20.09.2019 - 19:41

Schauspielerin im Interview Ann-Kathrin Kramer: Darum ist die Ehe nach 10 Jahren viel schöner

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Ann-Kathrin Kramer plaudert im Interview mit BILD der FRAU darüber, wieso die Ehe auch und gerade nach 10 Jahren so schön ist.

Foto: imago images / Future Image

Ann-Kathrin Kramer plaudert im Interview mit BILD der FRAU darüber, wieso die Ehe auch und gerade nach 10 Jahren so schön ist.

Zehn Jahre ist Ann-Kathrin Kramer schon mit Schauspiel- Kollege Harald Krassnitzer verheiratet. Und findet die Ehe heute besser als je zuvor. Im Interview mit BILD der FRAU erzählt sie, warum.

1966 in Wuppertal geboren, absolvierte Ann-Kathrin Kramer nach einer Lehre als Dekorateurin die Schauspielschule in München. 1992 erhielt sie ihre erste TV-Rolle in "SOKO 5113". Mit der Krimireihe "Das Duo" und Filmen wie "30 Tage Angst" oder "Eltern allein zu Haus" hat sich die 53-Jährige längst als beliebte und geschätzte Darstellerin etabliert. Seit 19 Jahren ist sie mit Harald Krassnitzer zusammen, seit 10 Jahren mit ihm verheiratet – die beiden leben im Bergischen Land. Jan Josef Liefers ist der Vater ihres Sohnes Leonard. Im Interview mit BILD der FRAU plaudert Ann-Kathrin Kramer über das Geheimnis ihrer Ehe, Island – und verrät, was sie von Notlügen hält.

Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer im Interview mit BILD der FRAU

BILD der FRAU: Für Ihren neuen Film waren Sie auf Island. Ein magischer Ort, oder?

Ann-Kathrin Kramer: Oh ja! Vor allem die Natur dort hat mich verzaubert. Die schwarzen Strände im Süden, die Gletscher, die heißen Quellen. Jedes Mal dachte ich: Es geht nicht schöner! Dann fuhren wir weiter und ich sah: Geht es doch!

Angeblich ist die Insel ja Heimat von Elfen und Trollen...

Also wenn es sie gibt, dann dort. Ich muss gestehen: Da konnte ich mir das auch vorstellen. Island macht etwas mit einem. Auch wenn man eigentlich nicht dran glaubt, hat man hier das Gefühl: Es gibt noch etwas zwischen Himmel und Erde, das wir uns nicht erklären können.

Im Film verschweigen Sie Ihrem Filmsohn, dass Sie eine Beziehung zu seinem besten Freund haben. Claudia, Ihre Figur, sagt: "Ehrlichkeit ist manchmal vielleicht nicht das richtige." Finden Sie das auch?

Ich finde, das ist oft eine Gewissensfrage. Rigoros jedem immer alles direkt ins Gesicht zu sagen, das ist mir zu einfach. Das ist manchmal auch egoistisch. Was hat jemand davon, wenn ich ihm sage: "Ich finde deinen Bart hässlich?" Ich frage mich immer: Ist es wichtig, jetzt die ungeschönte Wahrheit zu sagen? Ich glaube, nicht zu jedem Preis.

Verschweigen aus Feigheit ist schwierig – Notlügen sind okay

Sind Notlügen in Ordnung?

Total! Die sind doch das Schmiermittel unserer Gesellschaft (lacht).

Erinnern Sie sich an Ihre letzte Flunkerei?

Die verrate ich Ihnen nicht! (Lacht.) Aber die ist vermutlich noch gar nicht so lange her

Sind kleine Lügen in der Liebe okay?

In dem Moment, wo man etwas verschweigt oder lügt, nur weil man selbst zu feige ist, die Wahrheit zu sagen, dann wird es schwierig. Da darf man nicht kneifen, muss mutig sein und auch in Kauf nehmen, dass einen der andere mal doof findet. Das muss man aushalten, nicht nur in der Liebe, auch in der Freundschaft. Hauptsache, man verträgt sich wieder.

Die Ehe wird immer entspannter – und deshalb schöner

Sie sind jetzt 10 Jahre verheiratet, 19 Jahre schon zusammen. Was ist Ihr Glücksgeheimnis?

Das Glücksgeheimnis kennen wir leider auch nicht. Aber wir machen uns frei davon, ein perfektes Bild von der Ehe oder dem Familienleben abzugeben. Das entspannt enorm.

Was ist das Schönste an zehn Jahren Ehe?

Ich finde, unsere Ehe wird immer schöner, weil sie immer entspannter wird. Vor vielen Jahren hat mal eine ältere Frau zu mir gesagt: "Die ersten zwei Jahre waren die schlimmsten, wir haben uns nur gestritten. Dann wurde es immer besser." Ich dachte, das ist doch total verdreht, am Anfang ist doch alles wunderbar

Und heute denken Sie was?

Nun weiß ich, was sie gemeint hat: dass man im Laufe der Jahre einfach entspannter wird, nicht mehr so streng miteinander ist, nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt. Man weiß den anderen zu nehmen. Wenn man das erkannt hat, fängt man ganz anders an zu lieben.

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Auch Ann-Kathrin Kramers Mann Harald Krassnitzer hat im Interview mit BILD der FRAU schon Rede und Antwort gestanden. Er sagte damals: Mit Smartphones kann ich nichts anfangen!

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