28.02.2020 - 11:33

Voss und Ringelhahn ermitteln in Fürth "Tatort: Die Nacht gehört dir": So ist der neue Franken-Krimi

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"Tatort: Die Nacht gehört dir": Die Kriminalhauptkommissare Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) am Bett der toten Barbara Sprenger.

Foto: BR/Hager Moss Film/Hendrik Heiden

"Tatort: Die Nacht gehört dir": Die Kriminalhauptkommissare Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) am Bett der toten Barbara Sprenger.

Im "Tatort: Die Nacht gehört dir" (1.3., 20:15 Uhr, das Erste) des vielfach ausgezeichneten Regisseurs Max Färberböck (69, "Sau Nummer vier") müssen die Kommissare Felix Voss (Fabian Hinrichs, geb. 1974) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel, 61) den Mord an einer Frau aufklären, die an ihrem Geburtstag erstochen worden ist.

Worum geht's in dem Krimi?

Babs Sprenger (Anna Tenta), eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die in einer großzügigen Wohnung in Fürth allein lebt, war bis vor ein paar Monaten auf verschiedenen Dating-Portalen unter Decknamen aktiv. Ihren Geburtstag feiert sie allein mit ihrer Kollegin Theresa Hein (Anja Schneider).

Am nächsten Tag ist Babs Sprenger tot. Erstochen mit einem Sushimesser, das die Polizei sauber gereinigt in der Spülmaschine findet. Das Messer war Theresas Geschenk an Babs. Auch nach Theresas Geständnis bleibt die Frage nach dem Warum offen. Die Kommissare Voss und Ringelhahn ahnen, dass Theresa etwas zu verbergen hat...

Lohnt sich das Einschalten?

Ja. Denn es geht um eine Auseinandersetzung mit dem Suchen und Finden der großen Liebe in Zeiten von Online-Dating. Im Krimi folgt auf einen honigsüßen und unbeholfenen Flirt zwischen Kommissar Voss und einer Marktfrau das kalte Erwachen am Tatort und bei den folgenden Ermittlungen: Das allseits beliebte Mordopfer führte noch ein weiteres, ziemlich gnadenloses Liebesleben, dem man schon gewachsen sein muss.

Abstrakter betrachtet zeigt der Krimi den Kontrast zwischen einer romantischen Zufallsbegegnung und einer durch wirtschaftlich-rationale Algorithmen zusammengeführten Begegnung auf. Diesen Kontrast gibt es zweifelsohne. Dennoch ist die berechtigte Kritik am Gebaren der Nutzer von Dating-Plattformen in Anbetracht der vielen echten Liebesbeziehungen, die daraus entstehen, wohl nur die eine Seite der Medaille.

Abgesehen von diesen fehlenden inhaltlichen Graustufen ist der Krimi aber in jedem Fall unterhaltsam und zudem sehr sinnlich inszeniert.

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