27.07.2021 - 08:17

Starkes Statement Kein Bock auf Badeanzug: Deutsche Turnerinnen begeistern mit diesem Outfit!

Die deutschen Turnerinnen Elisabeth Seitz (auf dem Foto zu sehen), Kim Bui, Sarah Voss und Pauline Schäfer setzten bei Olympia erneut auf Ganzkörperanzüge.

Foto: Getty Images/ Ezra Shaw / Staff

Die deutschen Turnerinnen Elisabeth Seitz (auf dem Foto zu sehen), Kim Bui, Sarah Voss und Pauline Schäfer setzten bei Olympia erneut auf Ganzkörperanzüge.

Die deutschen Turnerinnen haben bei Olympia für Schlagzeilen gesorgt – und das, obwohl der Wettkampf für das Team nun vorbei ist…

Die deutschen Turnerinnen werden bei den diesjährigen olympischen Spielen in Japan nicht ins Finale einziehen: In der Qualifikation für den Teamwettbewerb fehlten ihnen 1,5 Punkte. Somit ist die Olympia-Reise für das Team beendet – doch sie verabschiedeten sich auf eine Weise, die vielen in Erinnerung bleiben wird. Statt in der üblichen, badeanzugartigen Turner-Kluft, traten die deutschen Turnerinnen in glitzernden, rotweißen Ganzkörperanzügen auf. Nicht nur optisch ein starkes Statement…

Deutsche Turnerinnen: Ganzkörperanzüge gegen Sexualisierung

… sondern auch ein ganz klares Nein zur Sexualisierung von Frauen im Sport, die sich daran zeigt, dass weibliche Sportlerinnen oft deutlich knappere Kleidung tragen müssen als ihre männlichen Kollegen. Bei den Bewegungsabläufen, die die Athletinnen durchführen müssen, führt diese schon einmal dazu, dass man sich unfreiwillig entblößt.

"Es ist auch ein Zeichen, gerade weil wir viele Spagate machen und doch relativ breitbeinig sind, dass sich jeder so präsentiert, wie er sich wohlfühlt", sagte Elisabeth Seitz bereits im April gegenüber RTL. Schon bei der damaligen Europameisterschaft waren die Turnerinnen in den Anzügen aufgetreten. Laut einem Spiegel-Bericht hat das Team gemeinsam die Entscheidung getroffen, dies bei Olympia zu wiederholen. In einem Interview hatte Elisabeth Seitz diese Möglichkeit bereits Anfang Juli in den Raum gestellt.

Ganzkörperanzüge sind erlaubt

Die Ganzkörperanzüge der deutschen Turnerinnen sind nach den Regeln des Internationalen Turnverbands erlaubt, wurden laut Spiegel bislang aber quasi nur aus religiösen Gründen getragen. Das Privileg der freieren Outfit-Wahl haben nicht alle Athletinnen: Mit seiner Entscheidung, knappe Bikini-Höschen gegen etwas längere, genauso eng anliegende Shorts zu tauschen, hatte das norwegische Frauen-Beachhandballteam kürzlich für Furore gesorgt.

Der europäische Handballverband EHF verhängte sogar eine Geldstrafe – 1.500 Euro sollte das Team wegen seiner "unangemessenen Bekleidung" blechen. Zum Vergleich: Bei der Männer-Mannschaft sind Shorts fester Bestandteil des Outfits.

Debatte über Sexualisierung im Sport

Die Geldstrafe des norwegischen Frauen-Beachhandballteams möchte Sängerin Pink nun übernehmen – doch damit ist die Angelegenheit noch nicht erledigt. Die Entscheidung und die Sanktionierung der norwegischen Mannschaft hat eine Debatte über Sexismus und Sexualisierung im Sport ins Rollen gebracht, die hoffentlich nicht allzu schnell wieder zum Erliegen kommt – und der das Team der deutschen Turnerinnen mit ihrem Glanz-Auftritt noch einmal Nachdruck verliehen hat.

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