17.10.2019

Nach Entzugsklinik-Aufenthalt Dolly Buster: "Ich habe auch keinen Schimmer Hoffnung mehr"

Dolly Buster leidet an Tinnitus: Seit Jahren nimmt sie daher Schlaf- und Schmerzmittel, war sogar auf Entzug. Wie es ihr zurzeit geht, lesen Sie hier.

Foto: imago images / Future Image

Dolly Buster leidet an Tinnitus: Seit Jahren nimmt sie daher Schlaf- und Schmerzmittel, war sogar auf Entzug. Wie es ihr zurzeit geht, lesen Sie hier.

Im Sommer musste Dolly Buster ist in die Entzugsklinik. Der Grund: Zu viele Schmerztabletten, weil ihr Tinnitus ihr so sehr zu schaffen macht. Jetzt geht es ihr zwar wieder besser, aber so ganz kommt sie nicht los von den Medikamenten. Wie sehr sie das zermürbt...

Nora Baumberger wird 50. Am 23. Oktober feiert die Ex-Pornokönigin, besser bekannt als Dolly Buster, Geburtstag. Feiern wird sie diesen allerdings nicht. Denn Dolly Busters Tinnitus zwingt sie noch immer zu Schmerzmitteln – wegen denen sie im Sommer sogar in der Entzugsklinik war. Wie es ihr zurzeit geht, hat sie der Nachrichtenagentur dpa verraten.

Dolly Buster hat seit Jahren schlimmen Tinnitus: Der Geburtstag muss ausfallen

Seit zwei Jahren leide sie an Tinnitus verbunden mit starken Schmerzen, sagt sie: "Und es wird immer schlimmer". Daher hat sich die ehemalige Pornodarstellerin auch weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Sie meide jeden Stress, sage alle Anfragen und Einladungen ab, male nicht mehr, schreibe nicht mehr.

"Aus dem Nichts bekomme ich ein solches Geräusch im Ohr – das sind fürchterliche Zustände. Da könnte man ausrasten." Daher müsse auch ihre Geburtstagsfeier zum Jubiläum ausfallen. "Das traue ich mir nicht zu. Ich weiß nicht, wie es mir an dem Tag gehen wird, und ich möchte meinen Gästen nicht die Party versauen." Ihr Plan: Sie will ins Warme verreisen.

Dolly Buster und die Schlafmittel: Eine toxische Beziehung

Durch den Tinnitus hatte sie dann monatelang Schlafmittel genommen, ließ sich daraufhin selbst in eine Entzugsklinik einweisen. Mittlerweile ist sie wieder zuhause – doch von den Schlaf- und Schmerzmitteln kommt sie nicht so ganz los, wie sie bereits vorher im Interview mit "rtl.de" verraten hatte.

Sie habe sich irgendwann vor sich selbst erschrocken und die Reißleine ziehen müssen, erzählt Dolly Buster. Im Juli hatte sie sich dann selbst in die berühmte "Betty Ford"-Klinik einweisen lassen, um sich von ihrer Schlafmittelsucht zu befreien. Doch hundertprozentig geheilt geht die noch 49-Jährige nicht aus der Therapie heraus: "Als ich nach Hause gekommen bin, habe ich gemerkt, ganz alles abzusetzen, das klappt bei mir leider nicht." Gegenüber RTL sagt sie: "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde 'Es hat 100 Prozent geklappt'."

Sie sieht Therapie trotzdem als Erfolg

Dennoch sei sie froh, die Therapie gemacht zu haben, denn die Dosis an Schlafmittel habe sie zumindest reduzieren können. "Wir haben viel, viel geschafft, aber 100 Prozent absetzen, das konnte ich nicht."

Schuld an Dolly Busters hohem Schlafmittelkonsum ist ein Tinnitus, an dem die Schauspielerin seit zwei Jahren leidet und der ihr den Schlaf raubt. Jedoch sei die Erkrankung bei ihr nicht nur durch das typische hohe Piepsen im Ohr bemerkbar, sondern sie leide seitdem auch immer wieder unter plötzlichen Schmerz-Attacken. Und die habe sie mit den Schlafmitteln verhindern wollen – mit immer höheren Dosen.

"Es wird immer schlimmer"

Die Klinik habe ihr sehr geholfen, jedoch konnte die Ursache für die Ohrengeräusche nicht gefunden werden. Und mittlerweile weiß sie auch: Besser wird's wohl nicht mehr. "Die Frequenz ändert sich ständig bei mir, das ist ganz übel, da kann ich mich auch nicht dran gewöhnen. Ich habe Leute gesehen, die haben sich deswegen vom Dach geschmissen."

Ihr Leben leben, wie sie es gerne möchte, Dinge machen, selbst Hobbies, all das könne sie derzeit nicht. "Ich habe auch keinen Schimmer Hoffnung mehr, dass es noch mal besser wird. Ich muss realistisch sein. Es wird immer schlimmer."

Dennoch will sie weiterkämpfen – erst einmal mit geringerer Dosis an Beruhigungsmitteln. Hoffentlich dann bald auch wieder ganz ohne.

Als Dolly Buster im Juli in die Klinik gegangen ist, hatte sich Freundin und Travestie-Künstlerin Olivia Jones bereits darüber geäußert. Auch sie macht sich Sorgen um den Erotikstar. Wir drücken Dolly Buster die Daumen und hoffen, dass es ihr schnell wieder besser geht.

Die gebürtige Tschechin stammt übrigens aus Prag, kam mit 14 Jahren nach Deutschland. Ihre Pornokarriere bereue sie nicht, sagt sie: "Ich würde alles in meinem Leben genauso wieder machen. Ich habe nichts zu bedauern."

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Neue Therapien versprechen Hilfe gegen chronischen Tinnitus. Doch nicht bei jedem schlagen die Behandlungen gut an. Das liegt unter anderem auch an den vielfältigen Tinnitus-Ursachen. Die Ohrgeräusche haben viele Auslöser.

Auch Sie bemerken Ohrgeräusche? Wir klären 5 wichtige Fragen zu Tinnitus.

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