06.03.2020 - 12:47

Radsportwelt ist erschüttert Ex-Radprofi Nicolas Portal völlig unerwartet gestorben

Der französische Sportdirektor und Radrennfahrer Nicolas Portal ist im Alter von 40 Jahren gestorben.

Foto: Getty Images / Velo

Der französische Sportdirektor und Radrennfahrer Nicolas Portal ist im Alter von 40 Jahren gestorben.

Nicolas Portal, Sportdirektor bei Team Ineos und ehemaliger Radprofi, ist im Alter von nur 40 Jahren völlig überraschend gestorben. Freunde und Kollegen sind tief erschüttert.

Große Trauer um einen großartigen Sportler und äußerst beliebten Menschen: Ex-Radprofi Nicolas Portal, zuletzt sportlicher Leiter des britischen Teams Ineos, ist völlig überraschend gestorben. Der gebürtige Franzose wurde nur 40 Jahre alt.

Ex-Radprofi Nicolas Portal: plötzlicher Tod mit 40 Jahren

Laut verschiedener Presseberichte erlag Nicolas Portal einer Herzattacke in seinem Wohnort in Andorra. Sein Herz machte ihm schon 2009 Probleme, als er seine Karriere als Radrennfahrer wegen Herzrhythmusstörungen an den Nagel hängen musste.

Nach seiner aktiven Zeit wurde Nicolas Portal dann sportlicher Leiter und Stratege bei Sky, später Ineos. Wie "Eurosport" schreibt, wurde er trotz seines jungen Alters schnell zum erfolgreichsten Sportdirektor der letzten Jahre im Radsport. So verantwortete er sechs Gesamtsiege bei der Tour de France.

Sein Team Ineos ließ jetzt in einer Stellungnahme verlauten: "Wir sind alle überwältigt von der Trauer über diese schreckliche Nachricht und möchten alle bitten, die Privatsphäre der Familie in dieser schwierigen Zeit zu respektieren."

Nicolas Portal war bei allen beliebt

Der verstorbene Ex-Radprofi galt als immer gutgelaunter, netter und bei allen sehr beliebter Mensch. So schreibt etwa Chris Froome, den Portal unter seine Fittiche nahm und der viermal die Tour de France gewann, auf Twitter: "Meine Gedanken sind (...) bei Nicos Frau und Kindern. Er war der netteste und glücklichste Mann, den ich kannte, er genoss das Leben in vollen Zügen. Ruhe in Frieden, Nico."

Der walisische Radrennfahrer Owain Doull bezeichnet ihn auf Twitter als "einen der nettesten und aufrichtigsten Menschen, die ich je getroffen habe." Ähnlich äußert sich sein britischer Kollege Tao Geoghegan Hart: "Er war eine wahre Inspiration. Seine Energie, seine Demut und seine Leidenschaft für das Leben strahlten so hell. Nico Portal, es war mir eine Ehre, mit Dir zusammenzuarbeiten. Wir werden dich alle so sehr vermissen." Und auch die irische Journalistin Orla Chennaoui findet nur lobende Worte: "Nico Portal war eine Ausnahmeerscheinung im Profisport – ein Gentleman, der immer Zeit und ein Lächeln für alle hatte. Ich traf ihn zum ersten Mal als Fahrer, und bei all seinem Erfolg als Sportdirektor schien er sich nie zu ändern. Ein warmherziger Vater und eine Vaterfigur."

Wir wünschen der Familie von Nicolas Portal viel Kraft, diesen schmerzlichen Verlust und die Zeit der tiefen Trauer zu überstehen!

Drei weitere tragische Todesfälle gab es dieser Tage in der Sportwelt zu betrauern: So starben eine Profi-Reiterin und ihr Pferd bei einem tragischen Unfall: Während eines Turniers kam es bei der 33-jährigen Kanadierin zu einem sogenannten Rotational Fall, einem Sturz mit Überschlag. Ex-Baseball-Spieler John Olerud trauert um seine 19-jährige Tochter: Das Mädchen starb an einem seltenen Gendefekt. Und auch ZDF-Sportreporter ist Eberhard Figgemeier überraschend verstorben.

Von diesen Prominenten mussten wir uns 2020 auch bereits verabschieden:

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