Aktualisiert: 12.08.2020 - 10:00

Mit Folgeschäden verbunden Blaualgen rechtzeitig erkennen und richtig handeln

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Trübes und leicht grünes Wasser ist ein Anzeichen für Blaualgen. Darauf sollten Sie achten.

Foto: iStock/PleskyRoman

Trübes und leicht grünes Wasser ist ein Anzeichen für Blaualgen. Darauf sollten Sie achten.

Giftige Blaualgen beeinträchtigen im Sommer vielerorts das Badevergnügen in Seen. Wie Sie diese richtig erkennen und was Sie dagegen tun können!

Die Wetterlage in Deutschland ist momentan extrem. Temperaturen über 30 Grad und Unwetterwarnungen. Bei diesem warmen Wetter möchte man sich am Liebsten im kalten See erfrischen. Doch Vorsicht: Hier lauert vielleicht die Gefahr der Blaualgen.

So erkennen Sie Blaualgen

Durch die vorherrschende Sommerhitze können Bakterien wie Blaualgen entstehen, die in Badegewässern eine echte Gesundheitsgefahr darstellen. Sie verbreiten sich im Sommer rapide und können beim Verschlucken lebensgefährliche Reaktionen hervorrufen. So können sich Mensch und Tier vor ihnen schützen.

Wie das Umweltbundesamt auf seiner Webseite erklärt, handelt es sich bei Blaualgen um sogenannte Cyanobakterien. Diese enthalten häufig Giftstoffe, Cyanotoxine, und färben das Wasser blaugrün. Blaualgen treten vermehrt in nährstoffreichen, langsam fließenden, stehenden und flachen Gewässern auf. Sie kommen nicht nur innerhalb des Wassers vor, sondern wachsen auch als Schicht auf der Wasseroberfläche, Steinen oder Stegen. Ein wesentliches Merkmal ist neben der starken Trübung des Gewässers der üble Geruch nach Ammoniak.

Welche Reaktionen rufen Blaualgen hervor?

Kommt es beim Baden zum Verschlucken großer Wassermengen mit hohem Cyanotoxin-Gehalt, besteht ein Gesundheitsrisiko. Blaualgen können Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Fieber sowie Entzündungen von Haut, Schleimhaut, Hals, Augen und Ohren hervorrufen. In schlimmeren Fällen führen Cyanobakterien zu Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen und allergischen Reaktionen. Lebensgefahr besteht vor allem bei Kleinkindern und Hunden.

Vor Cyanobakterien schützen

Laut Umweltbundesamt überprüfen die Behörden ausgewiesene Badestellen alle 14 Tage. Gästen wird nahegelegt, sich vorab darüber zu informieren, ob das Badegewässer angemeldet ist und ob ein Badeverbot verordnet wurde. Wer sich bereits an Ort und Stelle aufhält, solle sich an folgende Faustregel halten: "Wer knietief im Wasser steht und die Füße wegen einer grün-blauen Trübung nicht mehr erkennen kann, sollte das Baden lieber sein lassen", heißt es auf der Seite des Umweltbundesamts.

Eltern sollten ihre Kinder stets im Auge behalten, denn: Gerade beim Toben gelangt vermehrt Wasser in den Organismus. Cyanobakterien treiben zudem vornehmlich im flachen Bereich. Weiter empfiehlt das Umweltbundesamt, nach dem Baden umgehend zu duschen. Auch die Badekleidung gilt es gründlich zu reinigen, um Hautreizungen zu vermeiden. Treten nach dem Schwimmen gesundheitliche Beschwerden auf, sollte man einen Arzt aufsuchen und das Gesundheitsamt informieren.

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