30.06.2021 - 10:02

"Persönliche Entscheidung" Impfkrach in Bayern: Söders Stellvertreter will sich nicht impfen lassen

Von der Redaktion

Markus Söders Stellvertreter Hubert Aiwanger ist bisher zurückhaltend, was die Corona-Impfung angeht.

Foto: imago images/Rolf Poss

Markus Söders Stellvertreter Hubert Aiwanger ist bisher zurückhaltend, was die Corona-Impfung angeht.

Hubert Aiwanger verzichtet bislang auf die Corona-Impfung – doch ganz ungeschoren kommt er nicht davon: Bayern-Chef Söder fordert eine Erklärung.

Mittlerweile ist klar: Die Impfungen gegen das Coronavirus sind vermutlich der einzige Ausweg aus der Pandemie, die die Welt schon bald seit eineinhalb Jahren fest im Griff hat. Nur wenn sich genügend Leute impfen lassen, erreichen wir die Herdenimmunität – und erst dann können wir zur Normalität zurückkehren.

Die Impfkampagne der Bundesregierung soll die Menschen in Deutschland dazu motivieren, sich impfen zu lassen. Auch Personen des öffentlichen Lebens, die in Sachen Impfung mit gutem Beispiel vorangehen, sind wichtig, um die Impfbereitschaft im Land zu steigern. Irritiert sind hingegen viele von Stars und Politikern, die sich nicht impfen lassen möchten – so wie Markus Söders Vize Hubert Aiwanger: Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident verzichtet bislang auf die Corona-Impfung. So begründet er seine Entscheidung.

Keine Corona-Impfung für Söders Stellvertreter: Das sagt Hubert Aiwanger

Wie t-online berichtete, hat sich der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bisher nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Das scheint dem Bayern-Chef gar nicht zu schmecken: Nach einer Kabinettssitzung in München forderte Markus Söder (CSU) seinen Vize öffentlich dazu auf, seine Entscheidung vor den anwesenden Journalisten zu erklären.

"Vielleicht sagst du selber was dazu, warum du dich nicht impfen lassen willst", so Markus Söder zu Hubert Aiwanger. Er betonte, dass es mittlerweile "kein Vordrängeln mehr" sei, sich impfen zu lassen. Hubert Aiwanger jedoch ließ sich von dieser Aufforderung nicht aus der Ruhe bringen: Er verwies darauf, dass die Entscheidung für oder gegen die Impfung eine "persönliche Entscheidung" sei. Diese nehme er auch für sich in Anspruch.

Dass er sich derzeit nicht impfen ließe bedeute nicht, dass er eine Impfung für sich kategorisch ausschließe, so Hubert Aiwanger. Er wolle sich die Entwicklung der Impfungen in den nächsten Wochen und Monaten anschauen. Bis dahin sollte man "keinen öffentlichen Druck aufbauen".

Impfbereitschaft: Söder will seiner Truppe auf den Zahn fühlen

Ganz so einfach möchte Markus Söder Impfunwillige allerdings nicht davonkommen lassen: Er hat bereits angekündigt, die Impfbereitschaft seiner Minister und Staatssekretäre im Kabinett zu besprechen.

Nicht nur in Bayern sieht es derzeit ganz so aus, als ob die Impfbereitschaft nachlässt – besonders viele möchten den Termin für die Zweitimpfung absagen oder verschieben, da er mit Sommerurlaub und Co kollidiert. Ein besorgniserregender Trend, denn gerade im Hinblick auf die Delta-Variante des Coronavirus ist die Impfung wichtig. Nur mit einer Impfung ist es dabei nicht getan: Die bislang verfügbaren Corona-Impfstoffe schützen zwar gegen die Delta-Variante, doch die Zweitimpfung ist ein Muss.

Was hingegen passiert, wenn die Delta-Variante auf eine weitgehend ungeimpfte Bevölkerung trifft, zeigt das Beispiel Australiens: Trotz geschlossener Grenzen ist die Delta-Variante in Australien angekommen und hat große Teile des Landes in den Lockdown geschickt.

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