12.07.2019

Der Schauspieler im Interview Tom Schilling: Helden sind mir zu langweilig

Von

Viel Lob gab es für Tom Schilling in seiner Rolle als der junge Bertolt Brecht. Mit BILD der FRAU hat der Schauspieler jetzt über Beruf und Privates geplaudert.

Foto: imago images/Future Image

Viel Lob gab es für Tom Schilling in seiner Rolle als der junge Bertolt Brecht. Mit BILD der FRAU hat der Schauspieler jetzt über Beruf und Privates geplaudert.

Gerade noch Bertolt Brecht, jetzt ein Kinderfilm: Rollen, die anecken, stehen Tom Schilling so gut wie seine Anzüge – der Schauspieler im Interview mit BILD der FRAU.

Er ist 37, sieht deutlich jünger aus und hat schon etliche Preise eingeheimst: Tom Schilling hatte 2000 einen ersten Darsteller-Erfolg in "Crazy", 2013 wurde er für seine Hauptrolle in "Oh Boy" mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Filme wie "Unsere Mütter, unsere Väter", Oscar-Anwärter "Werk ohne Autor" und "Brecht" haben den Dreifach-Papa endgültig in die Riege der ganz großen deutschen Schauspieler katapultiert.

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Tom Schilling, wo er seine Frau kennengelernt hat, was seine Freunde über ihn sagen und warum Wut auch mal gut tut.

Tom Schilling: Der Schauspieler im Interview mit BILD der FRAU

BILD der FRAU: So lieber Herr Schilling, Sie spielen im neuen "TKKG"-Film mit. Hatten Sie die Abenteuer der vier Detektive früher auch in Ihrer Kassettenkiste?

Tom Schilling: Nein, ich bin in der DDR aufgewachsen, da gab es solche Geschichten nicht.

Welches der vier "TKKG"-Kinder finden Sie am coolsten?

Ach, die sind alle auf ihre Art sehr charmant. Aber ich fand meine Rolle am coolsten. Ich spiele Lehrer Pauling, der sich als Bösewicht entpuppt.

"Es tut gut, Wut mal rauszulassen"

Klassische Helden sind nicht so Ihr Ding, oder?

Ja, definitiv. Solchen Helden begegnet man im echten Leben doch gar nicht. Und es tut gut, Wut mal rauszulassen. Ich habe gerade erst gelesen, dass man sonst Gefahr läuft, depressiv zu werden.

In welchen Situationen zeigen Sie Ihr "wahres" Gesicht?

Meine Freunde würden sagen: immer! Ich bin ein sehr direkter, unverschlossener Mensch.

Haben Sie ein Gespür dafür, wer ehrlich zu Ihnen ist?

Auf jeden Fall. Ich habe einen inneren Lügendetektor. Den brauche ich in meinem Beruf.

Die aufregendste Zeit in Tom Schillings Leben

Wenn man eher schwermütige Charaktere spielt, führt man dann privat ein extrabuntes Leben?

Bunt macht auf jeden Fall mehr Spaß, kann man sich aber nicht immer aussuchen. Allerdings ist der Spaß bei den Dreharbeiten unabhängig von der Rolle, die man spielt. Bei "Unsere Mütter, unsere Väter", einem Weltkriegsdrama, hatte ich die aufregendste Zeit meines Lebens.

Wie meinen Sie das?

Na ja, da habe ich meine Frau kennengelernt. Es war alles sehr romantisch.

Sie haben im März geheiratet, waren aber schon sechs Jahre ein Paar. Woher weiß man, wann der richtige Zeitpunkt ist zum Heiraten?

Intuition. Wir haben gefühlt, dass es jetzt richtig ist.

Lesen Sie hier mehr über die Hochzeit von Tom Schilling und Annie Mosebach.

Noch viel mehr über Stars aus Filmen, Serien und TV-Sendungen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Seite

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen