23.12.2019 - 12:16

Charly starb vor neun Monaten Stephanie von Pfuels erstes Weihnachten ohne ihren Sohn: "Er fehlt mir in jeder Sekunde"

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Stephanie von Pfuel verlor ihren geliebten Sohn in diesem Jahr. Jetzt spricht sie über ihre Trauer.

Foto: imago images_Eibner

Stephanie von Pfuel verlor ihren geliebten Sohn in diesem Jahr. Jetzt spricht sie über ihre Trauer.

Es ist ein Alptraum, und sie musste ihn erleben. Gräfin von Pfuel musste ihr Kind in diesem Jahr zu Grabe tragen. Jetzt spricht sie über das erste Weihnachtsfest ohne ihren geliebten Sohn.

Es ist das Schlimmste, was sich eine Mutter vorstellen kann. Der Tod des eigenen Kindes. Der Schmerz darüber vergeht nie. Das hat auch Stephanie von Pfuehl erleben müssen, als sie ihren Sohn Karl Bagusat, von allen "Charly" genannt, vor neun Monaten bei einem Verkehrsunfall verlor. Sie trug ihr Kind zu Grabe und lebte weiter. Wie es ihr kurz vor dem ersten Weihnachtsfest ohne ihrem Sohn geht, erzählte sie der Zeitschrift BUNTE. Stephanie von Pfuels erstes Weihnachten ohne ihren Sohn.

Stephanie von Pfuel nach dem Tod ihres Sohnes Charly

Wie sie es schaffte, an dem Verlust nicht komplett zu zerbrechen? "Ich bin mit sehr großer Disziplin aufgewachsen. Deshalb war es mir möglich, vier Tage nach Charlys Beerdigung eine Gemeinderatssitzung zu halten", sagt Stephanie Gräfin von Pfuel (58), Bürgermeisterin der oberbayerischen Marktgemeinde Tüßling, der Zeitschrift BUNTE.

Stephanie von Pfuel lebt weiter, aber ihre Augen offenbaren den steten Schmerz und die Trauer um den Verlust ihres ältesten Sohn. "Meine Gefühle lasse ich mir in der Öffentlichkeit nicht anmerken. Ich funktioniere im Job bestmöglich und empfinde zwischendurch auch glückliche Momente, in denen ich lachen kann. Aber tief im Inneren bin ich wahnsinnig traurig."

So kam es zum tragischen Unfall

Der Sohn der Gräfin wurde am 20. März von einem Auto erfasst und kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Am 27. März 2019 starb Charly im Berliner Klinikum Charité an den Folgen. Seine Eltern, die fünf Geschwister und viele Freunde waren in den letzten Tagen an seinem Sterbebett.

Dass Charly keine Schuld an dem Unfall trifft, ist inzwischen klar. Überwachungskameras hatten den Unfall aufgezeichnet, als Karl Bagusat die Straße zu Fuß überquerte – ohne dabei auf sein Handy zu blicken, wie man anfangs annahm. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 23-jährigen Fahrer wegen Körperverletzung mit Todesfolge bzw. fahrlässiger Tötung. "Charly starb völlig unverschuldet. Alles andere wird die Staatsanwaltschaft genau untersuchen. Hoffentlich", betont seine Mutter.

Stephanie von Pfuel: Das erste Weihnachtsfest ohne ihren Sohn

Wie verbringt Stephanie von Pfuel das erste Weihnachtsfest ohne ihren geliebten Sohn? Sie lächelt, kämpft dabei aber mit den Tränen, wenn sie von ihm erzählt. "Ich bin sehr dankbar und froh, dass ich 26 Jahre lang diesen wunderbaren Sohn haben durfte. Charly wurde von so vielen Menschen, nicht nur von seiner Familie, geliebt und geachtet. Für die Persönlichkeit, die er war. Er hatte in seinem jungen Leben schon so viel geschaffen, persönlich als auch beruflich."

Eine Mutter, deren Schmerz nie vergehen wird, die aber für die Familie weiterlebt: "Charly fehlt mir in jeder Sekunde. Er fehlt allen, speziell uns als Familie. Wir denken jeden Tag an ihn, reden über ihn und versuchen, im Alltag mit diesem großen Verlust zurechtzukommen. Es gibt ganz klar Momente, wo es wahnsinnig wehtut. Aber es gibt auch Momente, in denen meine Kinder und ich ein normales Leben führen können. Aber es bleibt natürlich für immer diese Wunde der Trauer. Es ist egal, ob Charly neun Monate tot ist oder irgendwann Jahre. Der Schmerz bleibt. Damit müssen wir lernen umzugehen. Das Leben ohne ihn fällt uns allen sehr schwer."

In der Familienkappelle brennen immer Kerzen

In der kleinen Kapelle des Familienschlosses gedenken die Familienmitglieder des verlorenen geliebten Menschen. "Dort brennen immer Kerzen, der Altar ist geschmückt und da steht ein Foto von Charly. Es ist mir und meinen Kindern extrem wichtig, dass er weiterhin geehrt und gewürdigt wird und einen festen Platz in der Kapelle hat. An diesen Ort können wir uns zurückziehen, beten und an ihn denken. Das gibt uns enorm viel Kraft."

"Anfangs dachte ich, Charlys Tod ist unwirklich"

Die Gräfin musste sich der Realität stellen, auch wenn es Anfangs nicht real erschien: "Anfangs dachte ich, Charlys Tod ist unwirklich. Doch inzwischen bleibt mir nichts anderes übrig, als mich der Realität zu stellen. Wir sind als Familie täglich mit bürokratischen Hürden seines Todes beschäftigt. Erbangelegenheiten, Versicherungen und Firmen abmelden. Da wird uns sein Tod jedes Mal aufs Neue vor Augen geführt."

Wir wünschen dieser starken Frau weiterhin so viel Kraft für sich und ihre Familie.

Lesen Sie hier wie es Stephanie Gräfin von Pfuel nach dem Unfall ging.

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Das eigene Kind zu verlieren – diesen unvorstellbaren Schmerz musste auch Miguel Cervantes erleiden. Der Musical-Star trauert um seine 3-jährige Tochter. Doch selbst nach einem solchen Schicksalsschlag, kann auch wieder Liebe und Hoffnung zurückkehren: Nach dem Tod ihrer Tochter (1) haben US-Ski-Star Bode Miller und seine Frau Morgan wunderbare Nachricht.

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