04.07.2019

Hunderttausende waren betroffen Riesen-Panne bei Facebook und Co. offenbart versteckte Funktion

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Schauten am Mittwoch in die Röhre: Nutzer von Facebook, Whatsapp und Instagram

Foto: imago/Bernd Friedel

Schauten am Mittwoch in die Röhre: Nutzer von Facebook, Whatsapp und Instagram

"Das könnte das Bild eines Hundes sein." Diesen und ähnliche Sätze lasen hunderttausende Nutzer von Facebook, Instagram und Whatsapp am Mittwoch. Statt wie gewohnt Bilder, Videos oder andere Dateien angezeigt zu bekommen, blieb es vielerorts in den sozialen Netzwerken finster. Hintergrund war eine massive Störung bei dem Social-Media-Giganten. Die erstreckte sich nicht nur auf Deutschland, weltweit hatten User Probleme mit den Angeboten von Facebook, zu dem Whatsapp und Instagram gehören.

Auch am Abend hatte der Konzern die Probleme bei seinen Diensten noch nicht in den Griff bekommen. Erst gegen 0 Uhr deutscher Zeit verzeichnete etwa die Störungsmelder-Seite "allestörungen.de" einen deutlichen Rückgang der Problem-Meldungen. Gegen 2 Uhr twitterte Facebook dann, die Probleme seien behoben worden. "Wir sind wieder bei 100 Prozent für alle." Das Unternehmen entschuldigte sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Auch Instagram entschuldigte sich auf Twitter für die Probleme. Ganz behoben waren die Störungen allerdings auch am Donnerstagmittag noch nicht, immer wieder meldeten Nutzer Probleme mit den Angeboten von Facebook, Whatsapp und Instagram.

Die Panne bot außerdem einen Einblick in die automatische Bilderkennung, die Facebook nutzt. Das Fachmagazin "Golem" etwa erklärte, der Konzern nutze ein Machine-Learning-System, das sämtliche hochgeladenen Bilder mit Begriffen wie Anzahl der Personen, groben Gesichtsmerkmalen, Emotionen und auch der Szenerie verschlagwortet. Diese Verschlagwortungen waren während der Störung deutlich lesbar. Ein Geheimnis macht Facebook aus dem System nicht. Im Jahr 2016 gab der Konzern bekannt, Machine-Learning-Software einzusetzen.

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