27.06.2020 - 09:28

Unternehmen beziehen Stellung Facebook: So reagiert Mark Zuckerberg auf den Boykott der Firmen

Von

Schon häufiger wurde Facebook-CEO Mark Zuckerberg wegen des Umgangs der Plattform mit Hassbotschaften kritisiert.

Foto: imago images / Xinhua

Schon häufiger wurde Facebook-CEO Mark Zuckerberg wegen des Umgangs der Plattform mit Hassbotschaften kritisiert.

Nachdem viele namhafte und finanzstarke Unternehmen sich für einen Boykott der Plattform Facebook aussprachen, reagierte Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf die Kritik.

Wegen Hassbotschaften und Fehlinformationen standen Facebook und der CEO Mark Zuckerberg schon häufiger in der Kritik. Bislang allerdings ohne Erfolg. Doch ein Boykott vieler namhafter Unternehmen und Konzerne mit dem Ziel, Facebook zu einer Reaktion zu bewegen, zeigte nun Wirkung.

Nach Kritik und Boykott reagiert auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Mehr als 100 Firmen boykottieren derzeit Facebook und schalten keine Werbung auf der Seite, weil sie der Meinung sind, das soziale Netzwerk unternehme zu wenig, um Hass und Fehlinformationen auf seiner Plattform zu unterbinden. Unter dem Hashtag #StopHateForProfit haben sich viele namhafte – und vor allem finanzstarke – Unternehmen und Konzerne zusammengetan, um Facebook unter Zugzwang zu setzen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg (36) reagierte am Freitag und kündigte in einem ausführlichen Post Maßnahmen an.

Wie kam es zu dem Boykott?

Zunächst schlossen sich dem Aufruf zum Werbeboykott der Organisation "Anti-Defamation League" vergleichsweise kleinere Unternehmen wie die Outdoor-Bekleidungshersteller Patagonia und North Face an, ehe am Freitag große Konzerne nachzogen, darunter Unilever, Verizon und Coca-Cola. Unilever erklärte den Schritt in mehreren Postings, etwa auf Instagram: "Marken haben die Verpflichtung, dabei zu helfen, ein vertrauenswürdiges und sicheres digitales Ökosystem zu errichten. Deshalb werden unsere Marken die Werbung auf Facebook, Instagram und Twitter in den USA einstellen."

Der Boykott zeigte sofort Wirkung, der Wert der Facebook-Aktie verlor am Freitag über acht Prozent. Kaum verwunderlich, dass Zuckerberg, dessen Plattform Facebook über 95% seiner Einnahmen der Werbung zu verdanken hat, reagieren musste. Er kündigte an, rassistische, misogyne und homophobe Inhalte würden künftig verboten. Darüber hinaus sollen, ähnlich des Vorgehens von Twitter, solche Inhalte markiert werden, die wegen ihres Nachrichtengehalts auf der Seite stehen bleiben, etwa Politiker-Reden, die hetzerischen Inhalts sind.

Weitere Kritik an Zuckerberg

Inwiefern die Änderungen Firmen und Aktivisten zufrieden stellen, bleibt abzuwarten. Manchen gehen die Schritte von Facebook nicht weit genug, etwa Rashad Robinson von der Organisation "Colors Of Change", die den Protest mit organisiert. In einem Interview mit CNN bezeichnete er das Vorgehen von Zuckerberg als "Lippenbekenntnisse" sowie "verpasste Chance" und kritisierte, die Maßnahmen gingen nicht weit genug.

Fehlinformationen zu erkennen, ist nicht immer einfach. In unserem Video klären wir auf, wie Sie Fake News und Coronavirus-Lügen entlarven:

Fake News: So erkennen Sie Coronavirus-Lügen

Fake News: So erkennen Sie Coronavirus-Lügen

Beschreibung anzeigen

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen