07.01.2020 - 16:06

Die 19. Staffel startet "Um Himmels Willen": So denkt Fritz Wepper übers Aufhören

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Auch in der neuen Staffel "Um Himmels Willen" bleibt Kloster Kaltenthal nicht vom Wettstreit zwischen den Ordensschwestern, allen voran Schwester Hanna (Janina Hartwig), und Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper) verschont.

Foto: imago images / Mary Evans

Auch in der neuen Staffel "Um Himmels Willen" bleibt Kloster Kaltenthal nicht vom Wettstreit zwischen den Ordensschwestern, allen voran Schwester Hanna (Janina Hartwig), und Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper) verschont.

19 Staffeln – und kein Ende in Sicht? Im Interview verrät Serien-Schauspieler und Bürgermeister-Wöller-Mime Fritz Wepper, wie es weitergeht. Und wie vor allem er selbst sich die Zukunft vorstellt. Immerhin ist das Rentenalter schon längst da...

Die TV-Serie "Um Himmels Willen" (seit 2002, das Erste) startet am 7. Januar 2020 um 20:15 Uhr in die 19. Staffel. So viel vorab: Auch in den neuen Folgen bleibt das Kloster vom Wettstreit zwischen den Kaltenthaler Ordensschwestern und Bürgermeister Wöller nicht verschont. Nach Wöllers Reinfall mit der Immobilienmaklerin Jenny Winter (Barbara Wussow) ist Kaltenthal endlich wieder im Besitz des Ordens. Doch Bürgermeister Wöller hat schon einen neuen Plan. Er möchte auf dem Klostergelände eine mittelalterliche Burg bauen...

Bürgermeister Wöller der fiktiven niederbayerischen Mittelstadt Kaltenthal wird seit Beginn der Serie "Um Himmels Willen" von Fritz Wepper (78) verkörpert. Wie der Schauspieler über die Zukunft der Serie denkt, wie seine eigene Zukunft aussieht und welche Parallele es zu seiner früheren Erfolgsserie "Derrick" (1974-1998) gibt, verrät er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Fragen an Fritz Wepper: Wie steht's um die Zukunft von "Um Himmels Willen"?

Die 19. Staffel "Um Himmels Willen" startet. Schauen Sie sich die erste Folge der neuen Staffel im Fernsehen an?

Wepper: Nicht nur die erste. Am liebsten schaue ich mir alle Folgen am Tag der Ausstrahlung im Fernsehen an. Ich möchte ja wissen, wie das Wetter an dem Tag ist, was parallel dazu bei anderen Sendern läuft, welche Nachrichten die Menschen gerade beschäftigen und so weiter. Das ist mein professionelles Interesse an unserem Format.

Wie schauen Sie sich die Serie dann am liebsten an: Mit Freunden und Familie oder allein?

Wepper: Das ist mir nicht ganz so wichtig. Hauptsache, ich kann es überhaupt sehen. Generell kommt aber beides vor, je nachdem, wie die Situation gerade ist. Wenn ich beispielsweise unterwegs bin, schaue ich die Sendung alleine an.

Was finden Sie an der neuen Staffel besonders spannend?

Wepper: Ich will nicht zu viel verraten, aber es gibt eine Überraschung: Jemand aus Bürgermeister Wöllers Familie taucht auf... Mehr sage ich aber wirklich nicht.

Sie machen das jetzt seit 2002. Könnten Sie sich vorstellen, jemals aufzuhören?

Wepper: Das ist nicht meine Art. Ich habe 281 "Derrick"-Folgen (1974-1998) gemacht und wir sind jetzt bei rund 250 "Um Himmels Willen"-Folgen. Wenn ich "Ja" sage, kann man sich auf mich verlassen. Einzig gesundheitliche Gründe könnten mich zum Aufhören bewegen, mein Bestreben ist es aber, die Vorstellungen unserer Zuschauer noch lange zu erfüllen. Sie sehen das sicher auch deshalb so gern, weil sonst ja eher die negativen Nachrichten im Fernsehen überwiegen. Häufig höre ich von Fans der Serie: "Wir freuen uns, wenn Ihre Sendung kommt, weil wir uns dann zurücklehnen und entspannen können."

Sie haben gesagt, dass die Gesundheit eine Voraussetzung für viele weitere "Um Himmels Willen"-Folgen ist. Was machen Sie dafür? Haben Sie ein spezielles Fitnessprogramm?

Wepper: Ich bewege mich regelmäßig, mache Nordic Walking oder gehe Schwimmen. Man muss ja fit bleiben.

Worauf achten Sie bei der Ernährung?

Wepper: Ich ernähre mich ganz normal. Wichtig ist mir, dass es gut zubereitet ist und schmeckt. Und ich koche auch gern selbst.

Holen Sie sich manchmal Tipps von Ihrem Bruder, Schauspieler Elmar Wepper? Der kocht ja gelegentlich mit Star-Koch Alfons Schuhbeck...

Wepper: Mein Bruder war neun Jahre alt, als er zu Kochen begonnen hat und ich war zwölf. Wir hatten in unserer Mutter und Großmutter tolle Lehrmeisterinnen. Wir kochen beide sehr gut.

Sie spielen seit bald 20 Jahren einen Bürgermeister. Interessieren Sie sich eigentlich auch privat für Lokalpolitik?

Fritz Wepper: Nein, gar nicht. Für mich gibt es nur eine Partei und die heißt "Familie und Freunde". Alles andere ist in der heutigen Zeit sehr fragwürdig geworden.

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Wie wichtig dem Schauspieler die Familie ist, ist wohl spätestens schmerzlich bekannt, seit Fritz Weppers Frau Angela vor gut einem Jahr plötzlich verstorben ist. Er selbst verriet, dass ihm der Verlust äußerst schwer fiel und er noch immer sehr trauert. Kürzlich musste Wepper das erste Weihnachtsfest ohne seine Frau überstehen. Da lenken die Dreharbeiten einer TV-Sendung sicherlich auch ein gutes Stück weit ab.

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