Aktualisiert: 14.07.2021 - 13:01

Auf Instagram Ruth Moschner wirbt für sensibleren Umgang mit Kommentaren in den sozialen Medien

Ruth Moschner regt auf Instagram dazu an, darüber nachzudenken, was auch Lobkommentare im Netz möglicherweise verursachen könnten.

Foto: IMAGO / Future Image

Ruth Moschner regt auf Instagram dazu an, darüber nachzudenken, was auch Lobkommentare im Netz möglicherweise verursachen könnten.

Lobende Aussagen sind auf Instagram auch nicht immer bedenkenlos. Ruth Moschner klärt darüber auf der Plattform auf und wirbt für eine Challenge.

Mal liken Sie ein sexy Urlaubsfoto, mal kommentieren Sie auf Instagram die neuen Schuhe von jemandem, und ein anderes Mal schreiben Sie etwas zur Gewichtsabnahme einer erschlankten Person – fällt Ihnen hierbei etwas auf? Es sind alles Kommentare zum Äußerlichen. Und das ist ja wohl auch kein Wunder bei einer Fotoplattform, die geradezu dazu einlädt. Doch Kommentare im Netz können viel anrichten. Das sollte uns immer bewusst sein. Und auch wenn manche das vielleicht noch gar nicht bedacht haben: Auch die positiven können fatale Folgen haben. Deswegen sollte man sich immer genau überlegen, was man auf den Social-Media-Kanälen schreibt. Das sieht auch Moderatorin Ruth Moschner so und wirbt jetzt auf Instagram für einen sensibleren Umgang mit Kommentaren im Netz.

Ruth Moschner setzt sich für sensibleren Umgang mit Social-Media-Kommentaren ein

Auf Instagram hat Ruth Moschner einen natürliches Foto von sich mit einem langen Text dazu veröffentlicht. In diesem möchte sie Social-Media-Nutzern klarmachen, was Kommentare anrichten können – und auch, dass deshalb mit ihnen behutsam umgegangen werden muss. Sie beginnt ihre Zeilen so: "Hate-Kommentare hat keine:r gerne, schätze ich mal. Auch, wenn wir inzwischen wissen, dass die sogenannten Trolle ein wesentlich armseligeres Leben führen als ihre vermeintlichen Opfer. Denn kein nicer Mensch käme auf die Idee, Hass zu verbreiten und herumzumobben."

Nachdem sie sich den Negativkommentaren gewidmet hat, von denen wohl jeder weiß, dass sie andere verletzten können und unterbunden werden müssen, kommt sie zum Punkt, der vielleicht noch nicht jedem bewusst ist: den lobendenden Aussagen. Dazu schreibt sie: "Dennoch habe ich das Gefühl, dass ein Kompliment von Herzen gar nicht so einfach ist. Bei Instagram [...] liegt es durch den Fokus auf Fotos natürlich nahe, sich an Äußerlichkeiten entlangzuhangeln." Und genau hier liege das Problem. Moschner macht anhand mehrerer Beispiele deutlich, dass auch lieb Gemeintes folgenreich sein kann. Denn "wissen wir doch alle nicht, wie sich der/diejenige grade wirklich fühlt, und wie der Weg dorthin war."

"Vielleicht triggert es Menschen auch, für ihre Gewichtsabnahme gelobt zu werden, weil sie eine Krankheit durchleben.", schreibt sie weiter. Vielleicht habe sich auch jemand noch gar keine Gedanken zu anzüglichen Äußerungen im Netz gemacht und liest plötzlich in seinem Kommentaren etwas zu seinem "heißen Hintern". Auch dass das Lob für die neue Jacke jemanden in finanzielle Not bringen könnte, führt sie an. Denn vielleicht habe der Träger dafür lang sparen müssen und die lobenden Meinungen stacheln ihn nun an, ähnlich teure Anschaffungen zu tätigen. Das alles geht auch anders, denkt sich die Moderatorin und ruft mit dem #teamruth dazu auf, das einmal auszuprobieren. Sie startet eine Challenge.

Zustimmung, aber auch Kritik für Ruth Moschners Idee auf Social Media

Davon sind zahlreiche Fans und Follower begeistert. "Danke für den inspirierenden Denkanstoß", schreibt daraufhin jemand, während ein anderer User meint: "Danke für die Gedankenanstöße, die Positionierung, die politischen Statements, das Annehmen der Verantwortung, danke!" Doch es gibt auch Zweifler. "Jemand postet ein Portraitbild. Klar hofft diese Person auf feedback. Was soll dann das feedback sein? Schöne Tapete? Oder geht das auch schon zu weit und die Person tapeziert, bis der Arzt kommt? Social media is nonsens itselfs!!! If you can't handle it, get ouf of it. Das sollte die Devise sein", schreibt jemand, um seine Kritik an diesem Vorschlag zu untermalen.

Zu Moschners Idee mag jeder selbst seine Meinung haben, aber ganz sicher kann es nicht schaden, wenn jeder ein klein bisschen mehr darüber nachdenkt, was sein Kommentar – ob gut oder schlecht – eventuell verursachen könnte. Denn schon ein wenig Achtsamkeit von jedem Nutzer kann schon jede Menge bewirken und dem von Ruth Moschner angesprochenen Ziel "#makesocialmediagreatagain" ein bisschen näherkommen.

Hasskommentare sollten auf jeden Fall unterbunden werden. Doch kümmert sich beispielsweise die beliebte Fotoplattform genug darum? Oder ist sie mit etwas anderem beschäftigt? Zensur! Löscht Instagram Bilder, die nicht dem Schönheitsideal entsprechen?

Was noch so auf Instagram los ist außer Ruth Moschners Statement zum Bodyshaming erfahren Sie auf unserer interessanten Themenseite.

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