19.09.2016

BERLIN, DU BIST SO WUNDERBAR... Das sind die zwölf schönsten Ecken von Berlin - 1. Teil

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Berlin muss man einfach lieben - keine Frage. Doch wo Sie auch ein paar geheime Ecken finden, verraten wir Ihnen hier.

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Berlin muss man einfach lieben - keine Frage. Doch wo Sie auch ein paar geheime Ecken finden, verraten wir Ihnen hier.

Berlin hat 12 Bezirke und 96 Ortsteile. Und jeder Stadtteil hat einen eigenen Mix ausTradition und Coolness. Das sind die zwölf Geheimtipps. Teil 1

Berlin gehört mittlerweile zu den Top-Reisezielen der Welt. Ob berühmte Sehenswürdigkeiten, Geschichte zum Anfassen, ausgedehnte Shoppingtouren oder wildes Nachtleben in den angesagtesten Clubs - ein Kurztrip in die Mega-Metropole lohnt sich in jedem Fall. Doch mit seinen zwölf Bezirken und unzähligen Stadtteilen ist es für Berlin-Besucher nicht ganz einfach, sich zurecht zu finden und auch Orte jenseits der Touristenmeilen für sich zu entdecken.

Wir haben zwölf Tipps für Sie zuammengestellt, die garantiert nicht jeder kennt. Viel Spaß auf Entdeckungstour!

Charlottenburg-Wilmersdorf

Die "City West", wie der Stadtteil gern bezeichnet wird, ist nach wie vor einer der nobleren Bezirke, auch wenn der Kurfürstendamm heute nicht mehr die Prachtmeile mit all seinen Luxus-Geschäften ist, wie beispielsweise noch in den 80er Jahren. Doch wer noch etwas von dem alten Flair erhaschen möchte, sollte unbedingt den Savignyplatz besuchen. Hier findet man unzählige Geschäfte, tolle Restaurants und Cafés. Wer noch etwas Vergangenheit schnuppern möchte, kehrt im "Schwarzen Café" in der Kantstraße ein. Die Lokalität gibt es bereits seit 1978 und ist bis heute eine Berliner Institution, die rund um die Uhr geöffnet hat. Wenn die Kneipen rundherum dicht machen, ist im "Schwarzen Café" der Zapfhahn noch geöffnet und anschließend gibt es sogar noch ein leckeres Frühstück.

Friedrichshain-Kreuzberg

Wir lassen mal die Simon-Dach-Straße mit ihren unzähligen Kneipen links liegen, verzichten auf Flohmarkt-Shoppen am Boxhagener Platz, sondern bummeln auf der Oberbaumbrücke von West nach Ost. Allein das ist eine Reise wert, denn unzählige Musiker bevölkern die Brücke und ziehen unzählige Touristen an. Einige Kilometer weiter stromabwärts und südlich vom Bahnhof Ostkreuz liegt ein Kunst- und Kulturzentrum, das nur auf den ersten Blick unscheinbar wirkt. Denn die "Zukunft am Ostkreuz" ist sicherlich eine der interessantesten Locations in der Stadt. Hier ist jeden Abend etwas los: Kino, Theater, Konzerte, Ausstellungen, Hörspiele und Jazz. Alles wirkt etwas provisorisch, denn das Gelände, ein ehemaliges Filmlager, das schon Technoclubs beherbergte, wirkt schon recht marode. Allerdings kann man den Ruinen mit dem bröckelnden Putz einen gewissen Charme nicht absprechen.

Lichtenberg-Hohenschönhausen

Gleich neben Friedrichshain-Kreuzberg liegt der Bezirk Lichtenberg-Hohenschönhausen, der etwas ländlicher geprägt ist und daher immer mehr Familien anzieht. Denn gerade an der Rummelsburger Bucht gibt es viel Spielmöglichkeiten für Kinder. An die einst schmucklosen Plattenbauten erinnert nichts mehr, immer mehr Künstler und Kreative lassen sich hier nieder. Vielleicht kein Geheim-, aber ein sehr schöner Ausflugstipp ist ein Spaziergang im Tierpark Berlin Friedrichsfelde. Nehmen Sie sich viel Zeit mit, denn das 160 Hektar große Gelände beherbergt knapp 1.000 verschiedene Tierarten. Das frühklassizistische Schloss bildet den historischen Mittelpunkt im Tierpark.

Marzahn-Hellersdorf

Wer sich nach Marzahn-Hellersdorf verirrt, hat alles richtig gemacht - denn hier, ganz im Osten der Stadt, verstecken sich hinter einigen trostlosen Plattenbauten die "Gärten der Welt". An einem einzigen Tag können Sie durch die Gärten Chinas, Japans, Balis, Koreas oder des Orients spazieren. Insgesamt gibt es neun verschiedene Themengärten. Wer einen Fuß in den Irrgarten, der nach dem Vorbild des Labyrinths der gotischen Kathedrale von Chartres in Frankreich entstanden ist, muss tatsächlich damit rechnen, nicht mehr herauszufinden... Doch keine Angst, wer freundlich ist und lange genug bittet, findet vielleicht einen Aufseher und darf den Notausgang benutzen.

Mitte

In Mitte findet man eigentlich alles: Sehenswürdigkeiten, wie das Brandenburger Tor, den Reichstag, die gesamte Politik des Landes, den Gendarmenmarkt, das Holocaust-Mahnmal, zahlreiche Clubs, in denen man die Nacht zum Tag machen kann und tolle Restaurants mit internationaler Küche. Wer Promis schauen möchte, ist in der Berliner Mitte ebenfalls richtig, denn die meisten Stars checken im Hotel Adlon, Hotel de Rome, dem Ritz Carlton oder dem Soho House Berlin ein. George Clooney und Matt Damon beispielsweise erfreuten sich an der Dachterrasse mit Pool im Soho House. Getanzt wird dann im "Berghain" oder im "Mein Haus am See". Letzterer Club ist vielleicht nicht ganz so populär, aber immer angesagter und preislich noch recht moderat. DJs spielen hier neue, coole und chillige Musik.

Neukölln

Der Bezirk Neukölln war lange Zeit die kleine, etwas uncoole Schwester von Kreuzberg. Doch in den letzten Jahren hat gerade der Ortsteil "Neukölln" immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Einst ein Problembezirk, lassen sich hier immer mehr Studenten, Künstler und Freiberufler nieder. Kein Berliner Stadtteil boomt derzeit gastronomisch so sehr wie Neukölln, daher gibt es hier auch einen kulinarischen Geheimtipp von uns: Das "Knödelwirtschaftswunder" in der Fuldastraße. Dort werden Südtiroler Semmelknödel mit viel Liebe und süddeutscher Gemütlichkeit serviert. Und zum Nachtisch geht es zu "Fräulein Frost" in der Friedelstraße. Dort gibt es so leckere und vielleicht auch gewöhnungsbedürftige Eiskreationen wie Ziegenmilch-Erdbeer, Gorgonzola-Birne oder Erdbeer-Basilikum.

Im Teil 2 nehmen wir Sie mit in die Bezirke Pankow, Reinickendorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick.

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