16.01.2020

Wegen unerlaubter Song-Verwendung R.E.M. wollen rechtlich gegen Donald Trump vorgehen

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Keine Songs für Trump: R.E.M. wollen dem US-Präsidenten einen Strich durch die Rechnung machen

Foto: Warner Music/Anton Corbijn

Keine Songs für Trump: R.E.M. wollen dem US-Präsidenten einen Strich durch die Rechnung machen

R.E.M. ("Automatic for the People") wollen rechtlich gegen US-Präsident Donald Trump (73) vorgehen. Der Grund: Trump spielt bei seinen Wahlkampfveranstaltungen immer wieder urheberrechtlich geschützte Songs der Band - ohne zuvor eine Erlaubnis eingeholt zu haben. Nachdem der amtierende Präsident laut der US-Seite "The Hill" bei einer Veranstaltung in Milwaukee am vergangenen Dienstag (14. Januar) die R.E.M.-Titel "Everybody Hurts" und "Losing My Religion" verwendet haben soll, kündigte R.E.M.-Bassist Mike Mills (61) per Twitter an, rechtliche Schritte zu erwägen.

"Wir sind uns bewusst, dass Präsident Trump weiterhin unsere Musik bei seinen Kundgebungen verwendet", schreibt Mills. "Wir prüfen alle legalen Wege, um dies zu verhindern, aber wenn das nicht möglich ist, dann seid euch bitte darüber im Klaren, dass wir die Verwendung unserer Musik durch diesen Betrüger und Schwindler nicht dulden."

Wiederholungstäter Trump

Das ist nicht das erste Mal, dass Trump die Musik von R.E.M. ohne deren Erlaubnis verwendete. Kurz nachdem er 2015 seine Präsidentschaftskandidatur angekündigt hatte, gab die Band eine rechtliche Warnung für ihren Song "It's the End of the World As We Know It (And I Feel Fine)" heraus. "Fickt euch selbst - ihr traurigen, Aufmerksamkeit-erhaschenden, machthungrigen kleinen Männer. Benutz' nicht unsere Musik oder meine Stimme für deine debile Scharade einer Kampagne", gab der ehemalige Sänger der Band Michael Stipe (60) damals über den Twitter-Account von Mills bekannt. Im Februar vergangenen Jahres nutzte Trump zudem den R.E.M.-Titel "Everybody Hurts" für ein Twitter-Video, indem er seine demokratischen Gegner verspottete.

Neben R.E.M. haben auch eine Reihe anderer Künstler dem US-Präsidenten die Verwendung ihrer Songs untersagt. Darunter die Rolling Stones ("You Can't Always Get What You Want"), Neil Young ("Rockin' in the Free World"), Adele ("Rolling in the Deep"), Rihanna ("Don't Stop The Music") und Pharrell Williams ("Happy").

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