21.09.2016

CITYTRIP BERLIN Die besten Berlin-Wochenend-Tipps für jede Jahreszeit

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Berlin gehört zu den beliebtesten Wochenend-Zielen Europas

Foto: istock/bluejayphoto

Berlin gehört zu den beliebtesten Wochenend-Zielen Europas

Mit unseren Tipps lässt sich Berlin das ganze Jahr über entdecken. Ganz gleich, ob der Wochenend-Trip für Frühling, Sommer, Herbst oder Winter geplant ist.

Gilt immer: Tipps für jeden Berlin-Besuch

Die Berlin WelcomeCard ist vermutlich die beste Erfindung für alle Wochenend-Besucher, denn sie bietet nicht nur freie Fahrt für 48 Stunden mit Bus und Bahn, sondern zusätzlich Vorteile und Rabatte für zahlreichen Attraktionen, Restaurants und Events. Das praktische und wirklich lohnenswerte „Starter-Paket“ für Berlin-Fans ist online, in Tourismus Centern oder an Bahnhöfen erhältlich.

Um sich einen guten Überblick zu verschaffen, welche Sehenswürdigkeiten die Hauptstadt zu bieten hat, kann man sich die teuren Sightseeing-Busse eigentlich sparen und direkt am Alexanderplatz in die Linie 100 steigen. Der eigentlich ganz normale Linienbus führt vorbei am Fernsehturm, Unter den Linden, Berliner Dom, Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, Reichstag, Siegessäule, Gedächtniskirche und viele andere Highlights bis hin zum Zoologischen Garten. Das Praktische: Funktioniert bei jedem Wetter. Wer tiefer eintauchen möchte, findet eine schier endlose Auswahl an Stadtführungen, darunter auch einige besonders ausgefallene. Ausgedehnte Einkaufsbummel und Restaurantbesuche bieten sich in Berlin natürlich ebenfalls zu jeder Jahreszeit an. Wo, das verraten unser Shopping-Guideund unsere Restaurant-Tipps für die Hauptstadt.

Die besten Tipps für ein Frühlings-Wochenende in Berlin

Kaum zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen, blüht die Stadt mit ihren vielen Parks und Grünflächen so richtig auf. Jetzt zeigen sich auch die „Gärten der Welt“ in Marzahn von ihrer prachtvollsten Seite. Auf über 21 Hektar kann man hier durch japanische, balinesische, orientalische und viele andere Gartenkünste lustwandeln. Diese einzigartige blühende Weltreise sollte man nicht verpassen.

Berlin lässt sich übrigens auch prima per Boot von der Spree aus kennenlernen. Bei den vielen Reedereinen und Themenschwerpunkten der einzelnen Fahrten, hat man die Qual der Wahl. Auf dem Berliner Hauptstadtportal findet man einen guten Überblick aller angebotenen Bootstouren.

Packt einen ausgerechnet am Sonntag die Shopping-Lust, lässt es sich auf einem der zahlreichen Flohmärkten der Stadt wunderbar stöbern. Der Flohmarkt im Mauerpark ist der bekannteste und auch größte. Dazu gehört auch die Karaoke-Show im angrenzenden Amphitheater, welche seit 2009 als absoluter Sonntag-Kult gilt. Ebenfalls einen Besuch wert: Der Nowkoelln Flowmarkt am Maybachufer und der etwas ruhigere Antik- und Buchmarkt am Bodemuseum.

Die besten Tipps für ein Sommer-Wochenende in Berlin

Im Sommer kann es in Berlin mitunter richtig heiß werden. Zum Glück gibt es einige Rooftop-Bars, auf denen man unter freiem Himmel ein Getränk und ein kühles Lüftchen mit Blick über die Stadt genießen kann. Der Klunkerkranich auf den Neukölln Arkaden ist der mit seinen kleinen Gärten, handgezimmerten Holzverschlägen und bunten Wimpeln auf verspielte Art typisch Berlin. Auf dem Deck 5 gibt es einen großen Strand, der mit feinem Sand, Palmen, gemütlichen Strandbetten und Sonnensegeln aufwartet.

Noch mehr Abkühlung verspricht das Badeschiff, welches mitten in Kreuzberg an der Spree vor Anker liegt. Das schwimmende Freibad hat nicht nur einen großen Strand, sondern bietet zudem einen tollen Blick bis hin zur Oberbaumbrücke.

Sommer macht Lust auf Picknicken. Der wohl ungewöhnlichste Picknickplatz ist die Thaiwiese im Preußenpark. Seit über 20 Jahren breiten hier jedes Wochenende bei gutem Wetter thailändische Frauen und Männer ihre Decken aus und kochen darauf die leckersten Dinge, die sie zu günstigen Preisen anbieten. Ein kleiner Asien-Urlaub für den Gaumen.

Nach Einbruch der Dunkelheit öffnen die insgesamt 14 Freiluftkinos der Stadt. Die besten Adressen für filmischen Open-Air-Genuss sind das Freiluftkino Kreuzberg, das Freiluftkino im Volkspark Friedrichshain und das große Sommerkino Kulturforum auf dem Potsdamer Platz. Das Filmprogramm ist abwechslungsreich, die Plätze heiß begehrt. Deshalb früh erscheinen oder, noch besser, vorher reservieren.

Die besten Tipps für ein Herbst-Wochenende in Berlin

Biergärten haben natürlich auch im Sommer ihren Reiz. Doch wenn sich das Blätterdach langsam bunt färbt und es nicht mehr ganz so heiß ist, versprühen sie einen ganz besonderen Charme. Die schönsten Biergärten für goldene Herbsttage sind das Café am Neuen See, der malerisch mitten im Tiergarten liegt und der traditionsreiche Pratergarten in Prenzlauer Berg. Unbedingt Berliner Weiße mit Schuss bestellen!

Markthallen haben in Berlin ebenfalls eine lange Tradition und sind zudem unabhängig von Wind und Wetter. Zum Glück wurden die teilweise mehr als 120 Jahre alten Stahlkonstruktionen vor einigen Jahren wieder entdeckt und mit neuem Leben erfüllt. Besonders gut ist das in der Kreuzberger Markthalle 9 gelungen, in der jedes Wochenende auf mehr als 40 Ständen regionales Obst, Gemüse und geniale Street-Food-Köstlichkeiten angeboten werden. Architektonisch sogar noch imposanter, aber mit konventionellerem Angebot: die Arminusmarkthalle in Moabit.

Ebenfalls ein absolutes Muss für ein perfektes Berlin-Wochenende ist ein Spaziergang über das Tempelhofer Feld. Wo einst die Rosinenbomber landeten, treffen sich heute Berliner wie Touristen zum Picknicken, Skaten, Kitesurfen lernen, Drachensteigen oder Musik machen. Gerade im Herbst ist das Licht auf dem 380 Hektar Großen Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhofes absolut einmalig.

Die besten Tipps für ein Winter-Wochenende in Berlin

Seit August 2016 ist es nach langer Sanierungs-Arbeit im Zeiss-Großplanetarium endlich wieder möglich, zu den Sternen zu reisen. Dank modernster Technik ist der Ausflug ins All noch magischer, faszinierender und ja, auch romantischer. Besonders schön bei verschneiten Winterabenden ist das Hörspielkino unterm Sternenhimmel, wo man Geschichten lauschen und dabei in ferne Galaxien blicken kann.

Noch mehr Zauber – in diesem Fall Budenzauber – bieten ab Ende November die zahlreichen Weihnachtsmärkte der Stadt. Besonders festlich sind der Weihnachtszauber auf dem Gendarmenmarkt, der schwedischen Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei und der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg.

Gerade bei ungemütlichem Wetter erweist sich die Museumsinsel als unwahrscheinlich praktisch. Auf dem historischen Areal, das an sich schon ein architektonisches Gesamtkunstwerk ist, befinden sich fünf der bedeutendsten Museen der Welt, in denen man sein Wissensdurst auf höchstem Niveau stillen kann: antike Schätze im Pergamonmuseum, Skulpturen und Byzantinische Kunst im Bodemuseum, die Büste der Nofretete im Neuen Museum, Gemäldesammlungen in der Alten Nationalgalerie oder römische Skulpturen im Alten Museum. Noch mehr tolle Museums-Tipps für Berlin gibt’s hier.

>> Kunsthighlights – Die schönsten Museen in Berlin

Ebenfalls lehrreich und vor allem spannend sind die Führungen durch die Berliner Unterwelten. Unterhalb der Stadt befindet sich nämlich ein mehrstöckiges, komplexes System aus Tunneln, Bunkern und endlosen Gängen. Das Relikt aus dem zweiten Weltkrieg wurde 1997 für Besucher geöffnet und ist wahrlich nichts für schwache Nerven.

Abends gibt es kaum etwas Entspannenderes als ein Besuch in einem echten Türkischen Bad, wie das Sultan Hammam oder das Frauen-Hammam in Kreuzberg. Zu dem orientalischen Bade-Ritual gehören unter anderem Peelings und Massagen, welche die Muskeln lockern, die Haut entschlacken und den Körper so richtig durchwärmen.

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