24.03.2020 - 15:02

Unter Quarantäne Coronavirus: Frauen melden sich öfter bei Telefonseelsorge

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Gerade in der Corona-Krise wenden sich viele Menschen an die Telefonseelsorge. Dabei machen Frauen den größten Anteil aus.

Foto: pathdoc / Shutterstock.com

Gerade in der Corona-Krise wenden sich viele Menschen an die Telefonseelsorge. Dabei machen Frauen den größten Anteil aus.

Viele Menschen sind nun zwangsläufig isoliert. Depressionen und Ängste können sich da verschärfen. Doch viele Frauen bekommen in dieser schweren Zeit häusliche Gewalt zu spüren. Das merkt auch die Telefonseelsorge.

Ob Ängste, Einsamkeit oder häusliche Gewalt - die Zahl der Anrufe von Frauen bei der Telefonseelsorge steigt. Dabei sollten wir genau jetzt zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen.

Wegen Ausgangsbeschränkung? Viele Anrufe von Frauen bei der Telefonseelsorge

Wer Rat braucht, kann sich jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Derzeit machen das vor allem Frauen, wie Astrid Fischer, die Sprecherin des Bundesvereins, der Nachrichtenagentur spot on news im Interview erklärt. Fast 75 Prozent der Anrufer zum Thema Corona seien weiblich. Normalerweise liegt der Frauenanteil bei etwa 65 Prozent.

"Am häufigsten wird Corona mit dem Thema Einsamkeit zusammengebracht, am zweithäufigsten mit Ängsten", so Fischer weiter. Das Thema Einsamkeit beschäftigt dabei eher die unter 40-Jährigen und jene, die über 80 Jahre alt sind. Doch auch häusliche Gewalt ist ein Thema, zu dem es stets viele Anrufe bei der Telefonseelsorge gibt. Vermehrt hätten sich diese durch die Corona-Krise laut Fischer bisher allerdings nicht.

Der Verein versucht, die Besetzung der Stellen derzeit so weit wie möglich aufzustocken. Doch dass man bei einem Anrufversuch nicht durchkommt, könne passieren. Denn trotz der mehr als 7500 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seien die Kapazitäten im normalen Modus bereits fast ausgeschöpft, erklärt die Expertin. Das liege daran, dass sich die einzelnen Mitarbeiter ausführlich Zeit für die Anrufe nehmen. Ein Anruf dauert im Durchschnitt 38 Minuten.

Übrigens müssen sich die Mitarbeiter der Telefonseelsorge am Arbeitsplatz trotz Corona kaum umgewöhnen: Sie arbeiten auch unter "normalen" Umständen in getrennten Räumen. Lediglich, dass jetzt nach Telefonaten der Hörer desinfiziert wird, sei neu.

Mit einer psychischen Vorbelastung wird die aktuelle Situation aber schnell zum Extrem. Ein Psychologe verrät im Interview, was psychisch Erkrankte während der Corona-Krise machen können.

Auch unsere Promis müssen zu Hause bleiben. Wir wissen, wie unsere deutschen Stars die Zeit in Corona-Quarantäne verbringen.

Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, von zu Hause zu arbeiten, dann sollten Sie umso vorsichtiger auf Ihrem Arbeitsweg sein. Das ist das richtige Verhalten auf dem Weg zur Arbeit in der Corona-Krise.

Hier haben wir Ihnen noch einige kostenlose Programme fürs Homeoffice zusammengestellt.

Weitere Infos zum Coronavirus finden Sie auf unserer umfangreichen Themenseite.

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