26.04.2016

Schon gewusst? Kölns Stadtgeschichte in Kürze

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Foto: ©iStock/Sean Pavone

Die berühmte Domstadt Köln, bereits im Jahre 50 nach Christus von den Römern zur Stadt erhoben, ist voller historischer Sehenswürdigkeiten.

Köln kann vieles nachgesagt werden. Dass die Millionenstadt in Nordrhein-Westfalen langweilig sei,gehört jedoch sicherlich nicht dazu. Schon die Geschichte der Rheinmetropole ist faszinierend und reicht fast 2000 Jahre zurück. 50 nach Christus wurden Köln von den Römern als "Colonia Claudia Ara Agrippinensium" die Stadtrechte verliehen.

Nach der Eroberung durch die Franken im Frühmittelalter stieg die Stadt durch Karl den Großen zum Erzbistum auf und baute ihren bereits durch die Römer bestehenden großen Einfluss als Handelszentrum weiter aus. Im Hochmittelalter wuchs sie weiter und wurde immer wohlhabender. Obwohl der Reichtum der Stadt sich in der Folgezeit verringerte und Köln zunächst an die Franzosen und dann an die Preußen fiel, blieb die Rheinmetropole eine der wichtigsten und bevölkerungsreichsten Städte auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik.

Das Lachen hat Köln auch nach zwei Weltkriegen und trotz der zahlreichen politischen Umbrüche im Lauf der Geschichte nie verloren. Im Gegenteil - die Stadt gilt seit jeher als eine der Karnevalshochburgen Deutschlands und Europas. In der fünften Jahreszeit verwandeln sich die Straßen in einen bunten Hexenkessel voller verkleideter Jecken, die Alt- und Neustadt unsicher machen. Wer hier nicht im Kostüm erscheint, wird schräg angeschaut.

Zeitzeugen vergangener Jahrhunderte: Dom, Befestigungsanlagen und Hohenzollernbrücke. Die Sehenswürdigkeit schlechthin in Köln ist der im gotischen Stil erbaute Dom. Die Fundamente des nahezu 160 Meter hohen Wahrzeichens der Stadt wurden bereits im 13. Jahrhundert gelegt. Fertiggestellt wurde der Dom jedoch erst im 19. Jahrhundert; einige behaupten sogar, dass er bis heute nicht vollständig ist, denn immer noch ist die zweithöchste Kirche Europas von Gerüsten umgeben. An Imposanz büßt der Bau jedoch trotzdem nichts ein, und auch das Innere bringt alle Besucher zum Staunen. Auf www.koelner-dom.de/ können die Öffnungszeiten sowie Führungen und Messen eingesehen werden.

Als Köln im Hochmittelalter goldene Zeiten erlebte, siedelten sich hier immer mehr Menschen an, darunter auch viele wohlhabende Juden, so dass die Stadt am Rhein stetig erweitert werden musste. So kam es, dass rund um Köln die damals längste Stadtmauer errichtet wurde. Diese wies, wie auch die Stadtmauer Jerusalems, zwölf Torburgen auf, von denen einige bis zum heutigen Tag erhalten sind. Dazu gehört etwa das Hahnentor am Rudolfplatz im Zentrum von Köln.

Da die mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten Kölns über die ganze Stadt verteilt sind, empfiehlt sich eine Führung zu diesem Thema: www.koelntourismus.de/.Die über den Rhein führende Hohenzollernbrücke stammt zwar aus dem 20. Jahrhundert. An den Seiten der Brücke stehen jedoch vier Reiterstatuen, die Könige und Kaiser der Hohenzollernfamilie darstellen. So können Reisende auch hier ein Stückchen Stadtgeschichte erfahren. An der Brücke hängen außerdem die berühmten Liebesschlösser, die verliebte Pärchen an den Gittern des auch als Eisenbahnbrücke genutzten Bauwerks befestigt haben.

Zum Genießen: florale Idylle und Volksbühne

Aus dem 19. Jahrhundert stammt der Botanische Garten im Stadtteil Riehl, der auch "Flora" genannt wird. Die Grünanlage, die sich unweit des Kölner Zoos befindet, wurde im Jahre 1864 neu eröffnet, nachdem der alte Botanische Garten im Zentrum dem Hauptbahnhof weichen musste. In der Flora, die 2014 ein neu eingerichtetes Festhaus erhielt, befinden sich auf dem Außengelände und in Gewächshäusern über 10.000 Pflanzenarten. Daneben schmücken zahlreiche Skulpturen die Anlage, so dass auch Kunstkenner hier auf ihre Kosten kommen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.koelnkongress.de/wDeutsch/locations/flora/.

Aus der neueren Zeit stammt das sogenannte Millowitsch-Theater, auch bekannt als "Volksbühne am Rudolfplatz". Es zeugt von der bewegten Geschichte der "urkölschen" Familie Millowitsch, die seit jeher Puppenspieler und Schauspieler hervorbrachte. Berühmtester Sohn ist wohl Willy Millowitsch, der das Theater 1940 übernahm. Der 1999 verstorbene Künstler wurde beispielsweise als "Kommissar Klefisch" einem breiten Publikum bekannt. Auch heute noch wird im Millowitsch-Theater fleißig getanzt und gesungen. Den Spielplan können Sie unter www.millowitsch.de einsehen.

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