27.05.2019

Blick hinter die Kulissen "Game of Thrones": Das verrät die Doku "The Last Watch"

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Kit Harington konnte seine Tränen nicht zurückhalten, als er vom Schicksal Daenerys Targaryens erfuhr

Foto: Helen Sloan/HBO

Kit Harington konnte seine Tränen nicht zurückhalten, als er vom Schicksal Daenerys Targaryens erfuhr

Es ist erst eine Woche her, dass ein zehnjähriger Zyklus endete und sich die Serie "Game of Thrones" verabschiedete. Dass das in so manchem Zuschauer eine gewisse Leere erzeugt hat, ist normal. Der Sender HBO ließ es sich daher nicht nehmen, den Fans am gestrigen Abend die zweistündige Doku "The Last Watch" der britischen Dokumentarfilmerin Jeanie Finlay (42) zu präsentieren, die einen Blick hinter die Kulissen der Kultserie gewährt. Sie zeigt die Reaktionen der Stars auf ihre letzten und entscheidenden Szenen sowie die Tricks, mit denen die Geheimnisse bis zuletzt gewahrt wurden.

Dass eine so große Produktion wie "Game of Thrones" alles daransetzt, dass auch ja nichts über etwaige Storytwists bekannt wird, bringt einen wirklich irren Aufwand mit sich. Um beispielsweise in Sevilla die Szenen für die Ernennung Brans zum neuen König zu drehen, wurden auch Schauspieler nach Spanien gebracht, die eigentlich gar nicht in der Staffel auftauchten oder zum Zeitpunkt der Szene eigentlich schon Hopps gegangen waren.

Und die Verwirrung funktionierte perfekt, als sich Tom Wlaschiha (45, Jaqen H'ghar), Faye Marsay (32, Die Heimatlose) und Vladimir Furdik (48, Nachtkönig) mit dem Rest des Casts in der südspanischen Stadt blicken ließen und für die Fans ein paar Minuten Zeit erübrigten. Doch gerade für Letzteren war die Show auch eine Rettung, wie in der Dokumentation bekannt wurde. Er erzählt, wie er vor der Entscheidung stand, entweder "Game of Thrones" weiterzumachen oder zu seiner Gang zurückzukehren. Der Slowake gibt sich schlussendlich froh, weiterhin als Nachtkönig für Angst und Schrecken gesorgt zu haben - denn seine Gangfreunde seien nun alle tot.

Echte Tränen und 55 Nächte

Nicht nur bei den Fans, sondern auch beim Cast von "Game of Thrones" flossen Tränen. Als die Schauspieler Emilia Clarke (32, Daenerys Targaryen) und Kit Harington (32, Jon Schnee) erfuhren, dass ihre Figur durch die Hand seiner sterben würde, kam es zu sehr emotionalen Reaktionen. Harington hält sich die Hand vor den Mund und kann seine Tränen nicht mehr zurückhalten, auch bei Clarke kullern sie aus den Augen.

Den Fans wird zudem nochmals klar gemacht, dass die Kosten für die Serie exorbitant hoch gewesen sind. Produktionsdesignerin Deborah Riley (46) gibt in der Doku an, dass die Ausgaben für Staffel 8 bei knapp 15 Millionen US-Dollar (etwa 13,4 Millionen Euro) oder mehr gelegen hätten - pro Stunde. Dass die Summen so hoch gewesen sind, habe aber auch daran gelegen, dass die Dreharbeiten sehr lange dauerten. Regisseur Miguel Sapochnik (44), der für die Folgen 3 und 5 der Staffel verantwortlich war, erzählt in "The Last Watch", dass die Aufnahmen für die Schlacht von Winterfell ganze 55 Nächte gedauert haben.

Vom Schneemeister und dem Füllen der Leere

Echter Schnee wirbelte dann auch noch den ohnehin straffen Terminplan durcheinander. Eigentlich gab es für die Serie extra den Schneemeister Del Reid, der beispielsweise das Winterfell-Set in Belfast immer mit genügend künstlichem Weiß zu versorgen hatte und in der Doku auch ein wenig über seinen Job plaudert. Dass der Zeitdruck aber nicht nur die in Winterfell gegen die Untotenarmee kämpfenden Helden zunehmend mitnahm, zeigt die Aussage eines Mitarbeiters. Dieser attestiert, dass die Anstrengungen auch Zombies aus allen Crew-Mitgliedern machen würden.

Doch natürlich gibt es in "The Last Watch" auch Szenen, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Als der Cast bei der Leseprobe von Maisie Williams' (22, Arya Stark) Todesstoß gegen den Nachtkönig erfährt, gibt es erst einmal Applaus. Und vielleicht hilft das ja auch den Fans, die innere Leere wieder mit ein wenig Leben zu füllen.

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