07.10.2019

Anhaltender Konflikt Herzogin Meghan und Prinz Harry verklagen britische Medien

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Prinz Harry und Herzogin Meghan mit Söhnchen Archie: Sie lächeln wieder – doch wurden sie Ziel fieser Presse-Attacken, gegen die sie jetzt geklagt haben.

Foto: imago images / PA Images

Prinz Harry und Herzogin Meghan mit Söhnchen Archie: Sie lächeln wieder – doch wurden sie Ziel fieser Presse-Attacken, gegen die sie jetzt geklagt haben.

Die Royals Meghan und Harry lassen sich von der britischen Presse nichts mehr gefallen: Das Paar geht, wenige Tage nach der Klage gegen ein britisches Magazin, gegen zwei weitere Zeitungsverlage vor.

Diese beiden halten zusammen wie Pech und Schwefel – und sie wehren sich. Der Gegner? Erst war es das britische Boulevardblatt "Mail on Sunday" und dessen Muttergesellschaft "Associated Newspapers". Beide wurden von Herzogin Meghan (38) und ihrem Mann, Prinz Harry (35), verklagt. Jetzt folgen weitere Klagen: gegen die "Sun" (Verlag News Group Newspapers) und den "Mirror" (Reach plc).

Verschärfung im Streit Prinz Harry und Herzogin Meghan gegen die britische Presse

Frisch aus Afrika zurück müssen sich Meghan und Harry bitter ärgern. Bekannt wurde, dass britische Zeitungen illegal das Handy des Prinzen gehackt und seine Mailbox-Nachrichten abgehört haben. Jetzt leitet das royale Paar nochmals juristische Schritte ein. Denn schon wenige Tage zuvor hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben.

Meghan und Harry klagten aufgrund widerrechtlicher Veröffentlichung eines privaten Briefes

Erst vor kurzem gab das Ehepaar Sussex auf ihrer eigenen Homepage ein persönliches Statement bekannt. Darin hieß es: "Ihre Königliche Hoheit, die Herzogin von Sussex, hat eine Klage gegen 'Associated Newspapers' wegen Missbrauchs privater Informationen, Verletzung des Urheberrechts und Verletzung des 'Data Protection Act 2018' [Datenschutzgesetz] eingereicht. Das Verfahren in der Chancery Division des High Court bezieht sich auf die rechtswidrige Veröffentlichung eines privaten Briefes." Ein juristischer Sprecher der Kanzlei Schillings, die die Herzogin vertritt, nannte besagte Veröffentlichung außerdem "Teil einer Kampagne dieser Mediengruppe, falsche und bewusst abfällige Geschichten über sie und ihren Mann zu veröffentlichen".

Wie es in der Bekanntgabe weiter hieß, trage das Ehepaar Sussex die Prozesskosten selbst. Mögliche Schadensersatzzahlungen wollen Meghan und Harry an eine Anti-Mobbing-Organisation spenden.

Sein beeindruckendes Statement dazu

Doch damit nicht genug. Prinz Harry stellte der Bekanntmachung ein beeindruckendes und sehr persönliches Statement voran. Darin hieß es:

"Leider ist meine Frau zu einem der jüngsten Opfer einer britischen Boulevardpresse geworden", kritisierte er die "rücksichtslose Kampagne, die im vergangenen Jahr eskaliert" sei. Obwohl sie beide es sich nicht hätten anmerken lassen, sei es "schmerzhaft" gewesen. "Denn im heutigen digitalen Zeitalter werden Presse-Fabrikationen weltweit als Wahrheit wiederverwendet." Bisher hätten sie keine Möglichkeit gehabt, "die ständigen Falschdarstellungen" zu korrigieren, schrieb Harry weiter. Das hätten sich die genannten Medien "täglich und manchmal stündlich zunutze gemacht". Aus diesem Grund hatte das Paar rechtliche Schritte eingeleitet.

Selbstkritische Worte des Prinzen: Geschichte dürfe sich nicht wiederholen

Prinz Harry übte in seinem Statement aber auch Selbstkritik. "Ich war zu lange ein stiller Zeuge ihres [Meghan] privaten Leidens. Sich zurückzuhalten und nichts zu tun, stünde im Widerspruch zu allem, woran wir glauben", schrieb er. Das Einzige, was zu tun sei, sei, sich diesem Verhalten zu widersetzen, denn es zerstöre Menschen und Leben. "Einfach ausgedrückt, es ist Mobbing, das die Menschen verängstigt und zum Schweigen bringt. Wir alle wissen, dass dies auf keiner Ebene akzeptabel ist. Wir werden und können nicht an eine Welt glauben, in der es keine Rechenschaftspflicht dafür gibt."

Obwohl diese Aktion vielleicht nicht ungefährlich sei, sei sie doch die richtige, findet Harry. Denn seine tiefste Angst sei es, dass sich die Geschichte wiederhole. "Ich habe gesehen, was passiert, wenn jemand, den ich liebe, so weit verdinglicht wird, dass er nicht mehr als echte Person behandelt oder gesehen wird. Ich verlor meine Mutter und nun sehe ich, wie meine Frau Opfer der gleichen mächtigen Kräfte wird", schreibt der Sohn von Prinzessin Diana (1961-1997), die im August 1997 nach einem Autounfall in einem Pariser Tunnel starb, nachdem sie von Fotografen verfolgt worden war.

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Lesen Sie, was die Royals gern öffentlich teilen: Beispielsweise schöne Momente von Harrys und Meghans Afrikareise.

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