Fettleber sein. Dabei spielt die Ernährungsweise eine große Rolle. Vor allem eine große Menge einfacher Kohlenhydrate, wie sie in Zucker, Süßigkeiten und zuckerreiche Getränken wie Softdrinks stecken, soll das Risiko einer Leberverfettung steigern. Denn die Leber wandelt überschüssigen Zucker in Fett um. 

Achten Sie daher darauf, dass Zucker und alle zuckerhaltigen Nahrungsmittel in Maßen gegessen werden. Statt regelmäßig verzehrt, sollten sie die Ausnahme sein. Ihre Leber wird es Ihnen danken.

3. Weißbrot, weißer Reis und Pasta 

Auch raffiniertes Getreide, dass unter anderem in Form von Weißmehl zu Pasta und Weißbrot weiterverarbeitet wird, ist reich an einfachen Kohlenhydraten. Einfache Kohlenhydrate sind im Endeffekt Zucker und werden im Körper, beziehungsweise in der Leber, genauso verarbeitet. Ein Zuviel kann nicht nur zu Fettpölsterchen auf den Hüften führen, auch die Leber verfettet.

Übrigens: Auch weißer Reis besteht aus einfachen Kohlenhydraten. Greifen Sie also besser zu Vollkornreis, Vollkornpasta und andere Vollkorngetreide, um Ihre Leber zu schützen. Denn diese enthalten sowohl wertvolle Ballaststoffe, die bei der Blutzuckerregulation helfen, als auch andere wichtige Vitalstoffe.

4. Frittiertes und Fettiges

Hamburger, Pommes, Chips und frittiertes Essen im Allgemeinen sind reich an Fett und Kalorien. Überschüssige Energie wird in Form von Fett eingelagert, was auch die Leber betrifft. Somit kann auch eine fettreiche Ernährungsweise eine Fettleber begünstigen. Meist enthält diese dann auch noch reichlich Kohlenhydrate.

Wenn Ihre Ernährung regelmäßig Fast Food und viel fettiges Essen beinhaltet, achten Sie zum Wohl der Leber öfter auf naturbelassene und vollwertige Nahrung. Wählen Sie gesunde Fette wie in Form von Olivenöl, Leinöl, Rapsöl sowie Nüssen und Kernen.

5. Salz

Tatsächlich soll auch ein Zusammenhang zwischen einer salzreiche Ernährungsweise und der Verfettung der Leber bestehen. Die tägliche Menge Salz sollte die europäische Leitlinie von 5 Milligramm Kochsalz am Tag nicht überschreiten, was in etwa einem Teelöffel entspricht. Ein bewusster Umgang mit Salz kommt übrigens nicht nur der Leber, sondern auch dem Blutdruck zugute. 

Achten Sie auch darauf salzreiche Nahrungsmittel, wie Wurstwaren und Fleischzubereitungen, Knabbereien oder auch Fertigprodukte eher in Maßen zu konsumieren. 

6. Rotes Fleisch und Wurstwaren

In Studien konnte gezeigt werden, dass auch rotes Fleisch das Risiko einer Fettleber erhöhen könnte. Natürlich macht es nichts aus, hin und wieder ein Steak oder einen Hamburger zu essen.

Wenn die Ernährung jedoch generell sehr fleischlastig ist, ist es sowohl für Leber, als auch die Gesundheit allgemein, sinnvoll den Fleischkonsum inklusive Wurstwaren zu reduzieren. Achten Sie eher auf helles Fleisch und stellen Sie Qualität über Quantität.

7. Zuckerreiches Obst und Fruchtsäfte

Nicht nur Zucker, vor allem Fruchtzucker (Fructose) soll eine Leberverfettung begünstigen. Menschen, die bereits unter einer Fettleber leiden, sollten Fructose daher eher meiden. Zu den besonders fructosereichen Obstsorten zählen unter anderem Bananen, Weintrauben und Trockenobst.

Auch Fruchtsaft hat einen hohen Fructosegehalt. Zuckerarmes Obst kann und sollte aber durchaus Teil der Ernährung sein, da es wertvolle Vitamine, Pflanzenstoffe und Ballaststoffe enthält. Zu den zuckeramen Obstsorten zählen unter anderem Beeren, Steinobst sowie Zitrusfrüchte.

Fazit:

Da die westliche Ernährung meist relativ viel Zucker, einfache Kohlenhydrate und Fett enthält, ist es eigentlich nicht überraschend, dass in Deutschland rund jeder vierte über 40 von einer Fettleber betroffen ist. Um einer Leberverfettung vorzubeugen, ist es also ratsam stark verarbeitete Nahrungsmittel wie Süßigkeiten, Fast Food, Weißbrot, Wurstwaren und auch Alkohol möglichst zu reduzieren.

Von Menschen, die bereits unter einer verfetteten Leber leiden, sollten diese Lebensmittel sogar so gut es geht gemieden werden, um die Regeneration der Leber zu unterstützen. Außerdem ist es bei einer Fettleber ratsam, sich eiweißreich und kalorienarm zu ernähren.

Sie werden merken, eine naturbelassene, nährstoffreiche und gesunde Ernährung kommt nicht nur der Leber, sondern dem Wohlbefinden im Allgemeinen zugute.

Die Leber ist ein wichtiger Teil der Verdauung. Auf unserer Themenseite Verdauung haben wir hilfreiche Tipps und informative Ratgeber rund um einen gesunden Magen-Darm-Trakt für Sie. Und wenn Sie sich gesünder ernähren oder abnehmen möchten, schauen Sie auf unserer Diäten-Themenseite vorbei.

Quellen:
Hashemian, Maryam et al.: Red Meat Consumption and Risk of Nonalcoholic Fatty Liver Disease in a Population With Low Meat Consumption: The Golestan Cohort Study, 2021, abgerufen am 01.12.2021, 
Peng, H. et al.: Association of meat consumption with NAFLD risk and liver-related biochemical indexes in older Chinese: a cross-sectional study. 2021, abgerufen am 01.12.2021,
Zhou, Long et al.: Association between dietary sodium intake and non-alcoholic fatty liver disease in the US population, 2021, abgerufen am 01.12.2021,
Außerdem: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) e.V., Deutsche Leberstiftung, Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FETeV), healthline.com, medicalnewstoday.com
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