21.06.2019 - 15:03

Sie war die erste Nachrichtensprecherin im ZDF Wibke Bruhns im Alter von 80 Jahren gestorben

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Sie war eine großartige Journalistin und die erste Nachrichtensprecherin des ZDF. Jetzt ist Wibke Bruhns gestorben.

Foto: imago images / APress

Sie war eine großartige Journalistin und die erste Nachrichtensprecherin des ZDF. Jetzt ist Wibke Bruhns gestorben.

Wibke Bruhns, eine Pionierin der deutschen TV-Nachrichtenlandschaft, ist tot. Die Journalistin ist 80 Jahre alt geworden.

Es sorgte für reichlich Aufsehen, als sie die erste Nachrichtensprecherin des ZDF wurde. Jetzt ist Wibke Bruhns gestorben – sie wurde 80 Jahre alt.

Nachrichtensprecherin Wibke Bruhns ist tot

Das ZDF reagierte bereits und zeigte sich betroffen – Chefredakteur Dr. Peter Frey: "Wibke Bruhns war eine Frau mit Haltung und dem Mut einer Pionierin. Mit ihrer Hartnäckigkeit und Leidenschaft hat sie als erste Frau den ZDF-'heute'-Nachrichten ihr Gesicht gegeben und damit Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie viele in der Medienwelt beeindruckt."

Wibke Bruhns verstarb am Donnerstagabend, ihre Familie bestätigte gegenüber dem ZDF die traurige Nachricht. Die Todesursache ist noch nicht bekannt.

Wibke Bruhns: Stationen ihres Lebens

1971 ging Bruhns zum ersten Mal live auf Sendung, die Journalistin präsentierte die "heute-Nachrichten" im ZDF. Doch schon 1973 verließ sie den Sender, arbeitete für einige dritte Programme als TV-Moderatorin und als Autorin für den "Stern". 1979 ging sie als Nahostkorrespondentin für das Magazin nach Jerusalem.

Von 1984 bis 1988 berichtete Bruhns für den "Stern" aus Washington. Für eine Reportage über das "Vietnam Veterans' Memorial" in der US-Hauptstadt erhielt sie 1989 den renommierten Egon-Erwin-Kisch-Preis.

Zurück in Deutschland arbeitete Bruhns wieder verstärkt im Fernsehen, unter anderem beim privaten Nachrichtensender VOX als dessen "Anchorwoman" sowie später als Leiterin der Kulturredaktion des damaligen Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB).

Ihr letzter öffentlichkeitswirksamer Job war der Posten als Sprecherin der EXPO 2000 in Hannover.

2004 geriet Bruhns dann noch einmal in die Schlagzeilen, sie veröffentlichte den Bestseller "Meines Vaters Land". In dem Buch berichtet Bruhns von dem Schicksal ihres Vaters, der als Mitwisser des Hitler-Attents 1944 hingerichtet wurde.

Bruhns war zwei Mal verheiratet. Aus ihrer zweiten Ehe mit dem Schauspieler, Autor und Regisseur Werner Bruhns stammen ihre Töchter Annika und Meike Bruhns.

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