11.02.2020

Angst vor Ansteckung Gabrielle Scharnitzky kündigt ihrer chinesischen Untermieterin

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Angst berechtigt? Um sich und andere vor dem Coronavirus zu schützen, hat Schauspielerin Gabrielle Scharnitzky ihrer chinesischen Untermieterin gekündigt – weil diese ursprünglich nach China reisen wollte.

Foto: imago images / Starface

Angst berechtigt? Um sich und andere vor dem Coronavirus zu schützen, hat Schauspielerin Gabrielle Scharnitzky ihrer chinesischen Untermieterin gekündigt – weil diese ursprünglich nach China reisen wollte.

Ex-"Sturm der Liebe"-Star Gabrielle Scharnitzky zieht straffe Konsequenzen. Sie hat ihrer aus China stammenden Untermieterin gekündigt – aus Angst vor dem Coronavirus. Ist ihre Angst begründet?

In China breitet sich eine neuartige Viruserkrankung erschreckend schnell aus, hat auch schon ein paar wenige Infizierte in Deutschland gefordert. Denen geht es glücklicherweise ganz gut – doch die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus steigt hierzulande trotzdem, und geht sogar so weit, dass chinesische Mitbürgerinnen und Mitbürger angefeindet werden. Meist grundlos. Einen Grund will aber Ex-"Sturm der Liebe"-Schauspielerin Gabrielle Scharnitzky gesehen haben, als sie ihrer chinesischen Untermieterin den Mietvertrag gekündigt hat. Die Hintergründe.

Angst vor Corona? Gabrielle Scharnitzky setzt chinesische Untermieterin vor die Tür

Scharnitzky hat ihre Entscheidung gegenüber "Bild" bestätigt, sie habe aber gute Gründe für ihr Handeln. Denn ihre Untermieterin habe im Januar angekündigt, nach China reisen zu wollen. So äußert sich Gabrielle Scharnitzky: "Ich stellte und stelle auch nach wie vor nicht alle Chinesen unter Generalverdacht, sondern musste mich vor einer real möglichen Ansteckungsgefahr durch einen Menschen schützen, der aus einem virenverseuchten Gebiet zurückkehrt, bei mir ein- und ausgeht und damit meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Besucher in Gefahr bringt." Und weiter: "Nicht umsonst warnt das Auswärtige Amt mittlerweile vor Reisen nach China in die vom Virus besonders betroffenen Regionen, nicht umsonst sind mittlerweile diese Teile des Landes isoliert worden und nicht umsonst haben mittlerweile viele Fluggesellschaften die Flüge von und nach China eingestellt."

Untermieterin war gar nicht in China

Ihre Untermieterin, eine Chinesin, die in Berlin studiert, habe nach "Bild"-Informationen im Januar angekündigt, in ihre Heimatstadt Chengdu reisen zu wollen. Chengdu liegt etwa 14 Autostunden von Wuhan entfernt, der Stadt, in der das Virus im Dezember 2019 ausgebrochen war. Daher einer der Gründe aus dem der "Bild" vorliegenden Kündigungsschreiben: "Ich möchte nicht, dass du aus China in meine Wohnung zurückkommst und unsere Gesundheit gefährdest, denn der Corona Virus breitet sich schnell aus."

Nach eigenen Angaben sei die Studentin, die seit August 2019 bei Gabrielle Scharnitzky wohnt, aber dann doch nicht nach China gereist. Zur "Bild" äußerte sie sich: "Ich war aber nicht in China, darüber habe ich sie dann auch aufgeklärt. Ich habe sie als nette Frau kennengelernt, die aber auch sehr streng im Umgang sein konnte." Sie sei so geschockt gewesen, dass sie mehrere Tage nicht zur Uni habe gehen können. "Diese Vorverurteilung, nur weil ich eine Chinesin bin, hat mich sehr getroffen."

Zwei Wochen Zeit für neue Bleibe

Innerhalb von zwei Wochen habe sie sich nun eine neue Bleibe suchen müssen. Das liegt daran, dass bei ihr nur ein Untermieter-Vertrag vorliegt. Im Gegensatz zur regulären Kündigungsfrist von drei Monaten bei einem normalen Mietvertrag beträgt diese hier nur zwei Wochen. Damit ist Scharnitzky rechtlich gesehen sicher.

Gabrielle Scharnitzky stellt allerdings klar, dass sie immer wieder internationale Untermieter in ihrer Wohnung habe: "In meiner Wohnung hatte ich in den vergangenen 10 Jahren immer wieder Untermieter aus aller Welt – von Indien über Afrika, Türkei, Südamerika, Europa, Amerika und Vietnam. Ich habe es immer genossen, mit den unterschiedlichsten Kulturen in Kontakt zu kommen."

Bei aller Angst sollte aber eines klar sein: Es ist nicht richtig, nun alle asiatischen Mitbürger gleich zu verteufeln, wie es leider auch hier immer häufiger passiert. Ob Gabrielle Scharnitzky vor der Kündigung wusste, dass ihre Untermieterin doch nicht in China war, war bisher unklar.

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Die Angst vor dem Coronavirus beeinflusst aktuell stark. In China hat die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit schon über 1000 Todesopfer gefordert. Den 14 in Deutschland infizierten Personen geht es aber gut, heißt es. Einer der ersten in China am Virus erkrankten Menschen ist übrigens mittlerweile genesen und berichtet davon, wie sich die Coronavirus-Erkrankung anfühlt.

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Gabrielle Scharnitzky war bis 2010 bei "Sturm der Liebe" zu sehen, stand aber auch schon für "Verliebt in Berlin" vor der Kamera. Aktuell ist sie Teil der Amazon-Serie "Treadstone".

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