27.04.2020 - 15:30

Teuer, langwierig, kompliziert? Corona-Krise: So könnten in Hollywood wieder Filme gedreht werden

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Damit in Hollywood bald wieder die Kameras laufen können, müssten alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Foto: imago images/Bildbyran

Damit in Hollywood bald wieder die Kameras laufen können, müssten alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Manche Jobs können während der Corona-Krise fast reibungslos aus dem Homeoffice verrichtet werden, bei anderen ist dies überhaupt nicht gegeben. Neben Ärzten, Kassierern oder Fahrern öffentlicher Verkehrsmittel trifft letzteres auch auf alle Filmschaffenden rund um den Globus zu. Einen potenziellen Weg, wie zumindest kleine Filmproduktionen wieder mit ihren Dreharbeiten fortfahren könnten, geht aus einem Schreiben hervor, das der US-Seite "Variety" vorliegt und das von den beiden Produzenten Brian Kavanaugh-Jones und Chris Ferguson stammt.

Jeder müsste mitziehen

Die wichtigste Voraussetzung vorweg: Damit wieder Dreharbeiten stattfinden können, sei laut des Schreibens große Opferbereitschaft aller Beteiligten notwendig. Vom Hauptdarsteller bis hin zum Statisten, Set-Mitarbeiter und Make-up-Artisten müsste sich jeder Mitwirkende zunächst freiwillig in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Auch sämtliche Kostüme, Requisiten und Drehorte müssten für diesen Zeitraum hermetisch abgeriegelt werden, um sicherzustellen, dass dort keine Erreger mehr überlebt haben.

Danach könne pro Tag maximal zehn Stunden gearbeitet werden, wobei Cast und Crew in drei Gruppen eingeteilt und regelmäßig getestet würden. Die eine Gruppe, etwa Schauspieler und Kameraleute, befinde sich direkt am Set, die zweite Gruppe (zum Beispiel Maskenbilder oder Haarstylisten) abseits davon und Gruppe drei kümmere sich derweil um weitere Vorbereitungen. Pro Schauspieler dürfe jedoch nur jeweils ein Make-up-Artist Hand anlegen, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Abschminken sollten sich die Stars am besten selbst.

Mehr Sicherheit ergibt mehr Kosten

Derartige Hochsicherheits-Drehs würden laut Kavanaugh-Jones und Ferguson selbstredend langsamer vorankommen und dementsprechend mehr Geld kosten. Generell würde sich dadurch zudem der Ablauf wesentlich komplizierter gestalten, weswegen aufwendiges Blockbuster-Kino der Marke "Star Wars", "Avengers" und Co. dafür nicht geeignet seien. Ganz im Gegenteil zu Indie-Produktionen oder Filme, bei denen ohnehin vieles am Computer - sprich in der Postproduktion - entsteht.

Die Vorschläge, die die beiden in ihrem Dokument unterbreiten, gelte es nun auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Das ultimative Ziel davon sei es laut Kavanaugh-Jones und Ferguson zunächst, "die Debatte darüber, wie die Menschen wieder zurück an die Arbeit gehen können, zu beginnen."

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