13.05.2020 - 08:01

Zum ersten Todestag Doris Day: Ein Leben voller Erfolge und Verluste

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Doris Day verstarb am 13. Mai 2019 im Alter von 97 Jahren

Foto: GlobePhotosArchival / Imagecollect

Doris Day verstarb am 13. Mai 2019 im Alter von 97 Jahren

US-Schauspielerin Doris Day (1922-2019) galt als Inbegriff der amerikanischen "Sauberfrau" - zumindest im Film. Während sie auf der Leinwand einen Erfolg nach dem anderen feierte und die Karriereleiter nach oben kletterte, blieb ihr privates Glück bis zum Schluss verwehrt. Doch Doris Mary Ann Kappelhoff scherte sich nicht um die öffentliche Meinung. Zu ihrem ersten Todestag werfen wir einen Blick auf 97 Jahre voller Erfolge und Verluste.

Eigentlich wollte die Tochter eines Musiklehrers Tänzerin werden, dann brach sie sich mit 14 Jahren bei einem Autounfall das Bein - und das änderte ihre Berufsaussichten. Andernfalls wären Filme wie "Bettgeflüster" (1959), "Ein Pyjama für zwei" (1961) oder "Der Mann, der zu viel wusste" (1956) vielleicht nie so erfolgreich geworden. Doch bis es so weit war, versuchte sich die in Cincinnati, Ohio geborene Doris Mary Ann Kappelhoff als Sängerin. Für ihren Durchbruch sorgte der Nummer-eins-Hit "Sentimental Journey" (1945). Zu einem neuen Namen kam sie durch das Lied "Day by Day" und den Nachtclubbesitzer und Bandleader Barney Rapp. Er nannte sie fortan "Doris Day".

Ehemann Nummer eins lässt sie sitzen

Privat lief es schon damals nicht gut für Doris. Bereits mit 17 Jahren hatte sie den Posaunisten Al Jordan geheiratet, der ihr gegenüber jedoch angeblich handgreiflich wurde und sich schließlich aus dem Staub machte, als Day schwanger wurde. Ihr aus dieser Ehe hervorgegangener Sohn Terry starb im Jahr 2004 an Krebs. Er war ihr einziges Kind.

Nach außen hin wahrte die Blondine ihr Gesicht und schaffte es, Warner Brothers auf sich aufmerksam zu machen. Als "Leading Lady" schwebte sie gut gelaunt durch erste Musicalfilme wie "Bezaubernde Frau" (1950), "Romanze mit Hindernissen" oder "In all meinen Träumen bist du" (beide 1951). Neben Kirk Douglas und Lauren Bacall übernahm sie in "Der Mann ihrer Träume" (1950) eine ernste Rolle. Sie arbeitete mit Ronald Reagan, Ginger Rogers und Alfred Hitchcock zusammen. Unter seiner Regie entstand 1956 "Der Mann, der zu viel wusste", Doris Day machte den Filmsong "Que Sera, Sera" zum Ohrwurm.

Film- und Traumpartner Rock Hudson

Nach einer kurzen Ehe mit dem Saxofonisten George Weidler trat Doris Day 1951 erneut vor den Traualtar. Später verriet sie, dass diese Partnerschaft mit ihrem Manager Martin Melcher nur ein reines Zweckbündnis war. Vor allem Melcher profitierte, wie sich herausstellte, von der Ehe. Bevor er 1968 starb, soll er ihr gesamtes Vermögen von mehr als 20 Millionen US-Dollar durch dubiose Geschäfte verjubelt haben.

Doch Doris Day entwickelte sich währenddessen zu einem wahren Garant klingelnder Kinokassen. An der Seite von Rock Hudson erlebte sie 1959 in der Komödie "Bettgeflüster" ihren endgültigen Durchbruch, sie wurde sogar für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Es folgten die gemeinsamen Filme "Ein Pyjama für zwei" (1961) und "Schick mir keine Blumen" (1964).

Sie wird die "Sauberfrau" nicht mehr los

Mit den Jahren konnte das Image der "Sauberfrau" nicht mehr überzeugen. Romantische Komödien à la Doris Day waren nicht mehr zeitgemäß und ihr Schauspiel wurde zunehmend als unglaubwürdig kritisiert. So blieben die Rollenangebote für die "älteste Jungfrau der Welt" aus. Dabei hätte Doris Day den Imagewechsel durchaus schaffen können. Doch als man ihr die Rolle der "Mrs. Robinson" in "Die Reifeprüfung" (1967) anbot, lehnte sie ab.

Mitte der 70er-Jahre heiratete Day erneut. Doch auch Ehe Nummer vier mit Barry Comden hielt lediglich fünf Jahre und wurde 1982 geschieden. Day gründete unterdessen die gemeinnützige Doris Day Animal Foundation, die bis heute aktiv ist und sich vor allem für Hunde und Katzen einsetzt. Zu ihrem 90. Geburtstag trennte sich Day zum Wohle der Tiere gegen eine Spende sogar von Erinnerungsstücken an ihre erfolgreiche Hollywood-Karriere. Was am Ende bleibt sind Filme, die vielleicht nicht mehr zeitgemäß, aber doch von einer Wärme und Leichtigkeit sind, die unsere heutige Filmkultur allzu oft vermissen lässt.

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