19.10.2020 - 09:24

Er nutzt seine 2. Chance "The Voice of Germany": Comeback als Transgender-Talent

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George auf der "The Voice of Germany"-Bühne.

Foto: ProSiebenSAT.1 / Richard Hübner

George auf der "The Voice of Germany"-Bühne.

Es war wohl der emotionalste Auftritt an diesem Abend. George bewegt die Jury und die Zuschauer nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seiner persönlichen Geschichte. Er hieß nämlich nicht immer George – früher hörte er auf den Namen Sabrina...

Das ist mal eine emotionale Geschichte: Kandidat George sagt vor 5 Jahren schon bei "The Voice of Germany" – damals hieß er aber noch Sabrina. Als neuer Mann steht er nun vor der Jury, die begeistert ist von der einzigartigen Stimme und Geschichte des Talents. Der Sänger geht offen mit seiner Geschlechtsumwandlung um und erzählt von seinem Weg zurück auf die Bühne.

"The Voice of Germany": Der Sänger trat damals noch als Frau auf

Vor fünf Jahren überzeugte das Talent mit Operngesang drei Coaching-Teams und entschied sich für das Team von Rea Garvey. George hieß damals noch Sabrina, seine Stimme klang nicht wie heute. Später reichte es allerdings nicht für ein Weiterkommen. "Wenn ich mir die Blind Audition von Sabrina anschaue, dann ist das eine fremde Person", erklärte George vor seinem Comeback-Auftritt.

"Die Zeit als Sabrina war anstrengend, geprägt von Depressionen, Unzufriedenheit und Selbsthass", sagte George. In der Pubertät habe er sich keiner Gruppe zugehörig gefühlt, habe sich aber auch nie dazu geäußert. "Wenn ich jetzt zurückschaue, ist es so klar gewesen." Ein Arzt habe ihn dann auf den Begriff Transgender gebracht - was eine Erleichterung gewesen sei. "Die erste Hormonspritze war ein Befreiungsschlag." Das Erste, was sich geändert habe, sei seine Stimme gewesen, so George weiter. "Da habe ich gehadert, weil, wenn ich nicht mehr singen kann, was bleibt mir dann noch..."

George spricht über seine Verwandlung zum Mann

Die Umwandlung zum Mann geschah nicht von heute auf morgen, der Weg dorthin war ein langer Prozess. Er erklärt vor seinem Auftritt: "Man geht nicht durch ein Tor und ist plötzlich ein Mann". Viele Jahre Hormontherapie liegen hinter ihm, auch seine Stimme hat sich dadurch verändert.

Besonders Silbermonds Frontfrau Stefanie Kloß ist interessiert an dem Prozess, den George durchgehen musste. Sie weiß, wie sich Hormone auf die eigene Stimme auswirken können und fragt den Kandidaten, nach seinen Erfahrungen mit den Hormonen. Er berichtet offen: "Das ist gar nicht so einfach. Man quietscht da irgendwie rum." Doch anscheinend hat der Sänger gelernt mit seiner neuen Stimme umzugehen.

Auch dieses Jahr überzeugt George die Jury von sich, gleich drei Jury-Mitglieder drehten sich für ihn um: Mark Forster, Niko Santos und das Team Yvonne Catterfeld und Stefanie Kloß. Für Letztere entschied sich dann das Talent. Wir sind gespannt auf weitere Auftritte des Sängers.

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Bei "The Voice of Germany" zählt vor allem die Stimme der Kandidaten. Doch auch dieser Aufritt war emotional. Wenn Noah Sam singt, weinen die Coaches.

George ist nicht der einzige Kandidat, der zum zweiten Mal auf der Bühne steht. In der Jubiläumsstaffel von "The Voice of Germany" haben All Stars eine zweite Chance.

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