09.01.2020 - 14:35

Sie stehen Rede und Antwort Finanzierung und Medienumgang: Das ändert sich bei Harry und Meghan

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Was hält die Zukunft für Meghan und Harry parat?

Foto: imago images/i Images

Was hält die Zukunft für Meghan und Harry parat?

Vieles wird sich ändern, wenn Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan (38, "Suits") ihren Wunsch in die Tat umsetzen, sich vom britischen Königshaus abzunabeln. Um die brennendsten Fragen der Öffentlichkeit zu beantworten, haben der Herzog und die Herzogin von Sussex auf ihrer offiziellen Homepage eine Art royalen FAQ-Bereich eingerichtet. Dieser gibt bereits jetzt Auskunft darüber, wie das Paar künftig mit den Medien umgehend will und was seine "finanzielle Unabhängigkeit" eigentlich genau bedeutet.

Sie dürfen künftig Geld verdienen

Stand jetzt ist es sowohl Meghan als auch Harry "untersagt, Einkommen in jedweder Form zu verdienen", heißt es unter dem Stichwort "Finanzierung". Dies ist der Standard für alle Mitglieder des britischen Königshauses. Es wird aber auch angeführt - ohne dabei Namen zu nennen -, dass es bereits Personen aus der Königsfamilie gibt, "die den Monarchen unterstützen und zudem Ganztagsjobs außerhalb ihrer Verpflichtungen gegenüber der Monarchie haben." Genau diesen Status streben nun auch Harry und Meghan an.

Erreichen wollen sie das, indem sie künftig keine Gelder mehr aus dem sogenannten "Sovereign Grant" erhalten. Dieser kann als Kasse verstanden werden, in die ein Teil der Steuergelder der britischen Bürger ein- und an alle Mitglieder der Königsfamilie ausgezahlt wird. Finanziert werden hiervon etwa der Erhalt und die Wartung offizieller Residenzen der Royals.

Was die Sache interessant macht: Eigener Aussage nach decken die Gelder, die Harry und Meghan durch den "Sovereign Grant" erhalten, lediglich fünf Prozent ihrer Kosten ab. Daher würden die beiden "es bevorzugen, diese finanzielle Bindung aufzulösen." Positiver Nebeneffekt: Ohne den Zuschuss von Steuergeldern ist es ihnen dann gestattet, ihr eigenes Geld zu verdienen. Rein theoretisch dürfte Meghan also auch wieder als Schauspielerin arbeiten.

Die Frage bleibt, wie es sich mit den anderen 95 Prozent der Finanzierung verhält. Auf der Seite heißt es: "Seit der Gründung des Amtes des Herzogs und der Herzogin von Sussex wurden 95 Prozent der Kosten durch Einkommen abgedeckt, das vom Prinzen von Wales [Prinz Charles, Anm. d. Red.] zugeteilt und vom Herzogtum Cornwall generiert wurde." Hier ist der Text allerdings nicht ganz eindeutig. Es heißt lediglich, dass dies "bislang" so gewesen sei. Ob auch diese Gelder für die "finanzielle Unabhängigkeit" versiegen werden, ist nicht klar formuliert.

Klatschblätter sollen umgangen werden

Eine ausgesprochen interessante Änderung hinsichtlich ihrer Kooperation mit den Medien stellt derweil ein anderer Austritt dar: Unter dem Reiter "Medien" kündigen Harry und Meghan an, aus dem sogenannten "Royal Rota System" auszutreten. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um einen Deal, den die königliche Familie mit sieben britischen Zeitungen hat. Namentlich sind das: "The Daily Express", "The Daily Mail", "The Daily Mirror", "The Evening Standard", "The Telegraph", "The Times", "The Sun".

"Historisch gesehen erwartet die Vereinbarung mit dem 'Royal Rota', dass die Königlichen Hoheiten, sollten sie ein bislang noch nie gesehenes Foto veröffentlichen wollen, besagtes Foto auch an 'The Rota' übergeben - entweder zeitgleich oder im Voraus zur eigenen Veröffentlichung", heißt es hierzu auf der offiziellen Seite der beiden.

Wollen die Sussex-Royals also ein neues Bild von Sohnemann Archie veröffentlichen, müssen sie es mindestens zeitgleich für alle sieben der oben genannten Medien zugänglich machen. Warum das gerade für Meghan ein Dorn im Auge ist, liegt auf der Hand. Die verklagte immerhin unlängst mit der "Mail on Sunday" die Sonntagsausgabe der "Daily Mail" - also eine jener Zeitungen, denen sie durch das "Royal Rota System" auch noch gratis Bilder zur Verfügung stellen muss. Wohl auch deshalb wird im Erklärtext der Sussexes explizit angemerkt, dass es sich bei vier der sieben Medien um "Klatschzeitungen" handelt.

Als Alternative wollen die beiden stattdessen künftig mit kleineren Medien und "jungen, aufstrebenden Journalisten" zusammenarbeiten und "zuverlässigen Medienvertretern, die sich auf objektive Nachrichten fokussieren", Zugang gewähren. Außerdem behalten sie ihre "offiziellen Kommunikationskanäle", über die sie ihre Fans unverändert auf dem Laufenden halten wollen.

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