13.04.2021 - 09:24

#ÄrmelHoch Wegen Impf-Werbung: Uschi Glas bekommt Hass-Mails

Uschi Glas weiß noch, "was es bedeutet, wenn man impfen kann". Aus diesem Grund macht die Schauspielerin Werbung für die Corona-Impfung. Prompt hagelte es beleidigende Hass-Mails.

Foto: imago images/Manfred Siebinger

Uschi Glas weiß noch, "was es bedeutet, wenn man impfen kann". Aus diesem Grund macht die Schauspielerin Werbung für die Corona-Impfung. Prompt hagelte es beleidigende Hass-Mails.

In einem Spot des Gesundheitsministeriums wirbt Schauspielerin Uschi Glas für die Corona-Impfung. Die Reaktionen darauf sind heftig.

In einem Werbespot des Bundesministeriums für Gesundheit wirbt Schauspielerin Uschi Glas (77) für die Corona-Schutzimpfung. Ihre Botschaft: Impfungen haben wir es zu verdanken, dass viele Krankheiten, vor denen die Menschen sich früher gefürchtet haben, heute keine Rolle mehr in unserem Leben spielen. Damit das Gleiche auch mit der Corona-Pandemie geschehen wird, ist es notwendig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Auch die Schauspielerin selbst ist ganz klar pro Impfung, allein schon, um ihren Enkel wieder bedenkenlos drücken zu können. An sich nachvollziehbar – oder? Offensichtlich nicht für jeden: Wegen ihrer Werbung für die Corona-Impfung erhält Uschi Glas im Moment eine Flut von Hass-Mails.

Corona-Impfung - Mythen und Fake News
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Uschi Glas wirbt für Corona-Impfung – und bekommt Hass-Mails dafür

Im Videocast "19 – die Chefvisite", der auf der Website des Unternehmermagazins DUB veröffentlicht wurde, spricht Uschi Glas nicht nur über ihr Engagement für Kinder und darüber, worauf es gerade in Corona-Zeiten bei der Förderung benachteiligter Schulkinder ankommt. Sie berichtet auch von den heftigen Reaktionen, die sie auf ihren Werbespot für die Corona-Schutzimpfung erhalten hat.

In dem Werbespot erzählt die Schauspielerin von ihrer persönlichen Erfahrung mit Impfungen – schließlich erinnert sie sich noch an die Bedrohung, die von Krankheiten wie Pocken, Polio oder Typhus ausging, die heutzutage in Europa ausgerottet sind. Wie sie erzählt, erkrankte die Patentante ihrer Schwester mit 18 Jahren an Polio und war von da an gelähmt. "Ich weiß noch, was es bedeutet, wenn man impfen kann", fasst Uschi Glas ihre Botschaft in dem Videocast zusammen.

"Mörderin": So heftig wird Uschi Glas angefeindet

Viele andere hingegen sind sich dessen offensichtlich nicht bewusst. Wie Uschi Glas erzählt, erhält sie viele E-Mails von Leuten, die ihr vorhalten, dass sie noch nie jemanden mit Kinderlähmung gesehen hätten. Diese verstünden nicht, dass die Impfungen der Grund dafür sind.

Doch damit nicht genug – die Schauspielerin erhält auch zahlreiche beleidigende Hass-Mails: "Ich werde natürlich ganz schön angefeindet", so Uschi Glas. "Mir war klar, dass es nicht so einfach ist, aber dass es so heftig ist, das hätte ich nicht gedacht." Man werfe ihr vor, "eine Mörderin" zu sein und "Menschen dazu zu veranlassen, sich Gift in den Arm spritzen zu lassen". Beim Lesen dieser Nachrichten müsse man "einen guten Magen haben" und "tief durchatmen".

Doch Uschi Glas steht zu ihrer Mission, allen Hass-Mails zum Trotz: Sie würde immer für Impfungen werben und gegen Verschwörungstheorien kämpfen, so die Schauspielerin.

Kleine Impfgeschichte: Hier können Sie noch einmal nachlesen, wie weit uns Impfungen bisher gebracht haben. Ob man sich heutzutage noch mit Polio, also Kinderlähmung, anstecken kann, erfahren Sie hier.

Ihr Nutzen überwiegt ihre Risiken bei Weitem. Das sind die bisher verzeichneten Nebenwirkungen der Corona-Impfung. Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite.

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