26.02.2020 - 16:41

Beitrag für den Klimaschutz Burger essen und Bäume pflanzen: Diese Baumpflanz-Aktionen gibt es

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Konsum und Naturschutz lassen sich oft schwer vereinbaren - immer mehr Unternehmen versuchen es dennoch

Foto: shutterstock.com/MikeDotta

Konsum und Naturschutz lassen sich oft schwer vereinbaren - immer mehr Unternehmen versuchen es dennoch

Die Klimadebatte bleibt ein beherrschendes Thema und Unternehmen weltweit versuchen sich in der Diskussion zu positionieren. Zuletzt sorgte Amazon-Chef Jeff Bezos mit seiner Ankündigung für Aufsehen, 10 Milliarden für den Kampf gegen den Klimawandel zu spenden. Auch die Fastfood-Restaurant-Kette McDonald's will ihren ökologischen Fußabdruck in der Lieferkette verbessern. Symbolischer Auftakt dafür ist eine große Baumpflanz-Aktion. Vom 27. Februar bis 6. März haben McDonald's-Kunden die Möglichkeit, in den Filialen und der App neben Big Mac und Pommes auch noch Bäume zu kaufen; diese werden anschließend in Zusammenarbeit mit der Organisation Treedom gepflanzt.

Das Social Business finanziert Baumpflanzungen in kleinen, nachhaltigen Agroforstsystemen in Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa. Über eine eigens eingerichtete Webseite und einen Code auf dem Kassenbon kann der Weg des Baumes von der Baumschule bis aufs Feld online verfolgt werden.

Darüber hinaus kündigt der Fastfood-Gigant an, dass er am 29. Februar - dem dank Schaltjahr "geschenkten Tag" - alle bereits gebuchten Werbeflächen, sei es in TV, Radio oder Online, Treedom zur Verfügung stellt. Statt hier für Burger, Pommes und Co zu werben, habe man "eigene Spots für Treedom produziert, die wir auf diesen Sendeplätzen ausstrahlen", heißt es auf der Unternehmens-Webseite.

Bäume als Klimaretter

Allein im Jahr 2018 gingen laut der Global Forest Watch 12 Millionen Hektar Regenwald verloren - das entspricht der Größe von Belgien. Für 2019 dürfte es durch die verheerenden Waldbrände im Amazonas neue Rekordwerte geben, hinzu kommen große Baumverluste durch die Brände in Kalifornien und Australien sowie schwere Orkane und Stürme. Neben Naturkatastrophen ist jedoch vor allem die Rodung von Waldflächen für den raschen Baumschwund auf der Welt verantwortlich. In immer mehr Ländern müssen Bäume weichen, um Platz für Monokulturen oder Weideflächen zu machen.

Das Waldsterben hat drastische Folgen für Klima und Natur, denn Bäume bieten nicht nur einen Lebensraum für unzählige Tierarten, sie haben zudem einen kühlenden Effekt und schützen durch ihre Wurzeln Böden vor Erosion. Und das Beste: Sie sind im Stande, große Mengen an CO2 zu speichern. Laut dem Nachhaltigkeits-Portal "Utopia" könnten zwei Drittel der menschgemachten Emissionen in der Atmosphäre gebunden werden, wenn man überall, wo es auf der Welt möglich ist, Bäume pflanzen würde.

Auch diese Unternehmen pflanzen Bäume

Das haben zum Glück auch einige Unternehmen verstanden und setzen sich mit Baumpflanzaktionen für den Klimaschutz ein. Die Suchmaschine Ecosia beispielsweise verwendet Einnahmen aus Suchanzeigen, um Bäume zu pflanzen - über 80 Millionen sind es bis heute. Die Supermarktkette Edeka will ebenfalls etwas für den Klimaschutz tun: In vielen südwestdeutschen Filialen können Kunden Stempel erwerben, wenn sie beim Einkaufen von losem Obst und Gemüse auf Plastiktüten verzichten. Wenn die Stempelkarte voll ist, pflanzt Edeka in Absprache mit lokalen Organisatoren einen Baum.

Yves Rocher hat dieses Ziel längst erreicht, seit zehn Jahren pflanzt die französische Kosmetikfirma schon Bäume, bislang über 81 Millionen in 32 Ländern. Der deutsche Getränkehersteller Krombacher hingegen pflanzt keine neuen Bäume, sondern schützt die bestehenden: Für jeden verkauften Kasten verspricht das Unternehmen einen Quadratmeter Regenwald vor der Rodung zu bewahren.

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