Aktualisiert: 23.04.2021 - 20:17

Öfter mal was Neues Auf dem Tresen? Nein, dahinter! Die Berliner Drag Queen Nina Queer hat einen neuen Nebenjob!

Von der Redaktion

Der Lockdown zwingt Nina Queer zu einer beruflichen Umorientierung: Die Drag Queen arbeitet jetzt in einem Späti in Berlin!

Foto: imago images/eventfoto54

Der Lockdown zwingt Nina Queer zu einer beruflichen Umorientierung: Die Drag Queen arbeitet jetzt in einem Späti in Berlin!

Kultur- und Nachtleben sind ausradiert. Ehemalige Nachtschwärmer müssen umsatteln – so auch die Berliner Drag Queen Nina Queer…

Mittlerweile liegen das Nachtleben und die Kulturszene bereits seit über einem Jahr brach – und die Verhängung von Ausgangssperren sowie die Verlängerung von Kontaktverboten lassen nicht vermuten, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird. Für ausgehfreudiges Feiervolk schlimm genug – doch wie geht es eigentlich jenen, die die Kultur- und Partyszene nicht nur konsumieren, sondern hervorbringen? Wie geht es jenen, die mit Auftritten in Bars, Clubs und Co ihren Lebensunterhalt verdienen, die eine Aura von Glamour und Exzess umgibt, die man sich beim besten Willen nicht Lockdown-konform in Jogginghose auf der Couch vorstellen kann? Eine, die zeigt, wie es gehen kann, ist Nina Queer: Die bekannteste Berliner Drag Queen jobbt jetzt in einem Späti!

Nina Queer: Vom Party-Girl zur Späti-Verkäuferin

Nina Queer ist eine Ikone des Berliner Nachtlebens: Sie ist Moderatorin, Party- und Pub-Quiz-Veranstalterin und Djane – zumindest, wenn nicht gerade Pandemie ist. Im Moment kann die "ultimative Partyqueen der Hauptstadtszene", wie sie sich auf ihrer Website ganz unbescheiden selbst betitelt, keiner dieser Leidenschaften nachgehen: Veranstaltungen wie der Christopher Street Day, den sie bereits mehrmals moderierte, sind gestrichen, Clubs und Bars haben geschlossen. Düstere Zeiten also für das It-Girl… oder?

Zum Glück ist Nina Queer ein Allroundtalent: Sie veröffentlichte bereits vier Musik-Alben, schloss Werbedeals mit Unternehmen wie dem Erotik-Shop Dildoking und den Berliner Verkehrsbetrieben ab, moderiert im Alleingang den Radiosender "Gay Party" und ist als Kolumnistin für die Bild-Zeitung tätig. Das Schreiben taugt ihr: Sie hat bereits zwei Bücher veröffentlicht – und das dritte ist in Arbeit: Im Sommer letzten Jahres sagte sie im Gespräch mit dem Tagesspiegel, dass sie beschlossen habe, im Lockdown ihre Karriere als Autorin voranzutreiben. Doch so ganz scheint sie das einsame Schriftstellerleben doch nicht auszufüllen…

"Ehrliche Arbeit hat noch niemandem geschadet"

… und deshalb jobbt Nina Queer derzeit zwei Mal pro Woche in einem Kiosk in Berlin-Kreuzberg. Wie die Berliner Zeitung B.Z. berichtete, arbeitet die Künstlerin derzeit jeden Dienstag und Freitag von 12 bis 18 Uhr im Späti "Öni" in der Dessauer Straße. Der Grund dafür: Die Drag Queen leidet unter Lagerkoller – und nach über einem Jahr Pandemie gehen so langsam auch die Ersparnisse zur Neige.

Außerdem: "Ehrliche Arbeit hat noch niemandem geschadet" – davon ist Nina Queer überzeugt. Und sie muss es wissen: Als die gebürtige Österreicherin vor langer Zeit nach Berlin emigrierte, habe sie auch in einem Imbiss gearbeitet – bevor sie zu Berlins bekanntester Glitter-Queen avancierte.

Auch sie ist eine der bekanntesten Drag Queens Deutschlands: Lesen Sie hier das Interview mit Olivia Jones. Mehr Fakten zur Drag-Kultur finden Sie hier.

Nina Queer ist auch in der Szene nicht unumstritten: Wegen grenzwertiger Äußerungen durfte Nina Queer dieses Jahr nicht an der RTL-"Dschungelshow" teilnehmen.

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