15.05.2019

Schauspieler spricht Klartext RTL-Serie "Nikola": So kam es zum überraschenden TV-Aus

Mariele Millowitsch und Walter Sittler standen in "Nikola" acht Jahre zusammen vor der Kamera. 2015 kam es zum überraschenden Aus für die erfolgreiche RTL-Serie. Über die Gründe spricht jetzt ihr Serien-Kollege Oliver Reinhard im Interview.

Foto: RTLplus / Thomas Pritschet

Mariele Millowitsch und Walter Sittler standen in "Nikola" acht Jahre zusammen vor der Kamera. 2015 kam es zum überraschenden Aus für die erfolgreiche RTL-Serie. Über die Gründe spricht jetzt ihr Serien-Kollege Oliver Reinhard im Interview.

Die Sitcom "Nikola" war viele Jahre aus dem deutschen Fernsehen nicht wegzudenken. 2005 setzte RTL sie überraschend ab. Jetzt kommen die Hintergründe ans Licht.

Acht Jahre hat die Sendung "Nikola" die Zuschauer zum Lachen gebracht. Von 1997 bis 2005 lief die Sitcom mit Mariele Millowitsch (63) in der Hauptrolle einmal wöchentlich bei RTL. Trotz guter Einschaltquoten wurde "Nikola" damals plötzlich abgesetzt. Nun erklärt Schauspieler Oliver Reinhard (55), der damals die Rolle von Tim gespielt hat, warum "Nikola" so plötzlich abgesetzt wurde.

Darum wurde die RTL-Serie "Nikola" abgesetzt

Der Grund für das Aus war Schauspielerin Mariele Millowitsch. Reinhard erklärt: "RTL hätte gerne mit uns weitergemacht", aber "Mariele war diejenige, die aufhören wollte. Sie war die Hauptdarstellerin. Nach acht Jahren intensivster Arbeit wollte sie mal was anderes machen. Sie hat sich dafür entschieden, aufzuhören, wenn es am schönsten ist. Das war Marieles Entscheidung, die habe ich immer verstanden."

Hätte Mariele Millowitsch gegen eine neue Schauspielerin ausgetauscht werden können? Reinhard: "Nie und nimmer! Davon bin ich felsenfest überzeugt. Ich bin der Meinung, dass man bei einer Serie den Cast nicht einfach austauschen kann. Bei "Für alle Fälle Stefanie" hat man mittendrin die Hauptdarstellerin ausgetauscht. Das tut einer Serie nicht gut. Das wäre auch bei "Nikola" keine gute Idee gewesen."

"In dem Fall hat halt alles gestimmt"

Laut Reinhard hat Mariele Millowitsch den Unterschied gemacht. Sie war der Schlüssel zum Erfolg. "Das hat vor allem damit zu tun, dass Mariele Millowitsch eine unglaubliche Identifikation beim Zuschauer ausgelöst hat. Sie ist schlicht und ergreifend eine Schauspielerin, die man gerne sieht. Aber klar, die beste Besetzung nutzt einem nichts, wenn die Drehbücher blöd sind. In dem Fall hat halt alles gestimmt."

Der letzte Drehtag von "Nikola"

Bis zu sieben Millionen Zuschauer verfolgten "Nikola" bis zum Schluss. Insgesamt neun Staffeln und über 100 Folgen wurden gedreht. Reinhard hat Verständnis für die Entscheidung seiner Kollegin. Dennoch war der letzte Drehtag schwer. "Man fällt in ein Loch, andererseits ist man aber auch froh. Man fühlt sich ein paar Kilo leichter, kann wieder andere Sachen machen", so Reinhard. Er begann nach "Nikola" wieder mit dem Theaterspielen.

Kontakt hat er nicht mehr zu seinen ehemaligen "Nikola"-Kollegen. "Wir sind in unserem Beruf alle treulose Tomaten. Während der Dreharbeiten verstehen wir uns immer total super, danach bricht der Kontakt ab. Mariele und ich haben sogar mal in Hamburg in einem Haus gelebt. Man kann sagen, ein Teil der Serie war Wirklichkeit. Jetzt sind wir alle in verschiedenen Städten", sagt Reinhard gegenüber "t-online.de".

Das macht Mariele Millowitsch heute

Mariele Millowitsch blieb dem Fernsehen treu. Seit 2008 hat sie mit "Marie Brand" ihre eigene TV-Serie, in der sie zuletzt im Januar 2019 mit einer neuen Folge als Kommissarin zu sehen war.

__________

Im Februar verkündete RTL das Serien-Aus von "Dr. Klein". Nach Staffel fünf ist Schluss! Und auch von Carmen Nebel und ihrer Show müssen sich die Fans schon bald verabschieden.

Lesen Sie hier mehr über TV-Sendungen.

Seite