06.02.2020

Bully, Janin Ullmann und mehr Nach Thüringen-Eklat: Promis erschüttert über das Wahl-Debakel

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Michael Bully Herbig ist fassungslos über die Vorgänge in Thüringen

Foto: imago images/Michael Wigglesworth

Michael Bully Herbig ist fassungslos über die Vorgänge in Thüringen

Nach dem Wahl-Eklat in Thüringen haben sich auch einige deutsche Promis zu den Ereignissen im Erfurter Landtag geäußert. Dabei kritisieren alle ausnahmslos die Vorgänge und zeigen sich besorgt um Deutschland und die Demokratie.

"Was für eine braune Stunde für Thüringen!"

Die gebürtige Erfurterin Janin Ullmann (38, "Das Ding des Jahres") macht ihrem Unmut bei Instagram Luft. Unter einem Bild, das den Handschlag von Thomas Kemmerich (54, FDP) mit AFD-Politiker Björn Höcke (47) zeigt, schreibt sie: "FDP + AFD = AFDP. Alles an diesem Bild ist falsch und beschämend, genauso wie diese Wahl anzunehmen und sich damit vor den AfD-Wagen spannen zu lassen. Was für eine braune Stunde für Thüringen!"

In die gleiche Kerbe schlägt die ehemalige Biathletin Kati Wilhelm (43) bei Facebook (43), die ebenfalls aus Thüringen (Schmalkalden) stammt: "Unglaublich!!!! Jetzt haben wir einen Ministerpräsidenten aus der Partei die eigentlich fast niemand von den Thüringern gewählt hat - aber mit Stimmen der AfD ist sowas sogar möglich. Was für ein Armutszeugnis für meine Heimat und unsere Demokratie."

Einem anderen fehlen dagegen offenbar die Worte. Michael Bully Herbig (51, "Der Schuh des Manitu") postete bei Instagram ein Vergleichsbild: Während die untere Hälfte ein Bild des Handschlags zwischen dem damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847-1934) und Adolf Hitler (1889-1945) zeigt, sieht man im oberen Bildausschnitt den Handschlag zwischen Kemmerich und Höcke. Im Bild ist "#vogelschiss" zu lesen.

Eine ganze Reihe von Tweets zur Thematik setzte Comedian und Moderator Ingmar Stadelmann (39, "humorphob") ab. So macht er sich unter anderem Gedanken über die Pläne der AfD: "Ich finde, man darf nicht ignorieren warum die AfD auf einmal aus strategischem Kalkül einen FDP-Kandidaten wählt, statt ihren eigenen Mann. Nur dann kann man antizipieren, was der nächste Schritt sein wird: Mehr Stimmen bei Neuwahlen für die Rechtsextremen."

Neuwahlen wird es aller Voraussicht nach in Thüringen geben. Nach gerade einmal einem Tag als frisch gewählter Ministerpräsident ist Kemmerich am Donnerstag zurückgetreten. Dieser Schritt sei "unumgänglich" gewesen, sagte er auf einer Pressekonferenz. Nachdem der bisherige Landeschef Bodo Ramelow (63, Linke) überraschend am Mittwoch abgewählt wurde, gewann Kemmerich die Abstimmung zum Ministerpräsidenten im dritten Wahlgang mit 45 Stimmen. Diese erlangte er allerdings nur, weil auch die AfD für Kemmerich stimmte.

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