25.10.2019 - 16:55

Interview mit dem Sänger Andreas Gabalier: Ich will jetzt Ruhe in mein Leben bringen

Andreas Gabalier gibt auf der Bühne alles. Dabei will er jetzt aber mehr auf seinen Körper hören – verrät er im Interview mit BILD der FRAU.

Foto: imago images / Joachim Sielski

Andreas Gabalier gibt auf der Bühne alles. Dabei will er jetzt aber mehr auf seinen Körper hören – verrät er im Interview mit BILD der FRAU.

Nachdenkliche Töne von Andreas Gabalier im Interview mit BILD der FRAU. Die letzten Wochen haben dem sonst so fröhlichen Volks-Rock'n'Roller zugesetzt: Erst seine Krankheit, jetzt die Trennung von der langjährigen Partnerin. Unsere Reporterin Erika Krüger traf den Österreicher.

Ein echter Shooting-Star: Andreas Gabalier, 1984 im österreichischen Graz geboren, gelang 2011 der Durchbruch mit "I sing a Liad für di", 2012 heimste er – logisch – den Shootingstar-"Bambi" ein. Seitdem geht es Schlag auf Schlag – bis heute hat der selbst ernannte Volks-Rock'n'Roller in Österreich 3-mal Gold und 31-mal Platin erhalten. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Nach sechs Jahren Beziehung mit Moderatorin Silvia Schneider gaben die beiden vor wenigen Wochen ihre Trennung bekannt. Im Interview mit BILD der FRAU bekannte Andreas Gabalier jetzt, dass es eine Frau nicht leicht an seiner Seite hat...

Andreas Gabalier im Interview mit BILD der FRAU: Es ist nicht leicht für eine Frau mit dem Trubel um mich

BILD der FRAU: Andreas, in einem unserer letzten Interviews haben Sie mir verraten, dass Sie sich sieben Kinder, eine große Familie wünschen. Ist der Traum geplatzt?

Andreas Gabalier: Das wird man sehen. Bei meinem Arbeitspensum derzeit ist es eine riesengroße Herausforderung, eine gute Beziehung zu führen. Es ist nicht leicht für eine Frau, den Trubel um mich herum auszuhalten. Und der Trubel nimmt nicht ab.

Sehr poetisch: So antwortete Gabalier auf das Trennungs-Posting seiner Ex-Partnerin

Gerade feiern Sie mit einem neuen "Best of"-Album zehnjähriges Jubiläum.

Ja, das ist krass, was alles passiert ist. Es gab so viele Highlights und Meilensteine. Es waren sehr turbulente und aufregende Jahre.

"Ich liebe es, in der Natur zu arbeiten"

Sie touren durch viele Länder. Wie heimatverbunden sind Sie noch?

Immer mehr. Ich bin viel unterwegs und genieße die Reiserei auch. Aber umso schöner ist es für mich, nach Hause zu kommen. Ich liebe es, dann in der Natur zu arbeiten, den Rasen zu mähen, Laub zu harken. Die Arbeit bei uns auf dem Hof erdet mich. Ich liebe es, wenn die Fingernägel abends dreckig sind, das T-Shirt verschwitzt ist.

Obwohl Sie inzwischen an Glamour gewohnt sind?

Klar. Ich geh auch gern am Wochenende mein Auto waschen. Dann gönn ich mir eine Leberkässemmel und bin zufrieden. Ich bin sehr verwurzelt, könnte nie woanders als in Österreich leben.

"Rechtspopulismus-Vorwürfe? Finde ich, sorry, "scheiße""

Weil Ihre Texte so heimatverliebt sind, wurde Ihnen auch schon mal Rechtspopulismus vorgeworfen. Wie gehen Sie mit solchen Vorwürfen um?

Die finde ich ehrlich gesagt, sorry, "scheiße". Ich schenke meinen Fans auf der Bühne drei Stunden Auszeit von ihrem Alltag. Ich komme vom Land und habe das Thema "Heimat" immer positiv erlebt. Was ich dort erlebe, verarbeite ich in meinen Liedern und spüre, dass die Menschen sich nach dieser Idylle sehnen. Es war nie mein Ziel, politisch zu sein.

Wenn Sie nach 10 Jahren Bilanz ziehen: Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Alles erlebt. Ich bin zufrieden, wenn ich auf unserem Bauernhof bin. In Graz bin ich einfach der Andi von früher. Da erwartet keiner, dass ich die Stimmungskanone bin. Wenn ich nach einer Tour heimkomme, kocht mir die Nachbars-Oma, die Hermine, Sterz. Das ist eine Art Polenta mit Milch und Zucker. Oder am Mittag bringt sie mir ein Schnitzel. Darüber freu ich mich sehr.

"Ich versuche, intensiver auf meinen Körper zu hören"

Ihre Fans haben sich in den letzten Wochen auch große Sorgen um Sie gemacht. Sie lagen im Krankenhaus mit einem Virus-Infekt, mussten Konzerte absagen. Wie geht es Ihnen heute?

Das war zum Glück nichts Bedrohliches. Es war zwar hart, einige Tage ans Bett gefesselt zu sein, aber jetzt geht es mir wieder gut. Ich mache jetzt mehr Sport und gönn mir mehr Pausen. Ich versuche, intensiver auf meinen Körper zu hören.

Ich hab verstanden, dass Gesundheit nichts Selbstverständliches ist. Ich will versuchen, etwas mehr Ruhe in mein Leben zu bringen, auch mal einfach nichts zu tun, zwei Stündchen in der Sonne zu sitzen.

Glauben Sie an Schicksal?

Ich glaube daran, dass es etwas gibt, was wir nicht erklären oder beeinflussen können. Vor jedem Auftritt mache ich ein Kreuzzeichen und bitte um himmlische Unterstützung. Und ich bedanke mich für die vielen schönen Momente. Ich bin dankbar für mein Leben.

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Gerade erst Single, äußerte sich Andreas Gabalier zu seiner Trennung: "Das war vor allem meine Schuld".

Kurz zuvor musste Andreas Gabalier wegener einer Lebensmittelvergiftung ein Konzert absagen. Und davor war der letzte Krankenhausaufenthalt von Andreas Gabalier noch gar nicht so lange her. Damals war es aber nicht der Magen, der ihm zu schaffen machte. Mahr dazu und viele weitere News aus der Welt des Schlagers gibt's auf unserer Themenseite.

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