13.02.2020 - 15:55

Erstes Album veröffentlicht ela.: Songwriterin von Helene Fischer und Adel Tawil startet als Sängerin durch

ela. schrieb bereits Songs für Helene Fischer und Adel Tawil. Außerdem unterstützte sie Sarah Connor musikalisch auf ihrer Tour. Nun macht sie ihr eigenes Ding und bringt ihr erstes Solo-Album heraus.

Foto: Delia Baum

ela. schrieb bereits Songs für Helene Fischer und Adel Tawil. Außerdem unterstützte sie Sarah Connor musikalisch auf ihrer Tour. Nun macht sie ihr eigenes Ding und bringt ihr erstes Solo-Album heraus.

In der Vergangenheit hat sie für namhafte Kollegen getextet, nun hat sie es für sich selbst getan und bringt uns frische Popmusik mit ihrem ersten Solo-Werk, das das weite und oftmals undurchsichtige Feld der Liebe thematisiert. Wir haben die Künstlerin ela. im Interview kennengelernt.

Newcomer haben es im Musikbusiness schwer. Nur wer Rang und Namen hat, erhält Aufmerksamkeit. Das musste auch Sängerin und Songwriterin Elżbieta Steinmetz alias ela. anfangs erfahren. Doch sie hat sich zäh durchgebissen. Nachdem Sie 2014 mit ihrer Band Elaiza beim ESC auftrat und bereits für Musikgrößen wie Helene Fischer und Adel Tawil Lieder schrieb, hat sie sich nun in der Musikbranche einen Namen gemacht. Jetzt erscheint am Valentinstag ihr erstes eigenes Album "Liebe & Krieg". Die Künstlerin hat BILD der FRAU im Interview ein paar persönliche Fragen beantwortet.

Songwriterin und Sängerin ela. veröffentlicht erstes Solo-Album

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die heute 26-jährige Musikerin vom Eurovision Song Contest 2014 oder haben Sie haben sie eventuell schon als Support Act bei einem Sarah Connor Konzert gesehen: Wer sie noch nicht kennt – dürfen wir vorstellen: ela. Die aus einem Musikerhaushalt stammende quirlige Sängerin wächst anfangs in der Ukraine und Polen auf und kommt mit acht Jahren nach Deutschland. Ehrgeizig erarbeitet sie sich den musikalischen Weg nach oben hat es jetzt geschafft, sich mit ihren modernen und mit Botschaften versehenden Pop-Liedern selbst zu verwirklichen. Zu ihrem Weg, zu ihrer Persönlichkeit und zu ihrem neuen Album "Liebe & Krieg" haben wir ihr ein paar interessante Fragen gestellt.

BILD der FRAU im Interview mit Sängerin und Songwriterin ela.

Glauben Sie, dass Sie den Durchbruch auch ohne den ESC irgendwann geschafft hätten oder war das die "Chance Ihres Lebens"?

Es war eindeutig die Chance meines Lebens. Vor allem für mich als Songwriterin, schließlich ist es ja ein Komponisten-Wettbewerb und wer kann schon mit 21 behaupten "Ich war mit meinem eigenen Song beim ESC, vor einem Millionen Publikum". Türen sind dadurch aufgegangen, nicht nur in der Entwicklung als Künstlerin sondern auch im Songwriting-Bereich: Ich wurde immer mehr angefragt, Songs mit und für andere Künstler/innen zu schreiben.

Welchen Titel schrieben Sie für Helene Fischer und wie fühlte es sich an, als die Künstlerin mit diesem großen Erfolg hatte? Ist an dieser Stelle auch manchmal Neid ein Thema?

"Ich wollte mich nie mehr verlieben" heißt der Titel und ich freue mich riesig darüber, dass ich für solch eine großartige Künstlerin wie Helene Fischer schreiben durfte. Neid gibt’s bei mir nicht. In allen Songs, die ich schreibe ist ein Stück Herz und Persönlichkeit von mir mit dabei. Aber am Ende sind es die Künstler die aufgrund von ihrer Stimme und ihrer Art, den Song zum Leben bringen. Es erfüllt mich wirklich, wenn ich was von mir mitgeben kann. Ich gehe aber auch mit getrennten Gedanken daran. Wenn ich einen Song für mich schreibe, dann sind das meine persönlichen Themen, die ich verarbeiten möchte und die ich singe. Wenn ich für andere Künstler schreibe, ist es mir extrem wichtig, dass es ehrlich ist und genau das ist, was der Künstler sagen möchte.

Was macht Ihnen mehr Spaß: das Singen oder Texten? Und warum?

Ich finde die Kombination aus Beidem wichtig. Das Eine bedingt das Andere. Ohne singen fällt mir texten super schwer und umgekehrt. Deshalb macht mir beides sehr viel Spaß.

"Einfach machen, und nicht nur reden" – so ehrgeizig ist Sängerin ela.

Sie sind als Achtjährige nach Deutschland gekommen und sprachen kein Wort Deutsch. Innerhalb kurzer Zeit haben Sie sich die Sprache angeeignet. Sie scheinen sehr zielstrebig zu sein, aber wo liegen Ihre Schwächen?

Meine Ungeduld (lacht), ich bin ein großer Fan von einfach machen, und nicht nur reden. Allerdings verstehe ich auch, dass manche Dinge Zeit brauchen, um sich zu entwickeln. Trotzdem fällt es mir schwer in manchen Situationen geduldig zu sein. Aber keine Sorge, wie mein Papa immer sagt ,"Ela, auch das kommt irgendwann".

Sie waren mit Sarah Connor auf Tour. Können Sie uns etwas über die Künstlerin hinter den Kulissen verraten, was die Fans noch nicht wissen?

Sie ist eine so tolle Frau und ich hab den größten Respekt vor ihr und ihrer Performance auf der Bühne. Ich durfte sie als eine sehr nette, liebevolle und starke Künstlerin kennen lernen. Und ich kann es einfach nicht fassen, wie cool und bodenständig sie ist, trotz allem was sie in der Musikwelt gerissen hat. Abgesehen davon, bin ich wirklich so dankbar für ihren Support mir gegenüber als Newcomerin. Das ist nicht selbstverständlich.

Sie sagen, dass es Ihnen genügt, wenn Sie Ihr neues Album "Liebe & Krieg" veröffentlichen können und dass Sie nicht zwingend hohe Verkaufszahlen brauchen. Doch wenn ein riesiger Erfolg eintreten würde, was würden Sie mit dem Geld machen?

Ich habe drei Jahre an meinem Album gearbeitet und für mich ist es wirklich schon der größte Erfolg, es endlich mit allen teilen zu können. Deshalb mach ich mir über sowas gar keine Gedanken. Ich weiß, woher ich komme und ganz ehrlich, als Künstler ist es doch immer so: Alles was man irgendwie erwirtschaftet, investiert man eh wieder in die eigene Musik.

ela. Ehrlich kompliziert

"Jeder Tag bringt neue Ideen"

Wenn Sie Lieder komponieren, wie gehen Sie dabei vor und haben Sie während des Schreibprozesses ein festes Ritual? Woher kommen die Ideen?

Ein festes Ritual gibt es eigentlich so nicht – jeder Tag bringt neue Ideen, neue Herausforderung, neue Erlebnisse. Mal bin ich im Studio, mal Zuhause am Klavier, mal wache ich mitten in der Nacht auf und singe Ideen in mein Handy rein. Inspiration kommt von überall und das Leben erzählt einem die besten Geschichten. Deshalb ist es kein bewusstes Schreiben, sondern die Songs passieren einfach.

Als Sie Songs für Adel Tawil geschrieben haben, haben Sie da im Voraus gewusst, dass es ein Lied für genau diesen Künstler sein wird und haben sie den Song an ihn angepasst? Oder schreiben Sie erst die Songs und geben sie danach an einen Künstler ab?

Es ist ganz unterschiedlich; manchmal schreibe ich einen Song und denke, der würde perfekt zu einem/r Künstler/in passen und manchmal werde ich von Labels, Managern oder einfach den Künstlern/innen selbst angefragt, ob ich Lust auf eine Zusammenarbeit hätte.

Mit welchem Künstler könnten Sie sich ein Duett vorstellen?

Sarah Connor natürlich, Xavier Naidoo fänd’ ich aber auch super spannend.

Welche Ziele haben Sie für 2020 und was dürfen wir in Zukunft noch von Ihnen erwarten?

Natürlich noch mehr Musik, ich gehe im Oktober auf Deutschland-/Österreich-Tour. Mein Album erscheint am Valentinstag und ich werde dieses Jahr wieder mit ganz vielen tollen Künstlern zusammenarbeiten. Allerdings will ich noch nicht zu viel verraten (lacht).

Warum Konflikte für die Newcomerin von großer Wichtigkeit sind

In Ihrem Album geht es unter anderem auch darum, warum Frauen mehr streiten sollten. Was ist die Antwort darauf? Und streiten Sie sich oft und gern?

Ich finde eine gesunde Streitkultur ist wichtig; sich einfach mal offen und ehrlich die Meinung zu sagen, gehört für mich dazu, egal ob zwischen Freunden oder in einer Beziehung.

Was machen Sie vor einem Auftritt, um Ihre Nervosität in den Griff zu bekommen? Oder sind Sie gar nie aufgeregt?

Es ist eigentlich keine Nervosität, sondern eher Vorfreude auf den Auftritt. Für mich gibt es nichts schöneres, als auf der Bühne zu stehen und meine Musik mit den Leuten zu teilen, egal ob in einer Arena, oder in einem kleinen Club. Deshalb freue ich mich schon riesig auf meine kommende "Liebe & Krieg"-Tour im Oktober.

Wer ist Ihr großes Vorbild auf der Bühne? Und warum?

Ich finde SIA super krass. Sie ist für mich nicht nur eine unglaubliche Sängerin/Künstlerin, sondern auch die erfolgreichste Songwriterin weltweit. Einfach eine starke Frau.

Bei all dem Stress mit der eigenen Musik, den Auftritten und den Kompositionen für andere Künstler – wie entspannen Sie? Bei was tanken Sie wieder auf?

Ich verbringe Zeit mit meinen Freunden; entweder wir kochen zusammen, gehen ins Kino, oder machen gemeinsame Städtetrips – was sich halt so ergibt. Ich bin viel unterwegs, von Stadt zu Stadt, von zu Studio zu Studio, von Bühne zu Bühne, was ich natürlich liebe und was mich erfüllt, aber wenn man immer so viel Trubel hat, schätzt man eben die kleinen Dinge viel mehr.

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Mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums wird ela. sicherlich erst einmal alle Hände voll zu tun haben. Aber auch ihre Kollegen sind nicht tatenlos. Zum Beispiel hat die Schlagerkönigin einiges vor sich, denn mit den "Helene Fischer-Shows" geht es im ZDF weiter. Von Sarah Connor gab es hingegen vor Kurzem private statt berufliche News. Zu einem besonderen Anlass veröffentlichte sie eine seltene Aufnahme: Sarah Connor zeigte ihren Sohn.

Haben Sie schon mitbekommen, dass für den ESC 2020 der deutsche Beitrag für Rotterdam schon feststeht?

Noch mehr zu dem Kompositionswettbewerb finden Sie auf unserer Themenseite Eurovision Song Contest. Möchten Sie Geschichten über weitere Frauen lesen, die sich so durchgebissen haben wie es ela. musikalisch getan hat? Dann besuchen Sie unsere Themenseite Starke Frauen.

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