Aktualisiert: 15.10.2020 - 17:52

Zum Teil zerstört, zum Teil erhalten "Babylon Berlin": DAS sind die wichtigsten Schauplätze

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Babylon Berlin - die wichtigsten Schauplätze und ihre Geschichte

Viele Schauplätze in Babylon Berlin erkennt man leicht wieder. Das ist die Geschichte hinter den Drehorten.

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Die dritte Staffel der deutschen Erfolgsserie Babylon Berlin ist angelaufen. Hier erfahren Sie mehr über die Drehorte der Serie.

Keine andere Serie feierte im deutschen Fernsehen solche Erfolge (und war so kostspielig) wie "Babylon Berlin". Der Bambi, der deutsche Fernsehpreis oder der Grimmepreis sind nur einige von vielen Auszeichnungen, die die Serie nach ihrem Start 2017 erhielt. Nun kehrt das Format mit der langersehnten dritten Staffel zurück. Höchste Zeit also, einen Blick auf die wichtigsten Schauplätze von "Babylon Berlin" zu werfen – und auf ihre Geschichte.

"Babylon Berlin": Diese Schauplätze gibt es auch heute noch

"Babylon Berlin" zeigt das verruchte Geschehen der deutschen Hauptstadt der 1920er Jahre. Und das so authentisch und aufregend wie keine Produktion bisher. Starke Darsteller, unter ihnen Lars Eidinger und Volker Bruch, ein historisch akkurates Bühnen- und Kostümbild und fesselnde Handlungsstränge sind das Erfolgsrezept der Serie – ebenso wie die fesselnde Szenerie.

Der wohl wichtigste Drehort der Serie ist das Studio Babelsberg in Potsdam, in dem auch schon Kultfilme wie "Inglorious Basterds" oder "Der Pianist" gedreht wurden. Dennoch: Es gibt auch allerlei Originalschauplätze rund um und in Berlin, die einen fester Teil im Szenenbild der Serie ausmachen. Dazu zählt – allen voran – das im Stadtteil Mitte gelegene Theater am Schiffbauerdamm, das auch unter dem Namen "Berliner Ensemble" bekannt ist. Seinerzeit wurde es vor allem durch die legendären Aufführungen seines Gründers Bertolt Brecht. Unvergessen bleibt etwa die Uraufführung der "Dreigroschenoper" im Jahr 1928.

Das Theater am Schiffbauerdamm gilt bis heute als eines der prächtigsten Theater im ganzen Land und steht sogar unter Denkmalschutz. Für "Babylon Berlin" musste am Interieur nicht viel geändert werden – immerhin ist das Gebäude über die Jahre nicht zerstört worden und konnte als Original-Schauplatz herhalten. Ein Schicksal, das nicht alle Szenerien in "Babylon Berlin" teilen dürfen...

Diese Schauplätze gibt es nicht mehr – und das ist ihre Geschichte

Nur kurz nach den sogenannten Goldenen Zwanzigern war es vorbei mit dem glamourösen Leben, das ist bekannt. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile Berlins zerstört. Damit auch viele Schauplätze, denen in "Babylon Berlin" eine bedeutende Rolle zukommt. Wir zeigen Ihnen, welche Orte aus der Serie es damals wirklich gab und welche Geschichte sie haben:

  • Das Moka Efti war ein ganz besonders exklusives Kaffeehaus, in dem in den Goldenen Zwanzigern die Reichen und Schönen rauschende, extravagante Feste feierten. Das Etablissement in der Berliner Friedrichstraße wurde leider im Zuge des Zweiten Weltkriegs zerstört. Um das Moka Efti für die Serie wieder zum Leben zu erwecken, behalf man sich mit dem ehemaligen Stummfilmkino "Delphi" als Kulisse, das übrigens im selben Jahr eröffnet wurde.
  • Das Polizeihauptquartier "Rote Burg" wurde einstmals 1890 am Berliner Alexanderplatz fertiggestellt. Es war riesig für ein Polizeipräsidium – zusammen mit dem Berliner Stadtschloss war es für den damaligen Zeitpunkt sogar das größte Gebäude der Hauptstadt. In der Serie kommt der "Roten Burg" eine besondere Bedeutung zu – in Wirklichkeit wurde das Gebäude aber 1945 durch einen Luftangriff zerstört. Im Jahr 2020 befindet sich abermals ein ziemlich großes Gebäude am ehemaligen Standort: das Einkaufszentrum "Alexa". Die Szenen in der "Roten Burg" wurden im Roten Rathaus gedreht, das übrigens "nur" halb so groß ist, wie der Originalschauplatz der 1920er Jahre.
  • Beim "Achinger" handelt es sich um eine Restaurantkette, die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu den größten und bekanntesten in ganz Europa zählte. Da durfte eine "Filiale" in Berlin freilich nicht fehlen. Große Beliebtheit kam dem Restaurant wegen des "Schrippenkorbs" auf den Tischen zu – ebenso wegen der günstigen Bierpreise und der einfachen Kost, die den Gästen angeboten wurde. Heute gibt es kein einziges der Restaurants mehr – wie so vieles andere auch wurden die Lokale beim Krieg zerstört oder sie mussten in dessen Anschluss schließen. Ein Drehort für "Babylon Berlin" wurde trotzdem gefunden: Der ratskeller im Rathaus Schöneberg, der mit einem ähnlichen Flair aufwarten kann.

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Haben Sie nun richtig Lust bekommen, in das schillernde Berlin der 1920er Jahre einzutauchen? So viel sei bereits verraten: In Staffel 3 von "Babylon Berlin" geht es dramatisch zur Sache. Die neuen Folgen zeigen die deutsche Hauptstadt im Jahr 1929, kurz vor dem Börsencrash und damit dem Ende der Goldenen Zwanziger Jahre. Lange haben die Fans auf die dritte Staffel der Kultserie gewartet, ehe diese am vergangenen Sonntag endlich über die Mattscheiben flimmerte. – und seit Sonntag dürfen Seit Sonntag läuft die dritte Staffel bei ARD. Und wie es danach bei "Babylon Berlin" weitergeht, können Sie hier erfahren.

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