10.01.2020

Beweisstück verschwunden Epstein-Skandal: Überwachungsvideo versehentlich gelöscht

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Jeffrey Epstein kurz vor seinem Tod

Foto: imago images/ZUMA Press

Jeffrey Epstein kurz vor seinem Tod

Erneute Panne bei den Ermittlungen im Missbrauchsskandal um den verstorbenen US-Milliardär Jeffrey Epstein: Ein wichtiges Beweisstück soll verschwunden sein. US-Medien berichten übereinstimmend unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, dass ein Überwachungsvideo aus der Nacht eines mutmaßlichen Selbstmordversuchs Epsteins versehentlich gelöscht wurde.

Bei dem Video habe es sich um Aufnahmen vor der Gefängniszelle Epsteins aus dem vergangenen Juli gehandelt. Der Unternehmer wartete dort auf seinen Prozess wegen zahlreicher Missbrauchsfälle. Ihm wurde vorgeworfen, unzählige junge Frauen und minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und als eine Art Sexsklaven an Bekannte vermittelt zu haben. Der Unternehmer pflegte unter anderem auch Kontakt zu Prinz Andrew (59), der im Zuge des Epstein-Skandals im November von seinen royalen Pflichten zurückgetreten ist.

Kein Back-up

Das Beweisvideo sei wegen einer Verwechslung gelöscht worden. Stattdessen habe man Videomaterial aufbewahrt, das mit dem Fall nichts zu tun gehabt habe. Auch ein Back-up-System habe versagt. Dort gespeicherte Aufnahmen seien wegen technischer Fehler schon seit August nicht mehr zugänglich gewesen.

Im August wurde Epstein tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. New Yorker Leichenbeschauer hatten später einen Selbstmord diagnostiziert. Zwei zuständige Wärter hatten in der Todesnacht Epsteins angeblich geschlafen und nicht regelmäßig nach dem Insassen gesehen. Justizminister William Barr (69) hatte von "ernsthaften Unregelmäßigkeiten" in dem Gefängnis gesprochen.

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